Ein toter Archivar rächt sich post mortem für jahrelange Demütigungen... http://images.kino.de/flbilder/max12/auto12/auto12/12120395/b150x150.jpg Ein Toter führt Regie

Filmdetails

Ein Toter führt Regie

Ein toter Archivar rächt sich post mortem für jahrelange Demütigungen...


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Ein Toter führt Regie

In einem abgelegenen Gebäude am Stadtrand von Lüneburg arbeiten fünf Archivare in der Außenstelle eines Archivs. Das Team besteht aus einem Abteilungsleiter, zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern und einer Sekretärin. Im Keller, wo sich die Archivräume befinden, ist das Reich des kleinwüchsigen Herrn Ossianowski, der für alle das Praktische macht. Hauptfigur ist der sympathische Fred Brockmüller. Er lebt mit seiner hochschwangeren Frau Annelie in der Nähe des alten Hafens. Während er etwas umständlich, manchmal schon fast tollpatschig daherkommt und versucht, diese Schwäche durch besondere Akkuratesse auszugleichen, ist seine Frau spontan, temperamentvoll und von starkem inneren Halt.
Die Handlung setzt beim kollegialen Frühstück im Archiv ein. Es wird gescherzt - natürlich unter Beachtung der Hierarchie. Deshalb gelten die Witze natürlich weder dem eitlen Chef, auch nicht der etwas tranigen Sekretärin, sondern dem abwesenden Ossianowski. Plötzlich explodiert eine Bombe ...
Als Oberkommissar Mannhardt kurz darauf die Ermittlungen aufnimmt, sind sich die Mitarbeiter einig, dass nur der abwesende Ossianowski der Urheber dieses Attentates sein kann. In den folgenden Schilderungen erscheint der Kleinwüchsige als hinterhältiger Mann, der sein trauriges Schicksal an den Kollegen auslässt. Bei Mannhardts Versuch, Ossianowski in dessen abgelegenem, etwas mystisch eingewachsenem Haus zu befragen, findet er dessen Leichnam in einem Meer von Blumen. Mit makabrer Freude hat Ossianowski jedes Detail seines Todes inszeniert und in einem Abschiedsbrief erklärt, dass der Anschlag die Rache für jahrelanges Mobbing war. Damit könnte diese böse Geschichte beendet sein - aber Ossianowski meldet sich per E-Mail und kündigt in einem angehängten Videofilm neue Racheakte an. Dabei wirkt er ausgesprochen zufrieden, ja heiter. Angst erfasst die Kollegen, auch Brockmüller. Diese Angst ist begründet, denn dem ersten Bombenanschlag folgen weitere Attentate. In immer neuen Videos kommentiert der Tote genussvoll und mit Witz sein Handeln. Seine wirksamste Waffe aber sind nicht die Bomben, sondern das Gift pikanter Informationen, die er in kleinen Dosierungen per E-Mail verabreicht.
Und tatsächlich wird irgendwann der Chef der Gruppe ermordet. Dann kommen die anderen zu Schaden: Sie werden verletzt oder landen mit Nervenzusammenbrüchen in der Psychiatrie.
Auch Brockmüller, der sich erst sicher fühlte, weil er sich für einen Freund des kleinen Mannes hielt, gerät immer tiefer in den Strudel der Ereignisse. Er wird mit Macht daran erinnert, dass auch er Ossianowski tief gedemütigt hatte. Als der Tote verbreitet, dass Brockmüllers Frau ein Verhältnis mit dessen Chef hatte und ihr ungeborenes Kind aus dieser Beziehung stammt, wird Brockmüller des Mordes verdächtigt. Nicht nur das - seine Frau trennt sich von ihm, als sie in der Folge der Aktivitäten des Toten erfährt, dass ihr Mann eine Beziehung mit einer Aushilfssekretärin hatte. Und so verliert Brockmüller gegen die Übermacht des toten kleinen Mannes alles, was ihm im Leben lieb und wichtig war. Erst am absoluten Tiefpunkt seiner körperlichen und psychischen Verfassung gelingt ihm die Wende.
Brockmüller macht eine Entdeckung, die hilft, die Verstrickungen des Falles zu lösen. Damit ist er frei von allen Anschuldigungen. Aus Dank dafür versuchen die Kommissare in das Schicksal einzugreifen - ähnlich wie Ossianowski, nur mit positiven Vorzeichen. Mit dem Ziel der Versöhnung arrangiert man eine zufällige Begegnung zwischen Brockmüller und seiner Frau. Aber so einfach klappt das nicht: Zwar darf sich Brockmüller das neugeborene Kind ansehen, dann aber geht seine Frau doch allein nach Haus. Die Kommissare, die den Vorgang beobachtet haben, sind enttäuscht. Was sie nicht sehen: Annelie bleibt an der nächsten Ecke stehen und wartet auf ihren Mann. Der kann sein Glück kaum fassen.

Quelle: ARD, www.ard.de

Ein Toter führt Regie

Darsteller:  Dietmar Bär   als Fred Brockmüller
  Nina Kronjäger   als Annelie Brockmüller
  Paul Faßnacht   als Kommissar Mannhardt
  Josef Heynert   als Olscha
  Gilbert von Sohlern   als Eugen Zumpe
  Sandra Steffl   als Beate Lux
  Simon Licht   als Thorne Kuhring
  Peter Luppa   als Ossianowski
  Mirja Mahir   als Gabi Groß
  Andrea Jolly   als Jutta Zumpe
 
Regie:  Peter Kahane  
Drehbuch:  Peter Kahane  
Produzent:  Sven Woldt  
Buchvorlage:  Horst Otto Oskar Bosetzky  
Kamera:  Peter Badel  
Musik:  Tamás Kahane  

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