Verzwickter Psychothriller um ein Paar, dessen Ehe von der attraktiven und unberechenbaren Wohnungsnachbarin sabotiert wird. http://images.kino.de/flbilder/max98/bf98/bf11/b9811012/b150x150.jpg Ein tödliches Verhältnis

Filmdetails

Ein tödliches Verhältnis

Verzwickter Psychothriller um ein Paar, dessen Ehe von der attraktiven und unberechenbaren Wohnungsnachbarin sabotiert wird.


Ein tödliches Verhältnis
Start: 16.04.1998

Thriller

Deutschland 1998
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Julia Jäger
Floriane Daniel
Dominique Horwitz

Regie: Michael Bartlett
Verleih: Tobis

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Action
Humor
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Inhalt

Als die blonde, vom unerfüllten Kinderwunsch neurotisierte Jenny in Nachbarin Lisa eine enge Freundin findet, scheint Jennys Ehe und auch ihre mentale Gesundheit davon zu profitieren. Doch die Harmonie ist trügerisch, denn Lisas Beziehungsneid und ein traumatischer Vorfall in der Vergangenheit der Frauen hat blutige Konsequenzen.


Kritik

Ein tödliches Verhältnis

Große Erwartungen verband die Tobis einst mit diesem Stoff, der ursprünglich "Das kleine Mädchen, das vom Baum fiel" hieß, Aidan Quinn und Christiane Paul auf seiner Besetzungsliste führte und nun unter dem Titel "Ein tödliches Verhältnis" recht reißerisch und mit anderen Darstellern im österlichen Kinomarkt eingesetzt wird. Die Titel-Assoziation zu Ich-dränge-mich-in-deine-Beziehung-hinein-Filme wie "Eine verhängnisvolle Affäre" verkauft dieses Regiedebüt als Psychothriller. Ein Anspruch, den das filmische Mosaik aus Kindheitstrauma, Mord, Ehekrise und Beziehungsneid ob einem ins Komische abgleitenden Ton nicht erfüllen kann.

Durchaus animierend lockt diese Dreiecksgeschichte mit einem rätselhaften Beginn, der die Saat säen soll für später erwünschte Spannung und Zuschauermanipulation. In einem einsam gelegenen Haus verläßt eine junge Frau, deren Identität erst in den letzten Minuten gelüftet wird, den Schauplatz eines Dramas, das soeben mit zwei Leichen ein blutiges Ende gefunden hat. Im weiteren Verlauf fährt der Kinoerstling des Kaliforniers Michael Bartlett, dessen Filmografie bisher von Musik-Dokumentationen bestimmt wurde, in die Ehe der Berliner Ben (Dominique Horwitz, demnächst auch in "Frauen lügen nicht" zu sehen) und Jenny (Floriane Daniel, die talentierte Entdeckung aus "Winterschläfer"). Deren Beziehung leidet unter dem unerfüllten Kinderwunsch und Jennys daraus resultierender psychischer Störung. Mit Zwischenschnitten auf blitzende Messer oder Jennys Verhaltensexzentrik (Wannenbad im Sommerkleid) baut Autor Bartlett den blonden Engel als getarnten Teufel auf, bis Jennys neue Nachbarin Lisa (Julia Jäger) in bester "Weiblich, ledig, jung sucht"-Tradition Ansprüche auf Ben erhebt und sie auch im Bett manifestiert. Barbet Schroeders Thriller erweist sich als Bartletts bevorzugte Inspiration, ergänzt durch einen Schuß "Wenn die Gondeln Trauer tragen", der wieder einmal in seiner berühmten Sex-Montage als Vorbild dienen darf. Im Handlungsablauf unglaubwürdig und in der Zeichnung der Figuren recht plakativ, erinnert "Ein tödliches Verhältnis" nicht selten an Hark Bohms "Für immer und immer". Auch Bartlett läßt seine Darsteller in entscheidenden Situationen allein und vermag einen ernsten psychologisch-traumatischen Plotpoint nicht mit der gebotenen Seriosität zu behandeln. Die Identität des Mädchens, das vom Baum fiel (und vom Vater mißbraucht wurde), wird in den letzten Filmminuten verraten. Ihre problematische Biographie jedoch schon weitaus früher. kob.

Ein tödliches Verhältnis

Darsteller:  Julia Jäger   als Lise Ahrends/ Karen Leutner
  Floriane Daniel   als Jenny Ruebens
  Dominique Horwitz   als Ben Ruebens
  Rainer Strecker   als Leo Ruebens
  Dorothea Moritz   als Frau Prack
  Ingo Naujoks   als Leo
  Christiane Paul  
  Aidan Quinn  
 
Regie:  Michael Bartlett  
Drehbuch:  Michael Bartlett  
Produzent:  Horst Wendlandt  
  Susan Nielebock  
Ausf. Produzent:  Sabina Belcher  
Kamera:  Ekkehart Pollack  
Schnitt:  Sabine Brose  
  Etienne Boussac  
Musik:  Jens Holzkamp  
Produktionsdesign:  Sarah Horton  
  Marinus Haas  
  René Berndt  
Kostüme:  Anne Hoffmann  
Ton:  Manfred Banach  

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Julia Jäger

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