Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Bestsellers von Sabine Kuegler. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto51/10510205/b150x150.jpg Dschungelkind

Filmdetails

Dschungelkind

Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Bestsellers von Sabine Kuegler.


Dschungelkind
Start: 17.02.2011

Drama / Abenteuer

Deutschland 2010
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Stella Kunkat
Thomas Kretschmann
Nadja Uhl

Regie: Roland Suso Richter
Verleih: Universal

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Inhalt

Die achtjährige Sabine wandert mit ihrer Familie nach West- Papua aus, wo der Vater als Sprachforscher arbeitet. Dank ihres offenen Wesens gelingt es Sabine schon bald, Kontakt mit gleichaltrigen Eingeborenen zu knüpfen. Als die Familie jedoch einen verletzten Jungen, der einem feindlichen Stamm angehört, bei sich aufnimmt, gerät sie zwischen die Fronten. Jahre später, Sabine ist inzwischen 16, muss sich die junge Frau entscheiden: Will sie weiterhin im Dschungel leben oder in eine Zivilisation zurückkehren, die ihr fremd ist.


Kritik

Dschungelkind

Roland Suso Richter macht aus Sabine Kueglers autobiografischem Bestsellerroman ein Culture-Clash-Abenteuer mit guten Darstellern vor exotischer Kulisse.

Dank seiner exotischen Schauplätze und der unkonventionellen Culture-Clash-Konstellation empfahl, ja drängte sich der internationale Bestseller geradezu für eine Leinwand-Adaption auf. Diese Option wurde von Roland Suso Richter, seit einem guten Jahrzehnt ein Garant für quotenträchtige TV-Events ("Der Tunnel", "Dresden", "Mogadischu"), gezogen. Der vielseitige Filmemacher, der zwar selten Kinofilme macht, aber stets in Kinobildern denkt, versteht es, das Optimum aus der literarischen Vorlage herauszuholen. Er unterteilt die faszinierende Geschichte der achtjährigen Sabine, die mit ihren Eltern und den beiden Geschwistern nach West-Papua auswandert, wo der Vater die Sprache eines zurückgezogen im Urwald lebenden Eingeborenenstammes erforschen will, in zwei bis drei Minuten kurze Episödchen, die er mit zwischentiteln wie "Unser Heim", "Der Fluch" oder "Der erste Krieg" überschreibt. Obwohl die Ureinwohner den weißen Eindringlingen zunächst sehr skeptisch gegenüberstehen, gelingt es Sabine dank ihres offenen und neugierigen Wesens allmählich Kontakt mit Gleichaltrigen zu knüpfen. Als die Familie jedoch einen Jungen, der bei einer Auseinandersetzung zweier feindlicher Stämme schwer verletzt wurde, bei sich aufnimmt, gerät sie zwischen die Fronten und somit selbst in Gefahr. Nur dem besonnenen Auftreten von Sabines Vaters ist es zu verdanken, dass der Streit nicht eskaliert. Jahre später, Sabine ist inzwischen 16, muss sich die junge Frau entscheiden. Will sie weiterhin im Dschungel, den sie wie ihre Westentasche kennt, leben oder zurückkehren in eine Zivilisation, aus der sie zwar stammt, die ihr aber völlig fremd ist.

Wie Hermine Huntgeburth, die vor fünf Jahren mit der ähnlich gearteten Bestsellerverfilmung "Die weiße Massai" mehr als 2,2 Millionen Besucher in die Kinos lockte, findet auch Richter die passenden Bilder für seine Geschichte vom Zusammenprall der Kulturen. Und die sind mal gruselig wie etwa die verwesende Leiche eines Eingeborenen am Wegesrand, mal poetisch wie der Papierflieger, der zu einer ersten Annäherung zwischen den Völkern führt, und mal urkomisch, wenn die Kinder nach dem großen Regen eine Böschung zur "Schlammrutsche" umfunktionieren. Dankbare Culture-Clash-Situationen ergeben sich auch, wenn mitten in der Wildnis plötzlich "Ihr Kinderlein kommet" auf der Blockflöte gespielt wird oder die Kuegler-Geschwister bei ihrem einzigen Deutschlandbesuch zum ersten Mal in ihrem Leben mit Schneeflocken in Berührung kommen. Dass Klischees geschickt umschifft werden, ist auch ein Verdienst der Darsteller, von denen sich vor allem Naturtalent Stella Kunkat (als junge Sabine) und Nadja Uhl als traditionsbewusste und im positiven Sinne gluckenhafte Mutter Bestnoten verdienen. Und schließlich zeigt uns Roland Suso Richter auf wunderbare Weise wie man in einer einzigen Einstellung im Kino Zeit vergehen lassen kann. Er lässt die Kinder ins Wasser springen und wenn sie ein paar Sekunden später wieder auftauchen, sind aus ihnen Jugendliche geworden. lasso.

Dschungelkind

Darsteller:  Stella Kunkat   als Sabine Kuegler, jung
  Thomas Kretschmann   als Klaus
  Nadja Uhl   als Doris
  Sina Tkotsch   als Sabine Kuegler, 16 J.
  Tom Hoßbach   als Christian , jung
  Sven Gielnik   als Christian,14 J.
  Milena Tscharntke   als Judith, jung
  Emmanuel Simeon   als Auri, jung
  Felix Tokwepota   als Auri, 17 J.
  Tina Engel   als Oma
  Isolde Barth   als Direktorin
  Clara Dolny   als Susanne
  Géraldine Raths   als Elke
  Sebastian Werninger  
  Michael Baral   als Michael
 
Regie:  Roland Suso Richter  
Drehbuch:  Prof. Richard Reitinger  
  Natalie Scharf  
  Beth Serlin  
  Florian Schumacher  
Produzent:  Wolf Bauer  
  Thomas Peter Friedl  
  Prof. Nico Hofmann  
  Dr. Jürgen Schuster  
  Natalie Scharf  
Koproduzent:  Hans-Wolfgang Jurgan  
Ausf. Produzent:  Sebastian Werninger  
Buchvorlage:  Sabine Kuegler  
Kamera:  Holly Fink  
Schnitt:  Bernd Schlegel  
Musik:  Annette Focks  
Kostüme:  Esther Walz  
Maske:  Gregor Eckstein  
  Jeanette Latzelsberger  
  Elke Lebender  
Casting:  Nina Haun  
  Greg Apps  
  Jacqueline Rietz  

Star

Thomas Kretschmann

Am besten sieht er in langen dunklen Mänteln und in Uniform aus, weil er seine sportliche Figur beherrscht und kerzengerade...

Star

Nadja Uhl

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