Originaltitel: Leatherheads
USA 2008
George Clooney
Renée Zellweger
John Krasinski
Regie: George Clooney
Verleih: Universal
Der alternde Football-Recke Dodge Connolly (George Clooney) will anno 1925 sein Team auf Erfolgskurs bringen und die bislang leeren Ränge im Stadion füllen. Als der Hauptsponsor unvermutet aussteigt, steht die ganze Liga vor dem Ruin. Dodge greift zu einem Marketing-Coup: Der Weltkriegsheld Carter Rutherford (John Krasinski), Amerikas verlorener Sohn, teuflisch gutaussehend und sprintstark, soll es richten. Nur Reporterin Lexie Littleton (Renée Zellweger) schießt quer.
Weil eine nassforsche Journalistin ihm den Helden als Münchhausen enttarnt, geht ein Macho in die Offensive, was zu einer edel besetzten und Funken schlagenden romantischen Komödie führt, bei der George Clooney seinen Charme vor und hinter der Kamera entfaltet.
Romantische Komödie von und mit George Clooney, die an den Charme alter Hollywoodklassiker und die unschuldigen Anfänge des American Football erinnert.
1925 ist Football nur durch die Collegeteams populär, während die junge Profiliga von den Zuschauern ignoriert wird. Das ändert sich, als Spieler-Oldie Connolly (George Clooney) für sein Team Carter Rutherford (John Krasinski) verpflichtet, der nicht nur Football-, sondern auch Kriegsheld ist.
Reporterin Lexie (Renée Zellweger) soll das Saubermann-Image des Jungstars unter die Lupe nehmen, fällt flirtend aber auch Connolly auf, der sich auf ein Verführungsmatch gerne einlässt.
Nach starkem Politfokus in seinen letzten Arbeiten als Schauspieler und Regisseur setzt George Clooney in seiner dritten Inszenierung auf unbeschwerte Unterhaltung.
Vorbilder für seine romantische Komödie sind die Screwball-Klassiker der goldenen Hollywood-Ära. Überzeugend erweist er ihnen in witzigen Dialogduellen mit Reneé Zellweger Reverenz. Unterstützt von einer liebevollen Ausstattung überstrahlen die Wortgefechte die Rahmenhandlung.
| Darsteller: | George Clooney | als Dodge Connolly | |
|---|---|---|---|
| Renée Zellweger | als Lexie Littleton | ||
| John Krasinski | als Carter Rutherford | ||
| Stephen Root | als Suds | ||
| Wayne Duvall | als Coach Ferguson | ||
| Jonathan Pryce | als CC Frazier | ||
| Jack Thompson | als Harvey | ||
| Max Casella | als Mack Steiner | ||
| Matt Bushell | als Curley | ||
| Nick Paonessa | als Zoom | ||
| Malcolm Goodwin | als Bakes | ||
| Robert Baker | als Stump | ||
| Tim Griffin | als Ralph | ||
| Keith Loneker | als Big Gus | ||
| Regie: | George Clooney | ||
| Drehbuch: | Duncan Brantley | ||
| Rick Reilly | |||
| Produzent: | Grant Heslov | ||
| Casey Silver | |||
| Ausf. Produzent: | Barbara A. Hall | ||
| Jeffrey Silver | |||
| Robert Newmyer | |||
| Sydney Pollack | |||
| Kamera: | Newton Thomas Sigel | ||
| Schnitt: | Stephen Mirrione | ||
| Musik: | Randy Newman | ||
| Produktionsdesign: | James Bissell | ||
| Kostüme: | Louise Frogley | ||
Nach politischen Filmen wie "Good Night, and Good Luck" wendet sich George Clooney als Regisseur mit "Ein verlockendes Spiel" einem vermeintlich leichteren Thema zu. Aber die Tradition der Screwball-Komödie wiederzubeleben, erwies sich als überaus knifflig.
Mit "Ein verlockendes Spiel" bringt George Clooney den Charme der alten Hollywood-Ära zurück ins Kino (Foto: Universal)
» Man hatte sich fast daran gewöhnt, von Ihnen politkritische Filme zu sehen. Doch jetzt überraschen Sie mit einer leichten Football-Komödie.
GEORGE CLOONEY: Eben weil ich in letzter Zeit nur noch solche seriöse Filme gedreht hatte. Danach bot man mir viele ähnliche Projekte an, Richard Clarkes "Against All Enemies", die Valerie-Plame-Story und so fort.
Aber ich will kein Themenregisseur sein. Das heißt, ich wollte mich auch an einer Komödie versuchen. Als Schauspieler habe ich das Glück, dass ich die verschiedensten Rollen bekomme, denn man steckt mich nicht in eine Schublade. Und bevor mir das als Regisseur passiert, habe ich dieses zehn Jahre alte Projekt meiner Produktionsfirma entstaubt.
Zwischen Renée Zellweger und George Clooney knistert es gewaltig - natürlich nur rein beruflich (Foto: Universal)
» Was fiel Ihnen bei der Umstellung auf den Komödienstil besonders schwer?
Den richtigen Rhythmus zu finden. Die einzigen Regisseure, die den alten Screwball-Stil mit seiner überhöhten Realität noch draufhaben, sind die Coen-Brüder. Von denen habe ich viel gelernt. Aber das eigentliche Vorbild waren natürlich die Komödien von Howard Hawks und Preston Sturges, bei denen ich mich kräftig bedient habe.
Nur konnte ich die Schauspieler nicht im Maschinengewehr-Takt von damals sprechen lassen. Das hätte nicht in einen modernen Film gepasst. Wir haben das also erst mal im normalen Tempo geprobt, dann habe ich das Tempo schrittweise erhöht, bis es nicht mehr schneller ging. Und dann ließ ich wieder einen Gang zurückschalten. Wir haben also den Rhythmus der gesamten Szene beschleunigt anstatt nur den Dialog.
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