Slapstickreiches US-Remake der französischen Hitkomödie, in der zwei grundverschiedene Männer glauben, der Vater ein und desselben Jungen zu sein. http://images.kino.de/flbilder/max97/bf97/bf34/b9734010/b150x150.jpg Ein Vater zuviel

Filmdetails

Ein Vater zuviel

Slapstickreiches US-Remake der französischen Hitkomödie, in der zwei grundverschiedene Männer glauben, der Vater ein und desselben Jungen zu sein.


Ein Vater zuviel
Start: 18.09.1997

Originaltitel: Fathers' Day

Komödie

USA 1997
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Robin Williams
Billy Crystal
Julia Louis-Dreyfus

Regie: Ivan Reitman
Verleih: Warner

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Anwalt Jack und Schriftsteller Dale machen nach einigen Mißverständnissen gemeinsame Sache, um "ihren" ausgerissenen 16jährigen Sohn Scott wieder aufzutreiben. Die grundverschiedenen Männer glauben beide, Scotts Vater zu sein, da sie jeweils vor 17 Jahren eine Affäre mit seiner Mutter Colette hatten, die sie nun um Hilfe bittet. Der Sohnemann verkehrt derweil mit Punkrockern und schuldet Drogendealern 5000 Dollar...


Kritik

Ein Vater zuviel

Zehn Jahre lang warteten die beiden hochkarätigen Komiker Robin Williams und Billy Crystal darauf, nach ihren Auftritten für Comic Relief endlich die Leinwand gemeinsam mit ihren patentierten Späßchen zu traktieren. Das US-Remake der vergnüglichen französischen Farce "Zwei irre Spaßvögel" von 1984 mit Gérard Depardieu und Pierre Richard wurde vom versierten Komödienspezialisten Ivan Reitman ("Ghostbusters", "Dave") mit ausgeprägter Slapstick-Komponente, aber nicht immer perfektem Auge für die eigentlichen Stärken seiner liebenswerten Stars inszeniert.

Der fünffache Oscar-Moderator Crystal ("City Slickers - Die Großstadthelden") schlüpft in die ungewohnte Rolle des Straight man. Als rationaler Anwalt Jack benutzt er seine hohe Denkerstirn nicht nur zum Lösen geistiger Probleme, er weiß sie wie Vorgänger Depardieu auch handfest zum Einsatz zu bringen. Das hat angesichts seines eher schmächtigen Körperbaus durchaus seinen komödiantischen Reiz. Williams mimt die häufig in Tränen ausbrechende, suizid veranlagte Mimose Dale, der ein Dasein als erfolgloser Schriftsteller und Dichter fristet. Nach anfänglichen Mißverständnissen macht er mit Jack bald gemeinsame Sache, um "ihren" ausgerissenen 16-jährigen Sohn Scott aufzustöbern. Die völlig konträren Männer glauben beide, sein Vater zu sein, da sie jeweils vor 17 Jahren eine Affäre mit seiner Mutter Collette (Nastassja Kinski: schön, blond und ansonsten kaum zu sehen) hatten, die sie nun um Hilfe bittet, ihn zu finden. Scott hat sich einige Probleme eingebrockt: mit seiner liederlichen Freundin folgt er der Punkrockband Sugar Ray zu ihren Gigs (was die Geschehnisse von San Francisco über Sacramento nach Reno verlegt) und klaut zwei Drogendealern 5000 Dollar. Als seine Väter ihn erstmals finden, ist er sturztrunken, was einer doppeldeutigen Duschszene Vorschub leistet. Anschließend erhält Williams eine Ladung siedendheißen Kaffee in den Schoß gegossen - eine ziemlich aufschlußreiche Demonstration für das von Reitman angestrebte Humorniveau. Das Gagmaterial mag ein alter Hut sein (Williams imitiert vor dem Spiegel eine Reihe von möglichen Vater-Identitäten, gibt seiner Angst vorm Fliegen nachdrücklich Ausdruck, trägt nasse Teenagerkleidung, tanzt mit Crystal in antiquierter Manier zu Sly & The Family Stone), doch in der Ausführung des erstklassig aufeinandereingespielten Komikerteams mit perfektem Timing und natürlichem Gefühl für Situationskomik wird selbst weniger originelles Material zum amüsanten Spaß. Julia Louis-Dreyfuss, die man von ihrer witzigen Rolle aus der Topserie "Seinfeld" kennt, erhält hier allerdings überhaupt keine Gelegenheit, ihr komödiantisches Talent unter Beweis zu stellen, da sie ohne geringste Ansätze von Ironie Crystals misstrauische Frau porträtieren muß.

