Didaktisch aufbereitete Dokumentation über Al Gore und seinen unermüdlichen Ökofeldzug gegen die Klimaerwärmung. http://images.kino.de/flbilder/max06/mbiz06/mbiz26/z0626613/b150x150.jpg Eine unbequeme Wahrheit

Filmdetails

Eine unbequeme Wahrheit

Didaktisch aufbereitete Dokumentation über Al Gore und seinen unermüdlichen Ökofeldzug gegen die Klimaerwärmung.


Eine unbequeme Wahrheit
Start: 12.10.2006

Originaltitel: An Inconvenient Truth

Dokumentarfilm / Ökologie

USA 2006
Laufzeit: 96 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Al Gore

Regie: Davis Guggenheim
Verleih: Paramount

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Besucher-
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lau

Inhalt

Die Fakten: Die zehn wärmsten Jahre auf der Welt seit Temperaturmessung wurden in den letzten 14 Jahren gemessen. Polkappen und Gletscher schmelzen dramatisch, Süßwasserreservoirs schrumpfen. Wenn nicht jetzt der Klimawandel als reale Gefahr von den Regierungen der Welt ernst genommen und die Verbrennung fossiler Energiereserven radikal gedrosselt wird, wird es für eine Umkehr zu spät sein.

Seit nun schon fast einem Jahrzehnt tourt der ehemalige Präsidentschaftskandidat Al Gore mit Vorträgen zum Thema durch die Welt. Mit überschaubarem Erfolg. Vielleicht gelingt es ja dem Medium Film, die schlechte, doch ziemlich wichtige Botschaft an den Mann zu bringen. Bei Bush wird's wohl nicht mehr helfen.


Kritik

Didaktisch aufbereitete Dokumentation über Al Gore und seinen unermüdlichen Ökofeldzug gegen die Klimaerwärmung.

Großansicht Al Gore befasst sich schon lange mit der Thematik (Foto: UIP)

Al Gore befasst sich schon lange mit der Thematik (Foto: UIP)

Der einstige Vizepräsident der USA, Al Gore, ein Experte auf dem Gebiet der Klimaproblematik, tourt seit Bushs Wahlsieg mit einer Kampagne durch das Land, um über eine sich anbahnende Klimakatastrophe zu referieren. Über 1000 Mal hat er den gleichen Multimediavortrag über die globalen Auswirkungen von Treibhauseffekt bis Polkappenschmelze gehalten.

Er zeigt eine überwältigende Fülle von Tabellen und Grafiken, alarmierenden Bildern und Beispielen, die einen planetaren Notfall skizzieren und von der Bush-Regierung konsequent als größte Falschmeldung der Geschichte geleugnet werden. Gore äußert sich zwischendurch frustriert über das Ergebnis.

Großansicht Schaubilder unterstützen den Vortrag (Foto: UIP)

Schaubilder unterstützen den Vortrag (Foto: UIP)

Anschauliche Fakten

Didaktisch angelegte Dokumentation, die der Präsentation von Gores aufbereiteten Fakten weitestgehend folgt und nur kurz für biographische Einschübe oder persönliche Ansichten unterbrochen wird. So bietet Davis Guggenheims in Sundance gefeierter Beitrag einen für Laien leicht verständlichen Abriss des aktuellen Wissensstandes, der mit der Lektüre von Jared Diamonds "Kollaps" zu vergleichen ist.

Eine unbequeme Wahrheit

Darsteller:  Al Gore  
 
Regie:  Davis Guggenheim  
Produzent:  Laurie David  
  Lawrence Bender  
  Scott Z. Burns  
Ausf. Produzent:  Jeff Skoll  
  Davis Guggenheim  
  Diane Weyermann  
  Ricky Strauss  
  Jeffrey D. Ivers  
Kamera:  Bob Richman  
  Davis Guggenheim  
Schnitt:  Jay Cassidy  
  Dan Swietlik  
Musik:  Michael Brook  
  Melissa Etheridge  
Ton:  Skip Lievsay  

Auslands-Oscar für "Das Leben der Anderen"

Florian Henckel von Donnersmarck konnte es nicht fassen. Sichtlich gerührt nahm er den Oscar für den deutschen Beitrag "Das Leben der Anderen" entgegen.

Unser Mann in Hollywood: Florian Henckel von Donnersmarck (Foto: © A.M.P.A.S.)

