Richard Gere als Callboy . http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg Ein Mann für gewisse Stunden

Filmdetails

Ein Mann für gewisse Stunden

Richard Gere als Callboy .


ohne Abbildung
Start: 25.04.1980

Originaltitel: American Gigolo

Drama

USA 1980
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Richard Gere
Lauren Hutton
Hector Elizondo

Regie: Paul Schrader
Verleih: Paramount

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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lau

Inhalt

Julian Kay ist als gepflegter, eleganter, diskreter und charmanter Callboy der von älteren reichen Damen gefragteste Gigolo von Los Angeles. Er kann sich Luxuslimousinen und Luxuswohnung leisten und verkehrt in den besten Kreisen. Eines Tages gerät er in Verdacht, eine seiner Kundinnen ermordet zu haben. Julian hat kein Alibi für die Tatzeit, ist aber unschuldig. Erst die falsche Aussage der frustrierten Senatorengattin Michelle, in die er sich verliebt hat, bringt ihn wieder aus dem Gefängnis hinaus. Julians "echtes" Gefühlsleben ist gerettet.


Kritik

"American Gigolo" sollte mit John Travolta in der Hauptrolle entstehen, wurde aber das Sprungbrett für Richard Geres Karriere. Als smarter Callboy, der mit sanfter Überredungstechnik Frauen im Griff hat, erspielte er sich Weltruhm und ein Image, das den folgenden Rollen anhaftete. Der dritte Spielfilm von "Taxi Driver"-Autor Paul Schrader spielt gekonnt mit dem schönen Schein der mondänen Lokalitäten, in denen sich Gere bewegt. Der Titelsong "Call Me" von Blondie wurde ein Hit.

Ein Mann für gewisse Stunden

Darsteller:  Richard Gere  
  Lauren Hutton  
  Hector Elizondo  
  Nina van Pallandt  
  Bill Duke  
  Brian Davies  
  Robert Wightman  
 
Regie:  Paul Schrader  
Drehbuch:  Paul Schrader  
Produzent:  Jerry Bruckheimer  
Kamera:  John Bailey  
Musik:  Giorgio Moroder  

Therapie mit Jack

Sigmund Freud war kein großer Kinogänger. Das Medium Film war dem Psychoanalytiker eher suspekt, und er wäre wohl kaum auf den Gedanken gekommen, seinen Patienten Filme vorzuführen.

Großansicht Vorbild für alle Zwangsneurotiker: Jack Nicholson in "Besser geht's nicht" (Foto: Columbia Tristar)

Vorbild für alle Zwangsneurotiker: Jack Nicholson in "Besser geht's nicht" (Foto: Columbia Tristar)

Die Zeiten haben sich geändert: Wissenschaftlichen Berichten zufolge haben 90 Prozent der US-Psychotherapeuten mit ihren Patienten schon einmal über Filme gesprochen, und 76 Prozent empfahlen sogar, einen bestimmten Film anzuschauen.

Dass muss man sich ganz praktisch vorstellen: Klienten schauen solche Filme an, in denen ihr jeweiliges Problem Thema der Spielfilmhandlung ist. Für Selbstmordgefährdete eignet sich beispielsweise der Klassiker "Ist das Leben nicht schön?", in dem sich James Stewart an Heiligabend umbringen will. Das ist kein Witz, und die Befürworter der Filmtherapie sind überzeugt, dass sich Patienten mit ihrem Gefühlsleben intensiver auseinandersetzen, wenn sie mit entsprechenden Handlungselementen konfrontiert werden.

Großansicht Trügerische Familienidylle: "Kramer gegen Kramer" mit Dustin Hoffman und Meryl Streep (Foto: Atlas)

Trügerische Familienidylle: "Kramer gegen Kramer" mit Dustin Hoffman und Meryl Streep (Foto: Atlas)

Besser geht's mit Nicholson

Andere Experten halten dies für therapeutischen Hokuspokus, ohne empirisch gesicherte Erfolgsbelege. Wer dem Thema nicht ganz so abgeneigt ist, kann sich auf der Website www.admsep.org/cinema.html informieren. Dort finden sich diverse psychische Probleme und dazu passende Filme:

Wer etwa an posttraumatischen Störungen leidet, sollte sich "The Deer Hunter" zu Gemüte führen. Bei Menschen mit Angstzuständen soll "Geboren am 4. Juli" eine therapeutische Wirkung haben. "Besser geht's nicht" mit Jack Nicholson eignet sich zur Bekämpfung von - was sonst? - Zwangsneurosen. Bei Familienproblemen eignen sich je nach Situation "Kramer gegen Kramer" oder "Betrug".

Großansicht "Thank You for Smoking" - eine herrlich bissige Satire über das US-Zigarettenbusiness (Foto: Fox)

"Thank You for Smoking" - eine herrlich bissige Satire über das US-Zigarettenbusiness (Foto: Fox)

Thank You for Not Smoking

Für Manisch-Depressive kommt eher "Mr. Jones" mit Richard Gere in Frage. Wer an sich Borderline-Symptome entdeckt, sollte auf "Eine verhängnisvolle Affäre" zurückgreifen. Scorseses "Taxi Driver" könnte bei Schizophrenie heilsam wirken. Narzissten wird "Jerry Maguire - Spiel des Lebens", "Alfie", "Ein Mann für gewisse Stunden" oder "Citizen Kane" verschrieben.

Auch anderen Filmklassikern wie "Lawrence von Arabien" und "Vom Winde verweht" wird ein therapeutischer Nutzwert zugeschrieben. Für Cineasten, die gerade das Rauchen aufgeben wollen, empfiehlt sich "The Insider" oder "Thank You for Smoking". Männer, die von ihren Frauen unterdrückt werden, sollten sich "Norbit" anschauen. So gesehen, könnte die gute alte Unterteilung nach Genres wie Komödie oder Thriller bald ganz anders aussehen.

Star

Richard Gere

Früher stand Gere für Ekstase, heute vermittelt er Erleuchtung. Kaum ein Star vereint solche Widersprüche in sich: Buddhismus und Materialismus...

Star

Lauren Hutton

* 17.11.1943

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