Psychiatriedrama mit sehenswerten Leistungen von Winona Ryder und Angelina Jolie. http://images.kino.de/flbilder/max00/bf00/bf19/b0019994/b150x150.jpg Durchgeknallt - Girl, Interrupted

Filmdetails

Durchgeknallt - Girl, Interrupted

Psychiatriedrama mit sehenswerten Leistungen von Winona Ryder und Angelina Jolie.


Durchgeknallt - Girl, Interrupted
Start: 15.06.2000

Originaltitel: Girl, Interrupted

Drama

USA 1999
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Winona Ryder
Angelina Jolie
Jared Leto

Regie: James Mangold
Verleih: Columbia Tristar

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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lau

Inhalt

Nach einem vermeintlichen Selbstmordversuch landet die 17-jährige Susanna Kaysen 1967 in einer exklusiven psychiatrischen Privatklinik. Dort findet der Teenager Freunde, aber keinen Weg aus ihrer auch für sie unerklärlichen emotional-seelischen Krise. Erst als ein tragischer Vorfall Blockaden bricht, öffnet sich Susanna und wird dadurch befreit.


Kritik

Durchgeknallt - Girl, Interrupted

Ein Fragezeichen stünde "Durchgeknallt" gut, dem deutschen Verleihtitel für ein Drama über die möglichen verwischten Grenzen zwischen Nonkonformität und psychischer Verhaltensstörung. Schließlich bleibt auch James Mangolds Film über den zweijährigen Psychiatrieaufenthalt einer 17-jährigen undeutlich, ob die Orientierungs- und Gefühlskrise des Teenagers in einem typischen Entwicklungsstadium oder einer permanent depressiven Tendenz verwurzelt sind. Trotz des etwas reißerischen, provokanten Titels dürften die kommerziellen Möglichkeiten eines solchen Stoffes limitiert sein. Obwohl sich der Film gerade in der ersten Hälfte eher entspannt unterhaltsam gibt und sowohl Hauptdarstellerin Winona Ryder als auch Kollegin Angelina Jolie starke Leistungen zeigen.

Wie schon der thematisch verwandte, aber konfliktreichere und dramatischere Siebzigerjahre-Programmkinohit "Ich habe Dir nie einen Rosengarten versprochen" basiert "Durchgeknallt" auf realen Erlebnissen, die von den betroffenen Frauen später in erfolgreichen Büchern dokumentiert wurden und mit der Einlieferung nach einem Selbstmordversuch beginnen. Im Falle von "Durchgeknallt" ist der geplante Suizid nach Aussage der 17-jährigen Susanna Kaysen (Winona Ryder, als ausführende Produzentin mit dem Projekt seit Jahren verbunden) nur Behauptung, waren doch Alkohol und Aspirin eine unglückliche Verkettung, aber kein intendierter Fluchtweg. Beurteilen kann man das als Zuschauer nicht, denn Szenen vor der Einlieferung Ryders, die Persönliches, Emotionales, Intimes über ihre Figur oder deren Milieu verraten könnten, sind rar. So übernimmt man als Beobachter die Ausgangsposition der Betreuer eines exklusiven psychiatrischen Privatsanatoriums, von denen Whoopi Goldbergs Pflegerin eine prominentere Rolle spielt als Vanessa Redgraves Leiterin, deren Eingreifen sich auf wenige Momente beschränkt. Auffällig im Unterschied zu den typischen Genrevertretern wie "Rosengarten", Sam Fullers "Schock-Korridor" oder "Einer flog übers Kuckucksnest" ist die Abwesenheit von Bedrohung und Gewalt - sei es durch menschliche Übergriffe oder brutale Therapieformen. Gerade in der ersten Stunde, als Ryder Freundschaft mit anderen Patientinnen schließt, wirkt "Durchgeknallt" eher gelassen und konfliktarm, nicht unähnlich vertrauten Pensionatsfilmen, wie etwa im letzten Jahr "Mädchen an die Macht". Das löst Kopfschütteln aus, wenn Ryders Freund, zu Besuch im Sanatorium, warnt: "Sie brechen dich." Den spannenderen psychologischen Schauplatz bietet die Figur einer selbstzerstörerischen Rebellin ohne Hemmungen und moralische Schranken, die für Ryder zum Anker wird, aber auch die zentrale Tragödie auslöst, die Kaysen zur Öffnung zwingt und eine vergleichbar simple Lösung ihrer komplexer anmutenden Probleme ermöglicht. Angelina Jolie wurde für diese Rolle für einen Golden Globe nominiert - eine Auszeichnung, die auch Ryder verdient hätte, die im Unterschied zu Drehbuchautor und Regisseur James Mangold ("Copland") vielleicht die beste Leistung ihrer bisherigen Karriere zeigt. kob.

