Originaltitel: The Next Best Thing
USA 2000
Rupert Everett
Madonna
Benjamin Bratt
Regie: John Schlesinger
Verleih: Concorde
Yogalehrerin Abbie und der schwule Gärtner Robert sind beste Freunde. Nach einem Alkoholgelage kommt es zur einmaligen sexuellen Begegnung, die prompt zur Schwangerschaft führt. Die Freunde beschließen, das Kind gemeinsam großzuziehen, doch als Abbie sechs Jahre später ihren Traummann kennenlernt, kommt es zwischen den beiden zum Streit über das Sorgerecht für ihren Sohn.

15 Jahre nach ihrer ersten Rolle in "Susan... verzweifelt gesucht", einiger Kritikerhäme und -lob und einem Golden Globe für ihre Leistung in "Evita" später, tritt die größte Entertainment-Ikone unserer Tage Madonna einmal mehr vor die Kamera. In John Schlesingers tragikomischen Beziehungsdrama teilt sie sich das Scheinwerferlicht mit ihrem guten Bekannten Rupert Everett, der bereits in "Die Hochzeit meines besten Freudes" eine fast identische Rolle als homosexueller Freund der Heroine übernahm.
Schlesingers dezent-zurückhaltend umgesetzte Blick auf ein vermeintlich progressives Beziehungsgeflecht und die resultierenden Schwierigkeiten für alle Beteiligten erinnert an Nicholas Hytners "Liebe in jeder Beziehung". Dort ging es ebenfalls um die asexuelle Partnerschaft zwischen einer heterosexuellen Frau und einem homosexuellen Mann, der ihr hilft in einem unkonventionellen Arrangement ihr Baby als Vaterersatz großzuziehen. In "Ein Freund zum Verlieben" wird die Situation allerdings noch etwas verschärft, indem es zu einem einmaligen sexuellen Zusammentreffen zwischen den besten Freunden kommt, aus dem der gemeinsame Nachwuchs resultiert.
Abbie (Madonna) ist eine attraktive Yogalehrerin Ende 30, die erneut von einer Liebschaft verlassen wird. Sie heult sich bei ihrem besten Freund Robert (Everett) aus. Nach einem ausgelassenen Alkoholgelage kommt es zu besagtem One-Night-Stand. Dies setzt ihrer Freundschaft einen vorübergehenden Dämpfer auf, doch Robert erklärt sich alsbald zum Zusammenleben bereit. Sechs Jahre später: Ihr Sohnemann ist ein niedlicher Kerl, der unangenehme Fragen stellt: Weshalb Mami und Papi nicht in einem gemeinsamen Bett schlafen. Robert ist weiterhin (homo)sexuell aktiv, was der abstinenten Abbie eifersüchtige Stiche versetzt. Schließlich lernt jedoch auch sie mit Investmentbanker Ben (Julia Roberts' Pretty Man Benjamin Bratt) ihren Traummann kennen, woraufhin Robert auf die Barrikaden geht. Ein erbitterter Kampf um das Sorgerecht entbrennt.
Ab diesem Wendepunkt verlagert sich der bislang eher unbeschwerte Erzählton in melodramatische Gefilde, was Madonna und Everett die Chance gibt, ihren Figuren mehr Tiefe zu verleihen. Sollte man sich im Vorfeld eine scharfsinnige Analyse moderner Beziehungs-Befindlichkeiten erhofft haben, wird man enttäuscht. Dieser Film will vor allem unterhalten, leicht, anrührend, mit ein bißchen Charme - und ebenso strahlend hell, wie Los Angeles von den Filmemachern eingefangen wurde. Da mag nicht jeder Gag sitzen, gefällig und augenzwinkernd progressiv ist "Ein Freund zum Verlieben" doch. Und nicht zuletzt dank der Mitwirkung von Madonna ist die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gesichert. ara.
| Darsteller: | Rupert Everett | als Robert | |
|---|---|---|---|
| Madonna | als Abbie | ||
| Benjamin Bratt | als Ben | ||
| Michael Vartan | als Kevin | ||
| Josef Sommer | als Richard Whittaker | ||
| Lynn Redgrave | als Hele Whittaker | ||
| Malcolm Stumpf | als Sam | ||
| Neil Patrick Harris | als David | ||
| Illeana Douglas | als Elizabeth Ryder | ||
| Mark Valley | als Kardiologist | ||
| Suzanne Krull | als Annabel | ||
| Stacy Edwards | als Finn | ||
| Kimberley Davies | |||
| Linda Larkin | als Kelly | ||
| Jessica Sara | als Freundin | ||
| Regie: | John Schlesinger | ||
| Drehbuch: | Tom Ropelewski | ||
| Produzent: | Leslie Dixon | ||
| Linne Radmin | |||
| Tom Rosenberg | |||
| Koproduzent: | Marcus Viscidi | ||
| Richard S. Wright | |||
| Ausf. Produzent: | Gary Lucchesi | ||
| Lewis Manilow | |||
| Ted Tannebaum | |||
| Kamera: | Elliot Davis | ||
| Schnitt: | Peter Honess | ||
| Musik: | Gabriel Yared | ||
| Produktionsdesign: | Howard Cummings | ||
| David Lazan | |||
| Kostüme: | Ruth Myers | ||
| Ton: | Doug Axtell | ||
In den 90ern war sie nach Filmen wie "Die totale Erinnerung", "Basic Instinct" und "Sliver" DAS Sex-Symbol: Sharon Stone. In den letzten Jahren ist es aber recht ruhig um die hochintelligente Actrice geworden. Jetzt meldet sie sich mit zwei anspruchsvollen Independent-Projekten zurück.
So soll Stone im Agentenfilm "A Different Loyality" die Hauptrolle übernehmen. Sie würde die Frau eines russischen Spions spielen, den Rupert Everett ("Ein Freund zum Verlieben") verkörpert. Die erste Klappe fällt bereits im Herbst.
Für die Familiengeschichte "Liar's Club" würde Sharon mit dem Produzenten Jean-François Fonlupt zusammenarbeiten, der bereits für das gemeinsame Projekt "Simpatico" verantwortlich zeichnete.
Vielleicht schafft die attraktive Sharon ja auf diesem Weg, dass sich in Tinseltown wieder die Türen zu den Büros der Mächtigen für sie öffnen. Zu wünschen wäre es ihr allemal.
In Europa bereits mit Literaturverfilmungen und Beiträgen für das New British Cinema bekannt, war es die "Jane Bond", der schwule beste...
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