Keira Knightley geht als schwer gestörte Frau ein Liebesdreieck mit den Psychoanalyse-Pionieren Sigmund Freud (Viggo Mortensen) und C.G. Jung (Michael Fassbender) ein. Thriller-Drama mit SM-Szenen! http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto37/11371343/b150x150.jpg Eine dunkle Begierde

Filmdetails

Eine dunkle Begierde

Keira Knightley geht als schwer gestörte Frau ein Liebesdreieck mit den Psychoanalyse-Pionieren Sigmund Freud (Viggo Mortensen) und C.G. Jung (Michael Fassbender) ein. Thriller-Drama mit SM-Szenen!


Eine dunkle Begierde
Start: 10.11.2011

Originaltitel: A Dangerous Method

Drama

Deutschland/Kanada/Großbritannien/Schweiz 2011
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Michael Fassbender
Keira Knightley
Viggo Mortensen

Regie: David Cronenberg
Verleih: Universal

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Inhalt

Carl Gustav Jung, Leiter einer psychiatrischen Klinik, wendet Sigmund Freuds Psychoanalyse bei seiner Patientin Sabina Spielrein an. Die Frau - schön, aggressiv und gebildet - leidet unter hysterischen Anfällen. Der verheiratete Wissenschaftler verliebt sich in sie und beginnt 1906 aufgrund dieser "therapeutischen Grenzverletzung" mit Freud zu korrespondieren. Die Analyse Spielreins endet, als ihre Beziehung bekannt zu werden droht. Jung lässt die Frau fallen, die daraufhin bei Freud vorspricht, um nun selbst Psychiaterin zu werden.


Kritik

Eine dunkle Begierde

Drama über die wechselhafte Beziehung zwischen Sigmund Freud und C.G. Jung und dessen verbotene Liebe zu einer Patientin.

Der Originaltitel "A Dangerous Method" weist schon auf die in den Anfängen der Psychoanalyse umstrittene Methode von Sigmund Freud und gleichzeitig auf die Gefahr einer Affäre von C.G. Jung hin, die nicht nur die Freundschaft zwischen den Männern gefährdete, sondern auch Jungs Ehe.

Nach dem Theaterstück "The Talking Cure" von Christopher Hampton, der sich von John Kerrs Studie "A most dangerous Method: The Story of Jung, Freud and Sabina Spielrein" inspirieren ließ, inszeniert David Cronenberg, Meister der sexuellen Obsessionen, einen fulminanten Ritt durch Abgründe und Ambivalenzen von Analytikerseelen. Da ist der knapp 30-jährige aufstrebende C.G. Jung, der seinen Übervater Sigmund Freud verehrt, aber selbst neue Methoden der Heilung entwickeln möchte und bei seiner ersten Patientin 1904 in den Sog einer gefährlichen Sadomaso-Liebe gezogen wird, angestoßen von Patient und Kollege Otto Gross, der sexuelle Freiheit predigt und praktiziert und Jung Hemmungen überwinden lässt. Die hochbegabte und hypersensible Russin Sabina Spielrein, die später selbst Analytikerin wird, verführt Jung, er verliert die Achtung von Freud, da er gegen die elementarste Regel des Arzt-Patienten-Verhältnisses verstoßen hat und sich der "dunklen Begierde" hingibt. Als Jung die Geliebte verlässt, spielt sie Freud gegen ihn aus und studiert beim "Konkurrenten".

