Originaltitel: Dune
USA/Deutschland 2000
William Hurt
Saskia Reeves
Alec Newman
Regie: John S. Harrison
Man schreibt das 11. Jahrtausend. Auf dem Wüstenplaneten Arrakis, auch "Dune" genannt, tobt ein unerbittlicher Kampf um die Vorherrschaft. Von hier stammt die Droge "Spice", die begehrteste Substanz des ganzen Universums. Der finstere Baron Wladimir Harkonnen tötet Herzog Leto Atreides, der die Lehensherrschaft über den Wüstenplaneten besitzt, um selbst die Macht zu übernehmen. Allerdings kann Atreides Sohn Paul fliehen und findet bei den Fremen, rätselhaften Wüstenbewohnern, Unterschlupf, wo er von Stilgar unterstützt und beschützt wird. Von den Fremen als Messias gefeiert, bereitet er gemeinsam mit den Wüstenbewohnern den Rachefeldzug gegen Harkonnen vor.

Die von John Harrison inszenierte Mini-Serie fiel eher enttäuschend aus. Die Darsteller, allen voran der wenig überzeugend agierende Hauptdarsteller Alec Newmann, mussten mit hölzernen Dialogen kämpfen, Ausstattung und Effekte ließen das niedrige TV-Budget allzu deutlich werden. Folglich fiel die amerikanische Produktion, in der Uwe Ochsenknecht als Freme Stilgar mitwirkte, bei vielen Kritikern durch. Trotzdem wollten die Fans den Dreiteiler nach Frank Herberts Roman-Vorlage sehen. Die Mini-Serie bescherte dem Sci Fi Channel eine der höchsten Einschaltquoten seiner Geschichte.
| Darsteller: | William Hurt | als Duke Leto Atreides | |
|---|---|---|---|
| Saskia Reeves | als Lady Jessica | ||
| Alec Newman | als Paul Atreides | ||
| Giancarlo Giannini | als Emperor Shaddam IV. | ||
| Muriel Baumeister | als Prinzessin Irulan | ||
| Uwe Ochsenknecht | als Stilgar | ||
| Ian McNeice | als Baron Karkonnen | ||
| Barbara Kodetová | als Chani | ||
| Julie Cox | als Prinzessin Irulan | ||
| Regie: | John S. Harrison | ||
| Drehbuch: | John S. Harrison | ||
| Ausf. Produzent: | Richard P. Rubinstein | ||
| Mitchell Galin | |||
| Buchvorlage: | Frank Herbert | ||
| Kamera: | Vittorio Storaro | ||
| Produktionsdesign: | Miljen Kljakovic | ||
| Kostüme: | Theodor Pistek | ||
Der "Dune"-Stoff ist kultig wie Tolkiens "Herr der Ringe" und hat längst eine große Neuverfilmung verdient. Jetzt ist es wohl endlich soweit ...
Superstar Sting im hart kritisierten "Der Wüstenplanet" von 1984. Im neuen Film wird er wohl fehlen. (Foto: Constantin)
Es gibt so Bücher, die sind echte Herausforderungen für Filmemacher. Frank Herbert's Klassiker Der Wüstenplanet gehört dazu und selbst ein Top-Regisseur wie David Lynch biss sich 1984 beinahe die Zähne daran aus. Jetzt wirft Peter Berg, der zuletzt Hancock mit Will Smith ins Kino brachte, während eines Interviews vergangene Woche seinen Hut in den Ring: "Ich denke, ich habe eine ganz andere Erfahrung mit dem Buch als es David Lynch hatte und meine Interpretation wird ganz anders sein als seine oder die der TV-Miniserie. Lynchs Version konzentriert sich auf die Herrscherhäuser in Herberts Roman und deren Kampf um "Spice", das nur auf dem Wüstenplaneten Arrakis gewonnen werden kann. Berg sieht die Geschichte eher als episches Abenteuer. "Das Buch ist kraftvoller und abenteuerlicher, viel brutaler, aber auch lustiger."
Vor der kritischen "Dune"-Fanbase hat er keine Angst: "Das sind die Elemente meiner Erfahrungen mit dem Buch und ich bin sicher, dass das verfilmt werden kann, ohne die selbst die ganz harten Fans von Bene Gesserit und Kwisatz Haderach vor den Kopf zu stoßen." Bevor er loslegen kann, muß er aber seine aktuellen Projekte zuende bringen. Derzeit schreibt Berg für den TV-Sender NBC eine weitere Staffel der Football-High-School-Serie 'Friday Night Lights' (sein Spielfilm mit gleichem Titel schaffte es nicht ins Kino) und seine Dokumentation über die Eishockeylegende Wayne Gretzky muß noch geschnitten werden. "Der Wüstenplanet" wird kommen. Ich arbeite Tag und Nacht, damit das klappt".
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