Originaltitel: Trois couleurs: bleu
Frankreich 1993
Juliette Binoche
Benoît Régent
Florence Pernel
Regie: Krzysztof Kieslowski
Verleih: Concorde
Nach dem Tode ihres Komponisten-Mannes und ihrer Tochter bei einem Autounfall bricht Julie alle Brücken zu ihrem bisherigen Leben ab. Sie zieht sich in absolute Anonymität zurück und will zunächst überhaupt nichts tun. Doch die Außenwelt kehrt in Gestalt einer Journalistin und eines Verehrers in ihr Leben zurück.

In diesem ersten - eigenständigen - Teil einer Filmtrilogie über die Schlagworte der französischen Revolution beleuchtet der Wahl-Franzose Krzysztof Kieslowski den Begriff der Freiheit. In düsteren, kühlen Farben offeriert der Regisseur in seinem perfekt inszenierten Film schließlich die Liebe als Allheilmittel.
| Darsteller: | Juliette Binoche | ||
|---|---|---|---|
| Benoît Régent | |||
| Florence Pernel | |||
| Charlotte Véry | |||
| Emmanuelle Riva | |||
| Hélène Vincent | |||
| Philippe Volter | |||
| Julie Delpy | |||
| Regie: | Krzysztof Kieslowski | ||
| Drehbuch: | Krzysztof Piesiewicz | ||
| Krzysztof Kieslowski | |||
| Produzent: | Marin Karmitz | ||
| Kamera: | Slawomir Idziak | ||
| Schnitt: | Jacques Witta | ||
| Musik: | Zbigniew Preisner | ||
| Ton: | Jean-Claude Laureux | ||
| William Flageollet | |||
Spätestens seit Uma Thurman nicht nur Bill killte, sondern schon vorher jede Menge anderer Übeltäter spektakulär niedermetzelte, hat das Thema Rache im Kino Hochkonjunktur.
So buhlen aktuell Kevin Bacon in "Death Sentence - Todesurteil" und demnächst Jodie Foster in "Die Fremde in dir" mit knackigen Vergeltungsfilmen um die Gunst des Publikums. Zum Reigen der Racheengel gesellt sich nun eine Französin, die als Spezialistin für Herzerwärmendes wie "Der englische Patient", "Chocolat" oder "Jet Lag" von sich reden gemacht hat: Juliette Binoche.
In "Another Kind of Silence" muss sie demnächst den Tod ihres Ehemannes und ihres Sohnes mit ansehen. Danach kennt sie nur ein Ziel: die Täter finden und bestrafen. Doch auf ihrem Rachefeldzug kommt die Witwe nach und nach zu einer wichtigen Erkenntnis, wie Binoche berichtet: "Sie merkt plötzlich, dass Rache keine Lösung ist und dass es eigentlich gar nicht das ist, was sie will."
Klingt also ganz so, als würde "Silence" kein reiner Abklatsch einer gedankenlosen Tarantino-Gewaltorgie - und für Binoche sicher eine Herausforderung: "Klar ist das eine sehr düstere Geschichte, aber als Schauspielerin sollte man alle Farben des Regenbogens darstellen können", gibt sich die Französin selbstbewusst. Dazu hat sie auch allen Grund, denn im Festival-Hit "Caché" musste sie sich zuletzt mit einem ähnlichen Thema befassen und zeigte dabei, dass sie seit "Die Liebenden von Pont-Neuf" und "Drei Farben: Blau" nichts verlernt hat.
Ihre Krankenschwester in Italien, die sich in dem Welterfolg "Der englische Patient" in einem verlassenen Kloster um den mysteriösen...
Die Blondine mit dem Engelsgesicht und der transparenten Haut, dem tranceartigen Blick und dem jugendlichen Lächeln pendelt in ihrer Filmarbeit...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.