Komödie um drei Damen unterschiedlichen Alters, die in einer Ortschaft im bayerischen Wald eine Sexhotline gründen. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto37/11371153/b150x150.jpg Eine ganz heiße Nummer

Filmdetails

Eine ganz heiße Nummer

Komödie um drei Damen unterschiedlichen Alters, die in einer Ortschaft im bayerischen Wald eine Sexhotline gründen.


Eine ganz heiße Nummer
Start: 27.10.2011

Komödie

Deutschland 2011
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Gisela Schneeberger
Bettina Mittendorfer
Rosalie Thomass

Regie: Markus Goller
Verleih: Universum (Walt Disney)

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Inhalt

Die Wirtschaftskrise grassiert und hat die bayerische Provinz erreicht: Nachdem im beschaulichen Marienzell die Glasgießerei ihre Tore schloss, ist auch bald Waltrauds Tante-Emma-Laden an der Reihe. Als die Bank den Kredit kündigt, bleiben ihr und den Verkäuferinnen Maria und Lena vier Wochen Zeit, das Geld zu beschaffen. Da scheint die Schnapsidee, eine Sexhotline - vorsichtshalber heimlich - zu gründen, bald wie die Rettung. In dem streng katholischen Dorf ein schlüpfriges Geschäft zu führen, beschwört freilich einen Skandal herauf.


Kritik

Eine ganz heiße Nummer

Telefonsex im Bayerischen Wald: Charmante und gut besetzte Sittenkomödie um drei Frauen, die mit ihrer Sexhotline im tief katholischen Dorf einen Skandal auslösen.

Der Regionalfilm à la Rosenmüller ist weiterhin auf dem Vormarsch und der Regisseur des Komödienhits "Friendship!", Markus Goller, lässt nach dem Roman von Andrea Sixt - die auch das Drehbuch verfasste - drei Damen mit Geschäftssinn das Bruttosozialprodukt steigern.

Die Wirtschaftskrise hat die Provinz in Marienzell im Bayerischen Wald erreicht, die Glasgießerei ist bereits abgewickelt, der Lebensmittelladen von Waltraud, Maria und Lena demnächst an der Reihe, denn die Bank hat gerade den Kredit gekündigt. Da wird Marias Schnapsidee zum Masterplan: in dem tief katholischen Ort, wo Gott, der strenge Gemeindepfaffe (Kabarettist Sigi Zimmerschmied) und die biestige Bürgermeisterfrau Gerti (Kabarettistin Monika Gruber) alles sehen, gründen sie eine Sexhotline. Denn auf dem Land, da gibt's koa Sünd.

Zwar wird schon mal "Die Geschichte der O" als Ratgeberliteratur herangezogen und ein Regensburger Rotlicht-Shop besucht, aber der frivole Sextalk verzichtet breites publikums-tauglich auf allzu Anzügliches und ähnelt in seinem heiterem Charme an "Die Herbstzeitlosen", jene Schweizer Komödie um einen Dessousladen im Emmental. Ein ironisch-idyllischer Score begleitet die mit vielen Figuren erzählte Geschichte, die Traditionelles und Modernes gleichermaßen glossiert und mit Milde die Liebe zur Heimat kundtun. Es entsteht das Sittenbild eines katholisch-bürgerlichen Milieus, dessen Berührungsängste und sexuelle Verklemmtheit dem abgeklärten Stadtmenschen vielleicht nicht zeitgemäß erscheinen mag, aber dem Spaß keinen Abbruch tut.

Mit ruhiger Hand inszeniert Goller melancholische wie komische Situationen, die vor allem aus den Anforderungen des Telefonsex, der Gläubigkeit und dem Schamempfinden des Trios entstehen. Die drei von Gerhard Polt-Kollegin Gisela Schneeberger, Bettina Mittendorfer (aus Rosenmüllers "Sommer in Orange" und Rosalie Thomass (aus Rosenmüllers "Beste Zeit"-Reihe) gespielten Protagonistinnen halten alles finanziell zusammen und emanzipieren sich nicht nur ökonomisch, während sich die Männerwelt als triebgesteuert und anlehnungsbedürftig herausstellt. Gagreiches, publikumsorientiertes und affirmatives Lebensratgeberkino, das als sympathischer Frauenfilm funktioniert ebenso wie als fideler Schwank.

tk.

Eine ganz heiße Nummer

Darsteller:  Gisela Schneeberger   als Waltraud Wackernagel
  Bettina Mittendorfer   als Maria Brandner
  Rosalie Thomass   als Lena
  Monika Gruber   als Gerti Oberbauer
  Sigi Zimmerschied   als Pfarrer Gandl
  Johann Schuler   als Franz Oberbauer
  Cleo Kretschmer   als Hannelore Huber
  Ferry Öllinger   als Heinz Wackernagel
  Alicia von Rittberg   als Tina Brandner
  Andreas Lust   als Thomas Sonnleitner
  Felix Hellmann   als Bernhard, der Heilpraktiker
  Stephan Zinner   als Typ aus München
  Peter Mitterrutzner   als Vater Brandner
  Matthias Ransberger   als Willi
  Ferdinand Schmidt-Modrow   als Jakob Oberbauer
 
Regie:  Markus Goller  
Drehbuch:  Andrea Sixt  
Produzent:  Andrea Sixt  
  Martin Richter  
  Philip Schulz-Deyle  
  Florian Deyle  
Kamera:  Ueli Steiger  
Schnitt:  Simon Gstöttmayr  
  Markus Goller  
Musik:  Peter Horn  
  Andrej Melita  
  Martin Probst  
Produktionsdesign:  Anette Ingerl  
Kostüme:  Janne Birck  
Maske:  Dorothea Goldfuß  
  Thomas Nellen  
Casting:  Franziska Aigner  

Star

Gisela Schneeberger

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