Von Sylvester Stallone verfasstes und mitproduziertes Actiondrama, das in in der schnellen Welt des Autorennsports angesiedelt ist. http://images.kino.de/flbilder/max01/mbiz01/mbiz27/z0127807/b150x150.jpg Driven

Filmdetails

Driven

Von Sylvester Stallone verfasstes und mitproduziertes Actiondrama, das in in der schnellen Welt des Autorennsports angesiedelt ist.


Driven
Start: 15.11.2001

Action

USA 2001
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sylvester Stallone
Burt Reynolds
Kip Pardue

Regie: Renny Harlin
Verleih: Warner

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Ex-Rennfahrer Joe wird aus dem Ruhestand gerufen, um Jungspund Jimmy zu helfen die Meisterschaft zu gewinnen. Als Jimmys Erzrivale Beau seiner Verlobten Sophia den Laufpass gibt, beginnt er sie zu umwerben, was ihre Konkurrenz noch verschärft. Beim entscheidenden Meisterschaftsrennen kommt es zu einem Supercrash, bei dem die Rivalen zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind.


Kritik

Driven

Nachdem Adrenalinspezialist Renny Harlin ("Deep Blue Sea") und der in Ehren ergrauende Actionmacho Sylvester Stallone bereits dem lange verwaisten Genre des Bergfilms vor acht Jahren mit "Cliffhanger" ein beeindruckendes Comeback bescherten, nimmt sich das High-Octane-Duo nun den Rennfahrerfilm vor, den Stallone nach dem Underdog-Vorbild seines Klassikers "Rocky" gestaltete: Wieder einmal gilt es für alle Beteiligten, Chancen zu nutzen, die man eigentlich gar nicht hat.

Bewusst spielt Stallone als angeschlagener Ex-Rennfahrer Joe Tanto, der vom querschnittsgelähmten Teambesitzer Carl Henry (ein wächsern aussehender Burt Reynolds) aus dem Ruhestand gerufen wird, die zweite Geige in diesem Konzert der aufheulenden Turbos. Tanto soll den erfolgsversprechenden Jungspund Jimmy Bly (der sympathische Schönling Kip Pardue aus "Gegen jede Regel") helfen, seine Mitte zu finden, um die Meisterschaft gewinnen zu können. Die einleitende Einblendung der harten Fakten "900 Millionen Zuschauer. 250mph. 20 Rennen. 1 Meisterschaft." skizziert unmissverständlich, wo es hochtoruig lang geht. Persönliche Umstände, wie die Vergangenheit der einzelnen Figuren und wer mit wem was zu tun hatte, werden von Harlin in gewohnter Manier schnell abgehandelt. Dies gibt dem Regisseur, dem stets mehr an der Inszenierung von Maschinen als von Menschen gelegen ist, die Möglichkeit, sich auf die schnellen Schlitten und heißen Miezen (zahllose Aufnahmen von wippend-wogenden Boxenludern wurden - sicherlich zur Freude der Produzenten -untergebracht, konzentrieren. Als ästhetischer Augenschmaus zu fungieren, scheint auch die Hauptaufgabe der weiblichen Protagonistin zu sein, die mit Model Estella Warren besetzt wurde. Sie spielt Sophia, die Verlobte von Jimmys Erzrivalen Beau Brandenburg (Til Schweiger macht das Beste aus seiner ersten großen US-Rolle als stereotyp eiskalter Deutscher). Der Champion gibt ihr den Laufpass, um sich auf seine Karriere zu konzentrieren. Jimmy ergreift die Gelegenheit, Sophia zu umwerben, was die Konkurrenz zwischen den beiden Fahrern zusätzlich verschärft. Alldieweil donnert der internationale Rennzirkus von einem Austragungsort (Kanada, Japan, Deutschland, USA) zum nächsten, wo entweder Jimmy oder Beau gewinnt und zumindest ein spektakulärer, aus mehreren Winkeln gefilmter Crash stattfindet. Ein weiteres Highlight wird ebenfalls in PS-starken Rennwagen ausgetragen, als Jimmy mit Hochgeschwindigkeit, von Joe verfolgt, durch die Straßen von Chicago düst. Der Showdown findet beim entscheidenden Meisterschaftsrennen statt, wo es zu einem erneuten, in Zeitlupe gefilmten Supercrash kommt.

