Ryan Gosling
Carey Mulligan
Bryan Cranston
Regie: Nicolas Winding Refn
Verleih: Universum (24 Bilder)
Tagsüber arbeitet Driver unauffällig als Stuntfahrer in Hollywood, abends holt er sich seinen Kick, indem er Aufträge für die Mafia erledigt und sein Können als halsbrecherischer Fahrer von Fluchtautos unter Beweis stellt. Als einer der Raubzüge schiefgeht, gerät er unter Verdacht seiner Auftraggeber, die ein Kopfgeld auf ihn aussetzen. Fortan muss er beweisen, wie viel ihm an seinem Überleben gelegen ist.

Das Kino von Walter Hill und Michael Mann, Filme wie "Leben und Sterben in L.A." und "Der Einzelgänger" werden eindringlich in Erinnerung gerufen in der ersten großen Hollywoodproduktion des dänischen Regiewunderkinds Nicolas Winding Refn, das es mit seinem achten Film erstmals - endlich! - auf deutsche Leinwände schafft. Es ist ein cooler, kühler, unendlich faszinierender und hypnotisierender Film geworden, eine Reise buchstäblich ans Ende der Nacht, ein L.A.-Neo-Noir, vorangetrieben von einem pumpenden Eurosynth-Soundtrack, seinem lakonischen, zupackenden Ton und einer Besetzung, die so hip ist, dass es fast wehtut. Ein mit großem Stilwillen realisiertes Krimimärchen, dessen namenloser Held - er wird einfach "Driver" genannt und von Ryan Gosling als Steve McQueen mit Poker- und Babyface gespielt - ein einsamer Wolf mit einem ganz eigenen Ehrenkodex ist, wie die Hauptfiguren von Refns vorangegangenen Filmen "Bronson" und "Walhalla Rising", die den 41-jährigen Regisseur ganz nach oben in der Riege der jungen Wilden katapultierten. Während diese knorrigen Kerle sich jedoch in archaischen Machoritualen ergingen, ist Driver gezwungen, als erster Refn-Hero die Deckung aufzugeben: Er wickelt seine Arbeit - tagsüber als Stuntman für Hollywood und nachts als Fahrer für die Mafia - mit unbeteiligter Präzision ab, verliebt sich dann jedoch in seine Nachbarin, als würde er urplötzlich von einem William-Friedkin Movie in einen John-Hughes-Film stolpern: Carey Mulligan ist wie Molly Ringwald in "Sixteen Candles". Diese Liebe ist es, die Driver befreit, aber schließlich auch seinen Niedergang herbeiführt: Um sie zu retten, beteiligt er sich an einem riskanten Raubzug, der prompt schiefgeht und ihn auf einmal auf einen Kollisionskurs mit denen schickt, die eigentlich seine Auftraggeber sind. In einer jetzt schon legendären - und in Cannes mit Applaus bedachten - Szene in einem Fahrstuhl liegen heiße Küsse und exzessive Ultragewalt so nahe beisammen, wie man es seit "Wild at Heart" nicht mehr erlebt hat. Und doch verliert "Drive" nie den Boden unter den Füßen oder gar die Kontrolle übers Lenkrad: Refn - der selbst keinen Führerschein besitzt - steuert seinen Film mit der Übersicht eines Schachspielers durch sein Plotlabyrinth, bis hin zum intensiven Showdown, in dem Driver gegen seine Nemesis - ausgerechnet der sprichwörtliche Nebbish Albert Brooks gibt den unnachgiebigen Bösewicht - antritt. Auf dem Weg dahin werden angesagte Fernsehstars aus "Breaking Bad" und "Mad Men" verschlissen, kleine Tragödien am Rande erzählt und das Kino mit originellen Verfolgungsjagden und eindringlichen Bildern zelebriert, die einem Augen und Herz übergehen lassen: Mit Bleifuß rast "Drive" zum ewigen Kultstatus. ts.
| Darsteller: | Ryan Gosling | als Driver | |
|---|---|---|---|
| Carey Mulligan | als Irene | ||
| Bryan Cranston | als Shannon | ||
| Albert Brooks | als Bernie Rose | ||
| Oscar Isaac | als Standard Gabriel | ||
| Christina Hendricks | als Blanche | ||
| Ron Perlman | als Nino | ||
| Kaden Leos | als Benicio | ||
| Jeff Wolfe | als Tan Suit | ||
| James Biberi | als Cook | ||
| Russ Tamblyn | als Doc | ||
| Tiara Parker | als Cindy | ||
| Cesar Garcia | als José | ||
| Christian Cage | als Christian | ||
| Regie: | Nicolas Winding Refn | ||
| Drehbuch: | Hossein Amini | ||
| Produzent: | Michel Litwak | ||
| John Palermo | |||
| Marc E. Platt | |||
| Gigi Pritzker | |||
| Adam Siegel | |||
| Ausf. Produzent: | David Lancaster | ||
| Bill Lischak | |||
| Linda McDonough | |||
| Jeffrey Stott | |||
| Gary Michael Walters | |||
| Buchvorlage: | James Sallis | ||
| Kamera: | Newton Thomas Sigel | ||
| Schnitt: | Matthew Newman | ||
| Musik: | Cliff Martinez | ||
| Produktionsdesign: | Beth Mickle | ||
| Kostüme: | Erin Benach | ||
| Ton: | Robert Eber | ||
| Casting: | Mindy Marin | ||
Eigentlich ist Daniel Radcliffe eindeutig dem weiblichen Geschlecht zugeneigt. Aber für einen würde er wohl eine Ausnahme machen.
Trifft man den "Harry Potter"-Star und erwähnt den Namen Ryan Gosling, dann bekommt der 22-Jährige glänzende Augen und gerät ins Schwärmen. Daniel Radcliffe hat sich als riesengroßer Gosling-Fan geoutet und gab in einem Interview sogar zu, dass er den "Drive"-Star auch körperlich sehr attraktiv findet.
"Ich finde ihn großartig und man könnte sich bei ihm sicher sein, dass er auch danach noch nett wäre. Er scheint smart zu sein. Wenn ich schwul wäre, würde ich mir einen smarten Mann suchen", definiert Daniel Radcliffe seine Anziehung zu Ryan Gosling. Aber natürlich bewundert er vor allem dessen schauspielerisches Talent und Vielseitigkeit. Anscheinend würde Daniel Radcliffe gerne einen ähnlichen Weg einschlagen, auf dem man ihn in keine bestimmte Schublade stecken kann. So wie Ryan Gosling, der von Liebesdrama über Komödie bis hin zum Action-Thriller alles drauf hat.
Den ersten Schritt in diese Richtung machte Daniel Radcliffe mit dem Grusel-Thriller "Die Frau in Schwarz". Danach folgt eine Rolle als homosexueller Dichter in "Kill Your Darlings". Und danach vielleicht ein Action-Knaller à la "Drive"?
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