Originaltitel: Un homme et son chien
Frankreich 2008
Jean-Paul Belmondo
Hafsia Herzi
Julika Jenkins
Regie: Francis Huster
Einst war Charles (Jean-Paul Belmondo) ein angesehener Mann. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Da er sich mit seiner schmalen Rente keine Wohnung mehr leisten kann, lebt er in einem Zimmer bei seiner alten Freundin Jeanne (Julika Jenkins), der vermögenden Witwe seines verstorbenen besten Freundes. Seine Einkünfte bessert er mit dem Verkauf seiner letzten Habseligkeiten auf. Damit aber ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Charles' endgültiger sozialer Abstieg beginnt als Jeanne ihm eröffnet, dass sie erneut heiraten wird. Aus diesem Grund muss Charles, so sehr er ihr ans Herz gewachsen ist, sein Zimmer räumen. Zu stolz, andere Menschen um Hilfe zu bitten, bleibt ihm nur die Straße. Einziger Gefährte ist sein kleiner Hund, der auf den Namen "Hund" hört. Als Clochard zieht Charles durch die Gassen von Paris, sucht zaghaft Kontakt zu anderen Menschen, nur um ein ums andere Mal zu spüren zu bekommen, dass für eine gestrandete Existenz wie ihn kein Platz in der modernen Gesellschaft ist. Eine ungewöhnliche Beziehung verbindet ihn mit Leïla (Hafsia Herzi), dem jungen Hausmädchen von Jeanne. In den Gesprächen mit ihr findet er zu einer Würde, die ihm der Rest der Gesellschaft zu verwehren scheint. Eines Tages kommt er an den Punkt, an dem er nur noch eine Möglichkeit sieht, seinem Leben einen selbstbestimmten Abschluss zu geben. Zuvor aber gilt es, für seinen treuen Hund ein neues Herrchen zu finden.
Sieben Jahre nachdem er mit 69 einen schweren Schlaganfall erlitten hatte, meldete Jean-Paul Belmondo sich mit "Ein Mann und sein Hund", einem freien Remake des De-Sica-Klassikers "Umberto D.", als Schauspieler zurück. Die Rolle des mittellosen Witwers Charles, der mit seinem Hund auf der Straße lebt, scheint dem vom Leben Gezeichneten förmlich auf den Leib geschrieben. Und es ist ein Genuss, dem alternden "Bebel", wie die Franzosen ihn seit jeher liebevoll nennen, dabei zuzusehen, mit welchem Nuancenreichtum er diese Rolle verkörpert. Belmondos einstiges Leinwand-Image als Tausendsassa und lässiger Charmeur lässt seine Melancholie hier umso berührender wirken. So wird "Ein Mann und sein Hund" letztlich zur Hommage an eines der Urgesteine des französischen Kinos.
Quelle: ARD, www.ard.de
| Darsteller: | Jean-Paul Belmondo | als Charles | |
|---|---|---|---|
| Hafsia Herzi | als Leïla | ||
| Julika Jenkins | als Jeanne | ||
| Max von Sydow | als Eichholzer | ||
| Francis Huster | als Robert | ||
| Bruno Lochet | als Jean-Louis | ||
| Sarah Biasini | als Gina | ||
| Emmanuelle Riva | als Thérèse | ||
| Daniel Prévost | als Achab | ||
| Françoise Fabian | als Yvonne | ||
| Pierre Mondy | als Battistin | ||
| Aurélien Wiik | als Lawrence | ||
| Robert Hossein | als Marcel | ||
| Charles Gérard | als Gérard | ||
| Michèle Bernier | als Frau in der Straßenbahn | ||
| Toscane Huster | als Rose | ||
| Pierre Cassignard | als Jean-Luc | ||
| Jean-Pierre Bernard | als Clochard | ||
| Sofiane Aouidef | |||
| Olivier Belmondo | |||
| Regie: | Francis Huster | ||
| Drehbuch: | Francis Huster | ||
| Murielle Magellan | |||
| Produzent: | Jean-Louis Livi | ||
| Kamera: | Vincent Jeannot | ||
| Schnitt: | Luciana Reali | ||
| Musik: | Philippe Rombi | ||
| Produktionsdesign: | Dominique André | ||
| Kostüme: | Claire Fraïssé | ||
| Ton: | François de Morant | ||
| Carl Goetgheluck | |||
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