Stallone wirkt positiv entspannt in seiner Rolle als lebenserfahrener Mentor mit befleckter Vergangenheit. Bei seinem Skript versuchte er ebenfalls, so manches Klischee zu umgehen, indem es beispielsweise keinen typischen Bösewicht gibt (abgesehen vielleicht von Gina Gershon als bissige Ex-Ehefrau). Damit wird dem Actiondrama aber auch ein wenig von seinem emotionalen Zündstoff genommen und die Spannung jenseits der Rennbahn gedrosselt. Als Kompensation wird mit hektischer Kameraarbeit, wildem Schnellschnitt und einem nonstop dröhnenden Soundtrack aufgewartet. Dieser Frontalangriff auf die Sinne sollte Geschwindigkeitsjunkies allemal in die Gänge kommen lassen. ara.

Driven

Darsteller:  Sylvester Stallone   als Joe Tanto
  Burt Reynolds   als Carl Henry
  Kip Pardue   als Jimmy Bly
  Stacy Edwards   als Lucretia "Luc" Jones
  Til Schweiger   als Beau Brandenburg
  Gina Gershon   als Cathy Moreno
  Estella Warren   als Sophia Simone
  Cristián de la Fuente   als Memo Moreno
  Brent Briscoe   als Crusher
  Robert Sean Leonard   als DeMille Bly
  Verona Pooth   als Nina
  Jasmin Wagner   als Ingrid
 
Regie:  Renny Harlin  
Drehbuch:  Sylvester Stallone  
Produzent:  Elie Samaha  
  Sylvester Stallone  
  Renny Harlin  
Ausf. Produzent:  Andrew Stevens  
  Don Carmody  
  Kevin King  
Buchvorlage:  Jan Skrentny  
  Neal Tabachnick  
Kamera:  Mauro Fiore  
Schnitt:  Stuart Levy  
  Steve Gilson  
Musik:  BT  
Produktionsdesign:  Charles Wood  
  Chris Cornwell  
Kostüme:  Mary McLeod  
Ton:  John J. Thomson  

Renny Harlin anstelle von Paul Schrader

Das Prequel zum Horror-Klassiker "Der Exorzist" scheint doch noch auf die Beine zu kommen. Angeblich soll Renny Harlin nun die Nachfolge des gefeuerten Regisseurs Paul Schrader antreten.

Großansicht Treibt bald den Teufel aus: "Piratenbraut"-Regisseur Renny Harlin (Foto: Constantin)

Treibt bald den Teufel aus: "Piratenbraut"-Regisseur Renny Harlin (Foto: Constantin)

Zur Vorgeschichte: Nach jahrelangem Hickhack wagte sich Paul Schrader an "Exorcist: The Beginning". Der Autor ("Taxi Driver", "Wie ein wilder Stier" und Regisseur ("Auto Focus") schien der richtige Mann am richtigen Platz zu sein, brachte er doch das lang ersehnte Projekt endlich in Schwung.

Das Prequel zu William Friedkins Horrorklassiker "Der Exorzist" beschreibt den ersten Exorzismus, den der alte Priester Father Merrin, im Original gespielt von Max von Sydow, Jahrzehnte vor den Geschehnissen um die kleine Regan vornahm.

Acht Millionen für Nachdreh

Schrader drehte seinen Film ab und legte der Produktionsfirma Morgan Creek einen Rohschnitt vor. Dort jedoch missfiel Schraders philosophisch und religiös geprägte Exorzist-Version so sehr, dass die Geldgeber den Regisseur feuerten. Seitdem war man Hände ringend auf der Suche nach einem Nachfolger.

Und angeblich ist der nun gefunden: Renny Harlin soll es richten. Der finnische Actionspezialist ("Stirb langsam 2", "Cliffhanger") erfüllt genau das Anforderungsprofil von Morgan Creek, bemängelte man doch an Schraders Rohfassung, dass ganz einfach zu wenig passiere. Und auch in Sachen Horror hat Harlin Erfahrung aufzuweisen, schließlich inszenierte er bereits "A Nightmare on Elm Street 4" und "Deep Blue Sea".

Andererseits versenkte Harlin aber auch einige Filmprojekte in unnachahmlicher Art und Weise: "Die Piratenbraut" und "Driven" jagen heute noch den Studios den Angstschweiß auf die Stirn. Und ob die acht Millionen Dollar gut angelegt sind, die man ihm schnell noch für ein paar fetzige Action-Sequenzen an die Hand gab, wird sich erst noch herausstellen müssen.

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