Unser Mann in Hollywood: Florian Henckel von Donnersmarck (Foto: © A.M.P.A.S.)

Bei der Verleihung der 79. Academy Awards standen in der Kategorie Bester nicht englischsprachiger Film alle Zeichen auf "Pans Labyrinth". Schon im Vorfeld galt Guillermo Del Toros düsteres Fantasymärchen bei den Buchmachern als Favorit. Als dann am 25. Februar im Kodak Theatre auch noch die Preise in den Bereichen Make-up, Ausstattung und Kamera an "Pans Labyrinth" vergeben wurden, war der Oscar für "Das Leben der Anderen" umso überraschender.

Das Stasi-Drama, der erste Spielfilm des 33-jährigen Henckel von Donnersmarck, wurde bereits mit dem Deutschen und Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Der Regisseur hatte in den letzten Wochen in den USA kräftig die Werbetrommel für sein Werk gerührt und sich über die Resonanz des Kinopublikums gefreut. Zuletzt konnte sich Caroline Link 2003 mit "Nirgendwo in Afrika" über den Auslands-Oscar freuen.

Marty flippt aus

In der Königskategorie Bester Film ging der Goldjunge an den Gangsterfilm "Departed - Unter Feinden". Martin Scorsese, an dem der Preis immer wieder vorbeigegangen war, erhielt endlich den Award für die beste Regie. Der Hollywood-Veteran war völlig aus dem Häuschen und kontrollierte schnell noch einmal den Umschlag mit dem Namen des Gewinners, ehe er die Trophäe unter Standing Ovations von seinen Kollegen Steven Spielberg, George Lucas und Francis Ford Coppola entgegennahm. Mit weiteren Preisen für das beste adaptierte Drehbuch und den besten Schnitt war "Departed: Unter Feinden" mit insgesamt vier Oscars der Abräumer des Abends.

Bei den Gewinnern in den Kategorien Bester Hauptdarsteller und -darstellerin gab es keine Überraschungen. Helen Mirren, die wie erwartet für ihr beeindruckendes Porträt von Königin Elisabeth II. in "Die Queen" geehrt wurde, widmete ihren Preis der Monarchin. Für Favorit Forest Whitaker wurde der Traum seiner Kindheit wahr, als ihm Reese Witherspoon die Auszeichnung für seine intensive Darbietung als Diktator Idi Amin in "Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht" überreichte.

Gleichmäßig aufgeteilt

Newcomerin Jennifer Hudson, die in der Sparte Beste Nebendarstellerin als "Dreamgirl" Favoritin war, darf jetzt tatsächlich einen Goldjungen ihr Eigen nennen. Die Academy-Mitglieder verliehen auch den Oscar für den besten Ton an die swingende Verfilmung des Broadway-Musicals. Ebenfalls zwei Preise heimste die Familienkomödie "Little Miss Sunshine" ein. Alan Arkin bekam für seinen schrulligen Opa den Award für den besten Nebendarsteller, zudem wurde Autor Michael Arndt für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet. Alejandro González Iñárritus "Babel" war zwar für insgesamt sieben Oscars nominiert, doch schließlich ging nur die Trophäe für die beste Filmmusik an das Ensembledrama.

Moderatorin Ellen DeGeneres führte auffallend gemäßigt durch den Abend, offensichtlich ganz so, wie es sich die Veranstalter nach den frechen und sarkastischen Auftritten ihrer Vorgänger Chris Rock und Jon Stewart gewünscht hatten. Auch sonst gab es bei den 79. Academy Awards keine großen Eskapaden.

Der Oscar wird grün

Leonardo DiCaprio und Al Gore gaben Schulter an Schulter grünes Licht für die Oscars: Die Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, den "ökologischen Fußabdruck", den die Veranstaltung hinterlässt, so gering wie möglich zu halten. Auf der Homepage www.oscar.com bietet sie unter der Rubrik "go green" Tipps zur Energieeinsparung an.

Ganz nach diesem Motto kürten die Entscheider in Hollywood Davis Guggenheims Film "Eine unbequeme Wahrheit" über Gores unermüdlichen Ökofeldzug gegen die Klimaerwärmung zur besten Dokumentation. Einen weiteren Oscar vergaben sie an Melissa Etheridges dazugehörigen Filmsong "I Need to Wake Up". Ein netter Versuch, dieser Weckruf.

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