Nach dem Familienurlaub auf Hawaii werden Frau und Tochter des Architekten Paul Kersey in New York vor der Haustür von drei Rockern überfallen. Kerseys Frau stirbt. Tochter Carol, die vergewaltigt wurde, erleidet einen Schock. Die Polizei ist hilflos. Kersey bekommt einen Colt geschenkt. Eines Abends wird er im Park überfallen und erschießt den Angreifer. Später provoziert er in Lokalen und in der U-Bahn Attacken und tötet. Da die öffentliche Meinung auf seiner Seite ist, wird der von der Polizei als Täter ermittelte Kersey nach Chicago abgeschoben.
In der letzten Einstellung hilft er einem von Rowdies belästigten Mädchen und richtet symbolhaft seine zur Pistole geformte Hand auf die Jugendlichen. Michael Winners "Death Wish" gehörte zu den umstrittensten Filmen, weil die im Kino applaudierte gnadenlose und planlose Selbstjustiz das von Cop Movies wie "Dirty Harry" und "The French Connection" gesetzte Maß überschritt. Die bis 1994 vier Nachfolgefilme formten in der Öffentlichkeit das Bild Bronsons als gnadenlosen Rächers, das ebenso eindimensional seine großen Leistungen verkennt.
| Darsteller: | Charles Bronson | ||
|---|---|---|---|
| Vincent Gardenia | |||
| William Redfield | |||
| Hope Lange | |||
| Steven Keats | |||
| Stuart Margolin | |||
| Regie: | Michael Winner | ||
| Drehbuch: | Wendell Mayes | ||
| Produzent: | Hal Landers | ||
| Michael Winner | |||
| Bobby Roberts | |||
| Kamera: | Arthur Ornitz | ||
| Musik: | Herbie Hancock | ||
Action ist Sylvester Stallones Metier. Nach seiner Krawallverfilmung "The Expendables" widmet sich der Rambo-Erfinder nun der Neuverfilmung des Bronson-Klassikers "Ein Mann sieht rot".
Nach "The Expendables" lässt Sylvester Stallone im Remake von "Ein Mann sieht rot" Luft ab (Foto: Kurt Krieger)
Geht es um Action, ist Sylvester Stallone genau der richtige Mann. Selbst mit über 60 Jahren zeigt Sly jüngeren Kollegen immer noch, wo der Hammer hängt. Beeindruckende Comebacks feierte der Action-König in jüngster Vergangenheit mit seinen Filmfiguren Rocky und Rambo. Das fünfte Rambo-Abenteuer ist bereits in Planung. In "The Expendables" lässt das Kraftpaket im nächsten Jahr sich und Action-Kollegen wie Dolph Lundgren, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis hochleben. Wer nun dachte, der Italian Stallion würde es nun etwas friedlicher angehen, täuscht sich. Jetzt widmet sich Stallone sogar der Neuverfilmung des Meisterwerks "Ein Mann sieht rot". Im Original brannten Charles Bronson die Sicherungen durch.
"Ich denke darüber nach", gibt Sylvester Stallone unumwunden zu und verrät weiter: "Das ist eine klassische Moralgeschichte. Darin schnappst du dir einen zivilisierten Mann, nimmst ihm alles weg, was ihm wichtig ist, bis er am Ende wieder primitiv wird." Eilig hat es der Kraftmeier damit jedoch nicht. Schließlich will er ein würdiges Remake abliefern. "Die Geschichte ist schon viele Male verfilmt worden. Wenn es gut gemacht ist, entsteht dabei ein emotional bewegendes Werk. Das Problem mit Neuverfilmungen ist, dass sich die Leute ins Original verlieben. Das ist wie mit Erdnussbutter: Wenn du versuchst, den Geschmack von Erdnussbutter zu verändern, steckst du in Schwierigkeiten." Welch schöner Vergleich!
Charles Bronson war einer der großen charismatischen Filmstars, dessen Stoizismus und ironische Lakonie in Abenteuerfilmen, Krimis und...
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