TV-Komödie: Eine sechsköpfige Familie erbt zwar ein wunderschönes Haus, doch inbegriffen sind zwei liebenswerte alte Untermieter, die sich als Meister des Psychoterrors entpuppen. http://images.kino.de/flbilder/max06/auto06/auto15/06150628/b150x150.jpg Ein Familienschreck kommt selten allein

Filmdetails

Ein Familienschreck kommt selten allein

TV-Komödie: Eine sechsköpfige Familie erbt zwar ein wunderschönes Haus, doch inbegriffen sind zwei liebenswerte alte Untermieter, die sich als Meister des Psychoterrors entpuppen.


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Inhalt

Familie Schubert hat ein Traumhaus geerbt. Einzige Bedingung: Sie müssen den Garten auf Vordermann bringen. Was sie nicht ahnen: Erbonkel Willi hat einem reichlich vierschrötigen Ehepaar ein Wohnrecht auf Lebenszeit eingeräumt. Die scheinbar reizenden Nachbarn entpuppen sich allerdings als Albtraum und machen den Schuberts und ihren vier Kindern das Leben zur Hölle; bis sich der Terror am Ende als abgefeimter Plan von Vetter Heinz entpuppt.


Kritik

Ein Familienschreck kommt selten allein

Nicht nur im Titel sind die Parallelen der Sat.1-Komödie "Ein Familienschreck kommt selten allein" zum Hollywood-Film "Der Apartmentschreck" nicht zu übersehen.

In der Komödie mit Ben Stiller und Drew Barrymore mietet ein Pärchen eine traumhafte Stadtwohnung; allerdings entpuppt sich die alte Nachbarin im Stockwerk drüber alsbald als Albtraum, der ihnen das Leben zur Hölle macht. Autorin Barbara Jago hat dem Ehepaar in der Sat-1-Variante noch vier Kinder angedichtet, doch ansonsten ist die Geschichte in den Grundzügen die gleiche. Aus dem Schriftsteller ist ein Programmier geworden, die alte Frau hat einen nicht minder vierschrötigen Gatten, und die Wohnung ist ein geerbtes Traumhaus mit wunderschönem Garten, den die Familie wieder auf Vordermann bringen muss, sonst ist das Erbe futsch. Die Übereinstimmungen gehen sogar bis ins Detail: Ein Wasserschaden führt zu einem plötzlichen Wasserfall, dem ein Laptop und damit die jüngste, existenzsichernde Arbeit des Programmierers zum Opfer fällt.

Nun können diese kleinen Anleihen all jenen, die das Original nicht kennen, natürlich völlig egal sein; Hauptsache, das Endergebnis ist amüsant. Und das ist der Film (Regie: Sibylle Tafel) durchaus, zumal Jago das Gerüst durch diverse eigene Einfälle erweitert hat. Ein bissiger Seitenhieb entlarvt beispielsweise das ganze Gejammer über das Demografiedebakel als pure Heuchelei, weil die sechsköpfige Familie zu Beginn bei ihrer Wohnungssuche überall abgewimmelt wird. Faszinierend ist auch die Idee, aus dem alten Ehepaar Theresa und Albert (Barbara Morawiecz, Ronald France), dem Erbonkel Willi ein Wohnrecht auf Lebenszeit garantiert hat, Magier im Ruhestand zu machen; eine entsprechende Vorführung für die Kinder, bei der am Ende Theresas Kopf erst scheinbar durchlöchert wird und dann durch die Luft schwebt, ist in höchstem Maße eindrucksvoll.

Selbst wenn einige der Gags einigermaßen brachial daherkommen (die Klospülung macht Krach wie eine Massenkarambolage auf der Autobahn; selbstredend leidet Albert unter Verdauungsproblemen) und man früh ahnt, wer tatsächlich hinter dem Nachbarschaftsterror steckt: Max Tidof und Anica Dobra sind ein recht sympathisches Paar, und so ist die Sat-1-Antwort auf den Hollywood-Film nicht zuletzt dank der deutlich komplexeren Charaktere letztlich sogar sehenswerter. tpg.

Ein Familienschreck kommt selten allein

Darsteller:  Max Tidof   als Christoph Schubert
  Anica Dobra   als Simone Schubert
  Marie Luise Stahl   als Lissy Schubert
  Barbara Morawiecz   als Theresa
  Ronald France   als Albert
  Gabi Scheibert   als Melissa Schubert
  Alexander Runge   als Marvin Schubert
  Florian Hodge   als Bobo Schubert
  Uwe Rohde   als Heinz
 
Regie:  Sibylle Tafel  
Drehbuch:  Barbara Jago  
Produzent:  Martin Ganz  
  Robert Stiemerling  
Koproduzent:  David Groenewold  

Star

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Anica Dobra

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