Originaltitel: Dumb and Dumber
USA 1994
Jim Carrey
Jeff Daniels
Lauren Holly
Regie: Peter Farrelly
Verleih: Zorro
In dem Moment, als Mary die Limousine von Lloyd Christmas besteigt, ist der Volltrottel über beide Ohren verliebt. Als sie ihre Tasche in dem Wagen vergißt, macht er sich mit seinem nicht minder minderbemittelten Freund Harry Dunne von New York auf den Weg nach Colorado, um die Angebetete zu finden. Er kann nicht wissen, daß sich in der Tasche 100.000 Dollar Lösegeld für Marys entführten Mann befinden.

Die Weihnachtssaison des US-Kinos steht ganz im Zeichen der TV-erprobten Spaßvögel: Einzig die Weihnachtsmannklamotte "The Santa Clause" mit Tim Allen und der bombastisch blödsinnige Buddyfilm "Dumb and Dumber" mit Gummigesicht Jim Carrey und Jeff Daniels ("Speed") konnten die Erwartungen bislang mehr als erfüllen und ein Kassengeläut von festlichen Ausmaßen verbuchen. Regisseur Peter Farrelly stimmt mit seinem Filmdebüt "Dumber and Dumber" eine schonungslos witzige Humorhymne auf die geistige Inkompetenz im fortgeschrittenen Stadium an und beschert dem allgegenwärtigen Jim Carrey nach "Ace Ventura" und "Die Maske" den dritten Blockbuster binnen Zwölfmonatsfrist. "Dumb and Dumber" ist die Idiotie von Forrest Gump im Quadrat: Dumm ist, wer Dummes tut. Farrelly macht von dieser Weisheit nach Herzenslust Gebrauch. Dabei wird jedes noch so abgegriffene Klischee einer Frischzellenkur unterzogen, vor allem diverse Unpäßlichkeiten des menschlichen Verdauungstraktes wie Blähungen und Durchfall nehmen eine zentrale Rolle im unablässigen Dauerfeuer der gehobenen Hirnrißkomik ein. Selbst ein kruder Blindenwitz mit einem Wellensittichkadaver findet im Badezimmerhumorbombardement treffsicher sein Ziel. Trotz der oftmals vulgären Natur der Gags verfügt diese Kalauerkomödie über eine ausgewogene Portion an Charme und Spontaneität, was vorwiegend der liebenswerten Unschuld zu verdanken ist, mit der die beiden Protagonisten ihre Streiche ausführen. Carrey ähnelt in seiner Rolle als duseliger Chauffeur Lloyd Christmas nicht nur rein äußerlich einer Kreuzung aus der Slapstick-Ikone Jerry Lewis und der "Mad"-Comicfigur Alfred E. Neumann - seines Zeichens die Personifizierung der Idiotie schlechthin. Als Lloyd sich in die schnuckelige Mary Swanson (Lauren Holly) verknallt, verfolgt er sie mit ihrem im Flughafen zurückgelassenen Koffer und seiner hündischen Verehrung von New York nach Aspen. Auf der Reise begleitet ihn sein bester Freund Harry Dunne (Jeff Daniels, dessen Struwelpeterfrisur und dämlicher Gesichtsausdruck allein zum Schreien komisch sind) in einem als Hund (!) dekorierten Kleinbus. Dabei ahnt das Dumpfbackenduo zunächst nicht, daß sich in dem Koffer das Lösegeld für Marys entführten Ehemann befindet und sie sich damit die Unbill der Kidnapper aufhalsen. Auf Umwegen und nach etlichen Zusammenstößen mit Rednecks und dem starken Arm des Gesetzes im Skiparadies angelangt, buhlen beide eifersüchtig um die Gunst Marys. Vor allem die komödiantische Leistung der Hauptdarsteller sollten auch in Deutschland eine ähnliche "Dumb and Dumber"-Manie auslösen, wie sie gerade die USA befallen hat. ara.
| Darsteller: | Jim Carrey | ||
|---|---|---|---|
| Jeff Daniels | |||
| Lauren Holly | |||
| Teri Garr | |||
| Karen Duffy | |||
| Mike Starr | |||
| Charles Rocket | |||
| Victoria Rowell | |||
| Cam Neely | |||
| Felton Perry | |||
| Regie: | Peter Farrelly | ||
| Drehbuch: | Peter Farrelly | ||
| Bennett Yellin | |||
| Bobby Farrelly | |||
| Produzent: | Charles B. Wessler | ||
| Brad Krevoy | |||
| Steve Stabler | |||
| Ausf. Produzent: | Gerald T. Olson | ||
| Aaron Meyerson | |||
| Kamera: | Mark Irwin | ||
| Musik: | Todd Rundgren | ||
Siamesische Zwillinge, Fettsäcke, Dummköpfe: Peter Farrelly macht vor keinem Tabu halt, politische Korrektheit Fehlanzeige. Nun wagt er sich gar an die Kombination aus körperlicher Missbildung und derbem Genitalwitz.
Seit "Dumm und Dümmer" steht der Name Peter Farrelly für die absolut respektlose Sorte Humor. Ein Ruf, den er mit Werken wie "Verrückt nach Mary", "Unzertrennlich" und zuletzt "Nach 7 Tagen ausgeflittert" zementiert hat.
Doch was der Klamaukmeister nun gedreht hat, ist selbst für Farrelly-Verhältnisse ein starkes Stück: In seiner neuen Episodenkomödie zeigt er Superstar Hugh Jackman als Mann, dessen Hoden nicht anatomisch korrekt im Schritt baumeln, sondern direkt unter dem Kinn.
Kate Winslet hat dabei das zweifelhafte Vergnügen, mit Hugh Jackman ein Rendezvous zu erleben. Das Seltsame dabei: Außer ihr scheint niemand die unglaubliche Missbildung ihres Gegenübers zu bemerken!
Das Ganze ist einer von mehreren Kurzfilmen, die Peter Farrelly zu einer noch unbetitelten Episodenkomödie verknüpft. Zumindest die Geschichte mit Hugh Jackman und Kate Winslet hat aber schon einen Namen: "The Catch", was soviel bedeutet wie "Der Haken an der Sache".
In weiteren Episoden werden neben Jackman und Winslet unter anderem Gerard Butler, Naomi Watts und Sam Rockwell zu sehen sein. Auch Gastregisseure sind am Werk, so zum Beispiel "Rush Hour"-Macher Brett Ratner und "Spider-Man"-Schönheit Elizabeth Banks mit ihrem Regie-Debut.
"Zombieland"-Darstellerin Emma Stone, die ebenfalls in einem der Kurzfilme mitspielt, zeigt sich von "The Catch" begeistert: "Die Episode mit Hugh Jackman und Kate Winslet ist die einzige außer meiner eigenen, die ich bisher gesehen habe. Ihr werdet nicht glauben, was ihr da zu sehen bekommt, es ist so verdammt lustig! Das ist wirklich unglaublich krasser Humor!"
Nun mag man über diese Art Witz geteilter Meinung sein. Aber es ist das erste Mal, dass anerkannte Schauspieler vom Range Hugh Jackman und Kate Winslet mit Peter Farrelly arbeiten. Also muss schon irgendwas dran sein an dem schrägen Genitalspaß ...
Mit der Gesichtsgymnastik eines gurgelnden Gummischlauchs und als anarchischer Körperverrenker mit garantierter Turbokomik übertrifft Jim Carrey...
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