Die Rechnung mit der US-Wiederverfilmung "Aus dem Dschungel in den Dschungel" des französischen Hits "Der Großstadtindianer" ist durchaus aufgegangen, ob die Reitman-Komödie, die wie schon sein letzter Film "Junior" in den Family-Entertainment-Jagdgründen eines Chris Columbus wildert, ebenfalls so viel Stehvermögen zeigen wird, bleibt abzuwarten. Im komödienfreundlichen Deutschland stehen die Chancen für "Fathers' Day" jedenfalls besser als in seinem Produktionsland. ara.

Ein Vater zuviel

Darsteller:  Robin Williams   als Dale Putley
  Billy Crystal   als Jack Lawrence
  Julia Louis-Dreyfus   als Carrie Lawrence
  Nastassja Kinski   als Collette Andrews
  Charlie Hofheimer   als Scott Andrews
  Bruce Greenwood   als Bob Andrews
  Jared Harris   als Lee
  Louis Lombardi   als Matt
  Patti D'Arbanville   als Shirley Trainor
  Haylie Johnson   als Nikki
  Charles Rocket   als Russ Trainor
  Dennis Burkley   als Calvin
  Alan Berger   als Rex
  Tom Verica   als Peter
  Jennifer Crystal   als Rose
  Paul Herman   als Mr. Barmore
 
Regie:  Ivan Reitman  
Drehbuch:  Babaloo Mandel  
  Lowell Ganz  
Produzent:  Joel Silver  
  Ivan Reitman  
Koproduzent:  Gordon Webb  
  Karyn Fields  
  Sheldon Kahn  
Ausf. Produzent:  Joe Medjuck  
  Daniel Goldberg  
  Francis Veber  
Kamera:  Stephen H. Burum  
Schnitt:  Sheldon Kahn  
  Wendy Greene Bricmont  
Musik:  James Newton Howard  
Produktionsdesign:  Thomas E. Sanders  
Kostüme:  Rita Ryack  

Robin Williams' dunkle Seite

Robin Williams ("König der Fischer") ist ein ausgezeichneter Filmdarsteller und ein exzellenter Standup-Komiker. Doch vor allem war er in den vergangenen Jahren immer wieder der gute Mensch vom Dienst.

War stets der gute Mensch: Robin Williams in "Jakob, der Lügner"

War stets der gute Mensch: Robin Williams in "Jakob, der Lügner"

In Filmen wie "Jakob, der Lügner", "Patch Adams", "Good Will Hunting" oder "Ein Vater zuviel" konnte man darauf wetten, dass Williams in seinen Rollen Verständnis für alle und jeden entwickelte und irgendwann ungeheuer auf die Trändendrüsen drückte.

Damit soll es nun (vorerst) ein Ende haben. Der inzwischen 49jährige Schauspieler möchte in düsteren Rollen bekannt werden, in die er die dunkleren Seiten der Menschen einbringen will. "Ich wollte meine Reichweite als Darsteller ausdehnen, damit ich andersartige Drehbücher angeboten bekomme, nicht die von der Sorte - Heh, das ist genau dieser nette, süße Typ", sagt Williams.

Und daher sehen wir ihn demnächst in drei neuen Filmen: In der schwarzen Komödie "Death to Smoochy" (Regie: Danny DeVito) spielt er den debilen Host einer TV-Show für Kinder. In dem Action-Thriller "Insomnia" (Regie: Christopher Nolan) ist er ein Serienmörder. Und in dem Thriller "One Hour Photo" (Regie: Mark Romanek) verkörpert er einen verstörten Einzelgänger.

Dazu geht Williams zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder auf eine Bühnen-Tour. Laut Williams gibt es da eine Stunde und 45 Minuten Lustiges und weniger Lustiges zu sehen und zu hören. "Es geht um all die Dinge, die seit dem 11. September geschehen sind - Sicherheitskontrollen, Reaktionen auf den Krieg in Afghanistan, eben alles", so der Komiker. "Nichts ist tabu." Auch Präsident Bush nicht. "Wenn der Präsident Stevie Wonder einen Gruß zuwinkt, dann muss man darüber reden", meint Williams.

Die Ereignisse in New York waren für Williams der Auslöser, wieder auf die Bühnen zu gehen. "Meine Karriere begann als Komiker auf kleinen Bühnen in New Yorks Village, und ich habe mich entschlossen, wieder loszuziehen und es einfach zu machen."

Foto: Columbia

Star

Robin Williams

Einer der populärsten internationalen Darsteller, dem es gelungen ist, sein außergewöhnliches komödiantisches Talent mit dramatischer Tiefe...

Star

Billy Crystal

Der amerikanische Komiker kultiviert einen distanziert ironischen, kühlen Stil, der Gefühle nur andeutungsweise anspielt und ein verhaltenes...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.