Durchgeknallt - Girl, Interrupted

Darsteller:  Winona Ryder   als Susanna
  Angelina Jolie   als Lisa
  Jared Leto   als Tobias Jacobs
  Clea DuVall   als Georgina
  Brittany Murphy   als Daisy
  Elisabeth Moss   als Polly
  Jeffrey Tambor   als Dr. Potts
  Vanessa Redgrave   als Dr. Wick
  Whoopi Goldberg   als Valerie
  Mary Kay Place   als Mrs. Gilcrest
 
Regie:  James Mangold  
Drehbuch:  James Mangold  
  Lisa Loomer  
  Anna Hamilton Phelan  
Produzent:  Douglas Wick  
  Cathy Konrad  
Koproduzent:  Georgia Kacandes  
  Susanna Kaysen  
Ausf. Produzent:  Winona Ryder  
  Carol Bodie  
Buchvorlage:  Susanna Kaysen  
Kamera:  Jack N. Green  
Schnitt:  Kevin Tent  
Musik:  Mychael Danna  
Produktionsdesign:  Richard Hoover  
  Jeff Knipp  
Kostüme:  Arianne Phillips  
Ton:  Jim Stuebe  

Angelina Jolie ist keine Märchenbraut

Wie Aschenputtel den Boden schrubben? Für Angelina Jolie ein Horrorvorstellung. Märchenhaftes liegt ihr nicht, sagt sie.

Großansicht Angelina Jolie sagt, sie sei keine Märchenprinzessin. Stimmt, sagt ein Insider: "Sie ist ist ein Psycho!" (Foto: Kurt Krieger)

Angelina Jolie sagt, sie sei keine Märchenprinzessin. Stimmt, sagt ein Insider: "Sie ist ist ein Psycho!" (Foto: Kurt Krieger)

Mit ihren sechs Zwergen hat Angelina Jolie Schneewittchen schon bald eingeholt. Prinz Brad Pitt ist auch schon da und überhaupt umgibt Hollywoods Hochglanz-Antwort auf die Kelly-Family eine märchenhafte Aura. Zu diesem Bild muss man kommen, wenn der Jolie-Pitt-Tross fotogen in venezianische Caféhäuser einfällt. Um sich auf dem Markusplatz einen Capucchino leisten zu können, muss man ja auch märchenhafte Reichtümer angehäuft haben.

Ein märchenhaftes Leben? Oder wenigstens eine Märchen-Figur spielen? Nix da, meint Angelina Jolie und lehnt derlei Rollen kategorisch ab: "Den Boden wischen wie Aschenputtel oder ein Ritter in glänzender Rüstung? Das ist nichts für mich, das sähe mir überhaupt nicht ähnlich!" Die Idee, eine Fee könne sie vom hässlichen Entlein zur Prinzessin machen, findet sie absurd.

"Sie ist ein Psycho" sagt ein Insider über Angelina Jolie

Action-Angie hat es lieber zart, zerbrechlich und bodenständig - eben so, wie sie selbst ist: "Ich spiele Frauen, die verletzlich sind. So wie in "Durchgeknallt - Girl, Interrupted". Da erleide ich einen totalen Zusammenbruch, werde für psychotisch gehalten, habe Narben auf der Seele, bin trotzdem taff." Zumindest das mit dem 'psychotisch' kauft ihr einer ihrer Ex-Bodyguards ab, der sich 'Bill' nennt und neulich aus dem Nähkästchen plauderte:

"Angelina Jolie hat eine öffentliche und eine private Seite. In Wahrheit ist sie egozentrisch und ein Kontrollfreak. Sie hat keinerlei Geduld, brüllt und kreischt herum - und rennt davon. Sie ist ein totaler Psycho!" berichtet 'Bill'. Was nun doch wieder eine Märchenfigur beschreibt. Passend dazu wird berichtet, dass Angelina Jolie für eine Rolle Interesse angemeldet hat, falls Tim Burton nach "Alice im Wunderland" auch "Dornröschen" verfilmt. Und zwar die der Hexe ...

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