Originaltitel: Reservation Road
USA 2007
Joaquin Phoenix
Jennifer Connelly
Elle Fanning
Regie: Terry George
Verleih: Tobis
Der frisch geschiedene Dwight (Mark Ruffalo) erfasst mit erhöhter Geschwindigkeit nachts einen Jungen und begeht in Panik Fahrerflucht - denn er will nicht seinen geliebten Sohn an Ex-Frau Ruth (Mira Sorvino) verlieren. Collegeprofessor Ethan (Joaquin Phoenix) sieht hilflos zu, wie sein Kind stirbt. Er, seine Frau (Jennifer Connelly) und Tochter Emma (Elle Fanning) trauern. Da die Polizei keine echte Spur findet, verlangt es Ethan immer verzweifelter nach Vergeltung.
Eindringlich befasst sich Terry George ("Hotel Ruanda") erneut mit den verheerenden Folgen menschlicher Taten: Was Schuld, Trauer, Rache und Vergebung bei den psychologisch genau gezeichneten Figuren der stark aufspielenden Stars auslösen, beschreibt er mit emotionaler Wucht.
Schauspieler-Duo vom Feinsten: Joaquin Phoenix und Mark Ruffolo taumeln am Abgrund.
Nur eine Sekunde der Unachtsamkeit und nichts ist mehr, wie es einmal war. Der zehnjährige Josh wird von einem Auto auf nächtlicher Landstraße erfasst und stirbt noch an der Unfallstelle. Der Täter begeht Fahrerflucht.
Als die Polizei ihn nicht ermitteln kann, setzt sich Ethan (Joaquin Phoenix), der Vater des getöteten Jungen, auf die Spur des Mannes, der sein Leben und das seiner Familie zerstörte. Getrieben von einem immer größeren Durst nach Rache entfremdet ihn seine verbissene Suche zusehends von seiner Frau Grace (Jennifer Connelly) und seiner Tochter Emma (Elle Fanning).
Aber auch Dwight Arno, der Unfallfahrer (Mark Ruffalo), ist psychisch am Ende. Er stellt sich nicht, aus Angst, seinen Sohn an seine geschiedene Frau zu verlieren.
Zu allem Überfluss beauftragt Ethan Dwights Kanzlei mit dem Fall, er muss als Anwalt ermitteln. Schließlich kommt es zur ultimativen Begegnung zwischen den beiden Vätern.
| Darsteller: | Joaquin Phoenix | als Ethan Learner | |
|---|---|---|---|
| Jennifer Connelly | als Grace Learner | ||
| Elle Fanning | als Emma Learner | ||
| Sean Curley | als Josh Learner | ||
| Mark Ruffalo | als Dwight Arno | ||
| Mira Sorvino | als Ruth Wheldon | ||
| Gary Kohn | als Norris Wheldon | ||
| Eddie Alderson | als Lucas Arno | ||
| Antoni Corone | als Sergeant Burke | ||
| John Slattery | als Steve | ||
| Linda Dano | als Großmutter | ||
| Regie: | Terry George | ||
| Drehbuch: | Terry George | ||
| John Burnham Schwartz | |||
| Produzent: | Nick Wechsler | ||
| A. Kitman Ho | |||
| Ausf. Produzent: | Dean Levitt | ||
| Gina Resnick | |||
| Buchvorlage: | John Burnham Schwartz | ||
| Kamera: | John W. Lindley | ||
| Schnitt: | Naomi Geraghty | ||
| Musik: | Mark Isham | ||
| Produktionsdesign: | Ford Wheeler | ||
| Kostüme: | Catherine George | ||
| Casting: | Amanda Mackey Johnson | ||
| Cathy Sandrich Gelfond | |||
Bissig, spitzbübisch und hintergründig - so spottet sich Jon Stewart in seiner "Daily Show" in den USA durchs politische Tagesgeschehen.
Doch genau das, was Stewart einen millionenstarke Fangemeinde einbrachte, ließ der Comedian bei seiner recht bieder ausgefallenen Premiere als Oscar-Moderator 2006 weitgehend vermissen. Dass er nun erneut ran darf, ist wohl nur mit den noch bedeutend schlechteren Kritiken zu erklären, die seine Nachfolgerin Ellen DeGeneres für ihre entspannte bis langweilige Moderation in diesem Jahr bekam.
Und wer weiß: Wenn Stewart Anfangsnervosität und Respekt vor dem Moloch Filmgeschäft ablegt, zeigt er diesmal ja vielleicht sogar vor der versammelten Hollywood-Prominenz seine gewohnte Scharfzüngigkeit.
Einen Vorgeschmack, wer dann die heißesten Kandidaten auf die Goldstatuetten sein könnten, gab es kürzlich in Venedig. Das dortige Filmfestival hat sich inzwischen als Auftakt zur so genannten "Award Season" etabliert, der Zeit der großen US-Preisverleihungen, die in der Oscar-Show am 24.2.2008 ihren Höhepunkt findet.
So werden einige der Preisträger vom Lido schon jetzt hoch auf Oscars gewettet - allen voran der Festival-Gewinner "Gefahr und Begierde" von Ang Lee, Darsteller Brad Pitt für seinen ungewöhnlichen Westen "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" sowie die mutige Huldigung an Bob Dylan "I'm Not There". Und da Hollywood politisch links steht, wird Kritik am Irak-Krieg wie in Brian De Palmas "Redacted" oder "In the Valley of Elah" von Paul Haggis ebenfalls Hochkonjunktur haben. Wer bis Februar in den deutschen Kinos noch mögliche Oscar-Kandidaten sehen will, der sollte sich zudem schon mal folgende Filme vormerken:
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