Originaltitel: Le divorce
USA/Frankreich 2003
Kate Hudson
Naomi Watts
Thierry Lhermitte
Regie: James Ivory
Verleih: Fox
Um ihrer etwas sensiblen Schwester Roxanne (Naomi Watts), die mit einem Franzosen verheiratet ist, im schmutzigen Scheidungskrieg beizustehen, eilt die mit rustikalerem Naturell gesegnete Amerikanerin Isabel (Kate Hudson) von New York nach Paris. Vor Ort lässt sie sich sofort von der allgemeinen Libertinage anstecken und beginnt ausgerechnet mit einem Blutsverwandten des ungetreuen Schwagers ein Verhältnis. Ein von beiden Familien umkämpftes, wertvolles Gemälde komplettiert das Chaos.
Period-Pic-Zauberer James Ivory ("Zimmer mit Aussicht") begibt sich für eine romantische Komödie zurück in die Gegenwart und zelebriert liebevoll Franzosenklischees.
Frech, frisch und frivol: Naomi Watts trennt sich, Kate Hudson verliebt sich und das Liebeskarussell dreht sich.
Scheidungskomödien haben im Kino stets Konjunktur - bilden sie doch ein angenehmes Kontrastprogramm zum sattsam bekannten alltäglich häuslichen Ehe(klein)krieg. Siehe beispielsweise "Sweet Home Alabama - Liebe auf Umwegen", siehe "Ein (un)möglicher Härtefall" oder nun "Le Divorce - Eine Affäre in Paris".
"Zwei Amerikanerinnen in Paris" könnte diese luftige, leichtgewichtige Liebeskomödie auch heißen, in dem die eine (schwangere) Schwester (Naomi Watts aus "The Ring") von ihrem niederträchtigen französischen Beau sitzen gelassen wird, während die andere (Goldie- Hawn-Tochter Kate Hudson) unter anderem dem Charme des politisch fragwürdigen, anderweitig verheirateten Onkel (Thierry Lhermitte) erliegt.
Elegant geht's hier zu, stilvoll und very sophisticated - wie beim eingespielten Dreigestirn Ivory/Merchant/Jhabvala ("Zimmer mit Aussicht", "Wiedersehen in Howard's End") immer, das seit Jahrzehnten die Funktionen Regie, Produktion und Drehbuch untereinander aufteilt.
Das All-Star-Ensemble, dem unter anderem Leslie Caron, Glenn Close, Stephen Fry und Matthew Modine angehören, ist mit sichtbarem Spaß bei der Sache, wenn blasierter französischer Adel und amerikanischer Pragmatismus frontal aufeinanderprallen. Mark Twains "Reise durch die alte Welt" lässt grüßen...
| Darsteller: | Kate Hudson | als Isabel Walker | |
|---|---|---|---|
| Naomi Watts | als Roxeanne de Persand | ||
| Thierry Lhermitte | als Edgar Cosset | ||
| Jean-Marc Barr | als Maitre Bertram | ||
| Leslie Caron | als Suzanne de Persand | ||
| Stockard Channing | als Margeeve Walker | ||
| Glenn Close | als Olivia Pace | ||
| Romain Duris | als Yves | ||
| Stephen Fry | als Piers Janely | ||
| Samuel Labarthe | als Antoine de Persand | ||
| Thomas Lennon | als Roger Walker | ||
| Daniel Mesguich | als Experte Louvre | ||
| Matthew Modine | als Tellman | ||
| Bebe Neuwirth | als Julia Manchevering | ||
| Melvil Poupaud | als Charles-Henri de Persand | ||
| Nathalie Richard | als Charlotte de Persand | ||
| Sam Waterston | als Chester Walker | ||
| Catherine Samie | als Madame Florian | ||
| Rona Hartner | als Magda | ||
| Regie: | James Ivory | ||
| Drehbuch: | James Ivory | ||
| Ruth Prawer Jhabvala | |||
| Produzent: | Ismail Merchant | ||
| Michael Schiffer | |||
| Koproduzent: | Paul Bradley | ||
| Richard Hawley | |||
| Ausf. Produzent: | Ted Field | ||
| Erica Huggins | |||
| Scott Kroopf | |||
| Buchvorlage: | Diane Johnson | ||
| Kamera: | Pierre Lhomme | ||
| Schnitt: | John David Allen | ||
| Musik: | Richard Robbins | ||
| Produktionsdesign: | Frédéric Bénard | ||
| Kostüme: | Carol Ramsey | ||
| Ton: | Ludovic Hénault | ||
| Casting: | Annette Trumel | ||
"Almost Famous" war ihr Durchbruch in Hollywood. Und nun startet Kate Hudson so richtig durch - als Schauspielerin und Produzentin.
Noch nicht einmal 24 Jahre alt, und schon auf dem Weg ganz nach oben! Kate Hudson bastelt mit Hochdruck weiter an ihrer atemberaubenden Erfolgsstory.
In Kürze ist sie in "How to Lose a Guy in 10 Days" von Regisseur Donald Petrie zu sehen, gerade drehte sie für James Ivory Le divorce ab, stand für "Loosely Based on a True Love Story" vor der Kamera und demnächst ist sie der Star in George Marshalls "Raising Helen". Doch von Urlaub keine Spur. Denn Paramount erwarb nun die Filmrechte an Sophie Kinsellas Roman "Can You Keep A Secret". Die Hauptrolle übernimmt - richtig - Kate Hudson!
Doch damit icht genug: Denn die gute Kate wird dabei nicht nur schauspielern, sondern auch noch auf dem Produzentenstuhl Platz nehmen. Sie betreibt nämlich zusammen mit ihrer Mutter Goldie Hawn und Kurt Russell eine eigene Produktionsfirma. Ein weiterer Beleg für die Umtriebigkeit der jungen Dame. Denn die meisten Stars brauchen Jahre, um auf diesem Weg ihre Karriere-Planung in die Hand zu nehmen.
Da kann man ja mal gespannt sein, welchen Status Kate Hudson in zehn Jahren in Hollywood genießt...
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