Cronenberg lässt wenig Emotionen zu und beobachtet seine Figuren und ihre Lebensläufe distanziert wie unter einem Brennglas und zeigt dabei, wie sich die junge Frau nicht nur von ihrer Krankheit befreit, sondern auch von Zwängen der Gesellschaft. Sie ist am Ende die Gewinnerin in der intellektuellen Dreiecksbeziehung, wenn ein in sich zerrissener Jung seine "Neukollegin" um Rat fragt. Exquisite Ausstattung, viel Zeitkolorit und die Kamera von Peter Suschitzky, die eine Atmosphäre der Irritation vermittelt und das Theaterhafte unterstreicht, machen den Film optisch zu einer runden Sache. Im Mittelpunkt stehen geschliffene Gespräche und der tiefgründige Briefaustausch der beiden Psycho-Experten, ein Vergnügen nicht nur für den Verstand. Keira Knightley gerät manchmal an die Grenze zum Overacting und darüber hinaus, was aber aufgefangen wird von Viggo Mortensen als wohl temperiertem Freud und einem sensationell agierenden Michael Fassbender, als Mann, der an den eigenen Widersprüchen und Ansprüchen scheitert. mk.

Eine dunkle Begierde

Darsteller:  Michael Fassbender   als Carl Jung
  Keira Knightley   als Sabina Spielrein
  Viggo Mortensen   als Sigmund Freud
  Vincent Cassel   als Otto Gross
  Sarah Gadon   als Emma Jung
  André Hennicke   als Professor Eugen Bleuler
  Arndt Schwering-Sohnrey   als Sandor Ferenczi
  Mignon Remé   als Jungs Sekretärin
 
Regie:  David Cronenberg  
Drehbuch:  Christopher Hampton  
Produzent:  Jeremy Thomas  
Koproduzent:  Marco Mehlitz  
  Martin F. Katz  
Ausf. Produzent:  Stephan Mallmann  
  Karl Spoerri  
  Thomas Sterchi  
  Peter Watson  
  Matthias Zimmerman  
Buchvorlage:  John Kerr  
Kamera:  Peter Suschitzky  
Schnitt:  Ronald Sanders  
Musik:  Howard Shore  
Produktionsdesign:  Sebastian Soukup  
  James McAteer  
Kostüme:  Denise Cronenberg  
Maske:  Stephan Dupuis  
Ton:  Michal Holubec  
Casting:  Deirdre Bowen  

Keira Knightleys Wodka-Champagner-Doping für Nacktszene

Bevor ihr Michael Fassbender für "Eine dunkle Begierde" den Hintern versohlen durfte, musste sich Keira Knightley die Szene erst schönsaufen ...

Großansicht Erst gab's Promille, dann was auf den Popo: Keira Knightley (Foto: Kurt Krieger)

Erst gab's Promille, dann was auf den Popo: Keira Knightley (Foto: Kurt Krieger)

Eine Szene von David Cronenbergs Psycho-Thriller "Eine dunkle Begierde" hatte es für Keira Knightley ganz schön in sich: Co-Star Michael Fassbender versohlte ihr den nackten Hintern. Bevor er das durfte, musste der Kollege den Barmann machen - Keira wollte sich die unkomfortable Szene erstmal schönsaufen:

"Wir hatten erst ein oder zwei Wodka", erzählte Keira Knightley dem 'Culture Magazin'. "Den brauchte ich, um meine Nerven zu beruhigen. Danach gab es Champagner. Eine Menge Champagner, um ehrlich sein. Man kann auf Michael zählen, wenn man Champagner braucht. Wodka und Champagner bilden eine gute Kombination."

Dabei hätte sich Keira Knightley vor Szene gar nicht fürchten müssen: Michael Fassbender deutete die Schläge nur an, das satte Klatschen besorgten später die Soundeffekt-Spezialisten.

"Ich will Filme, die mir Angst machen!"

"Ich mag es mittlerweile, Filme zu machen, vor denen ich Angst habe", erklärt Keira Knightley. "Weil es eine interessante Herausforderung ist, wenn ich zu Beginn noch gar nicht weiß, wie ich das überhaupt schaffen soll. Man nimmt viel mehr für sich selbst mit, auch wenn der Film am Ende nicht funktioniert." Harte Worte, denn immerhin 244.000 Fans wollten den Arthouse-Film "Eine dunkle Begierde" bei uns Kino sehen...

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