In einem von der Jugendhaftanstalt aufgetragenen Anti-Gewalt-Training treffen der 16-jährige Deutsch-Palästinenser Muhamad, der 15-jährige Deutsche Kevin und ein 17-jähriger Deutsch-Ghanaer aufeinander. Sie alle haben mit ihren eigenen Vorstellungen über verletzte Ehre zu kämpfen. Immer steht dabei ein weiblicher Part im Mittelpunkt: die Mutter, die Schwester, die Ehefrau. Sie sind die Konfliktgegenstände, mit denen die Jugendlichen einander anfechten, über die sie ihre eigene Identität und ihr Ehrgefühl definieren und wieder herzustellen versuchen.

In dem Film von Aysun Bademsoy geht es nicht um die anklagende Zurschaustellung interkultureller, gesellschaftlicher Konflikte, die uns sofort angewidert an Ehrenmorde denken lassen. Vielmehr will er den Begriff der Ehre, der stets mit Emotionen und moralischen Zuschreibungen aller Art aufgeladen ist, vor unterschiedlichen soziokulturellen Hintergründen untersuchen. So gelingt es ihm, den Zuschauer auf der einen Seite zu berühren, auf der anderen Seite aber immer die analytisch-nüchternen Fakten im Blick zu behalten.
| Regie: | Aysun Bademsoy | ||
|---|---|---|---|
| Drehbuch: | Aysun Bademsoy | ||
| Kamera: | Nikola Wyrwich | ||
| Sven Jakob | |||
| Schnitt: | Clemens Seiz | ||
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.