Dennis Quaid
David Thewlis
Pete Postlethwaite
Regie: Rob Cohen
Verleih: UIP
10. Jahrhundert: Der schwerverletzte Prinz Einon, ein Schüler des heldenhaften Ritters Bowen, wird von einem Drachen gerettet. Als er sich danach zum Despot entwickelt, glaubt Bowen, daß der Lindwurm seinen Schützling verhext hat. Zornentbrannt entschließt er sich, alle Drachen des Königreichs zu töten. Draco, der letzte seiner Art, erweist sich jedoch als ebenbürtiger Gegner und die beiden werden Freunde. Bowen entdeckt, daß dieser Einon seinerzeit zwar gerettet, aber nicht vergiftet hat. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen den bösen König auf.

"You will Believe", verspricht der Werbeslogan des 58 Mio. Dollar teuren Fantasy/Ritter-Abenteuers von "Dragon - Die Bruce Lee Story"-Regisseur Rob Cohen. Woran genau man denn nun glauben soll, wird wohlweislich offengelassen, doch fest steht, daß der gigantische, exzellent computergenerierte Drache die unbestrittene Hauptattraktion der mittelalterlichen Moralfabel ist. Kein Wunder: Das sprechende Schuppentier wurde mit Stimme und Mimik von Sympathie-Superstar Sean Connery versehen.
Produzentin Raffaella De Laurentiis optionierte die Rechte an der sagen-haften Story bereits vor sieben Jahren. Nach der ungewöhnlich langen Entwicklungsperiode fanden die von zahlreichen Hindernissen heimgesuchten Dreharbeiten ausschließlich in Slowenienn statt, einem Land, das nicht gerade für seine Filmcrew-freundliche Infrastruktur bekannt ist. Hauptdarsteller Dennis Quaid war vor die schauspielerische Herausforderung gestellt, die Szenen mit seinem schuppengepanzerten Partner Draco alleine bestreiten zu müssen, da dieser ja erst später von den Spezialisten der Branchenführer ILM mit einem Kostenaufwand von 22 Mio. Dollar eingefügt wurde. Drehbuchautor Charles Edward Pogue spinnt um den letzten Drachen der Erde und seinen erbitterten Häscher, der zu seinem treuesten Verbündeten wird, eine facettenreiche Geschichte um Ritterlichkeit und Tapferkeit, der Rachsucht und Grausamkeit gegenüberstehen, und die schließlich in spiritueller Erlösung ihren Ausgang findet. Dabei greift Pogue auf etliche bekannte Ideenressourcen zurück: die prägnantesten Anleihen reichen von der König-Arthur-Legende über die Nibelungen bis hin zu "Robin Hood". Mit dem rustikalen Produktionsdesign und den recht simplen, doch effektiven Kostümen wurde ein entsprechendes Flair für die im zehnten Jahrhundert angesiedelte Heldenmär kreiert, das zudem mit majestätistischen Breitwand-Landschaftsaufnahmen heraufbeschworen wird.
Bowen (Quaid schlägt sich wacker als zweite Geige) war einst ein rechtschaffener Ritter, bis sein junger König Einon (David Thewlis aus "Naked" gibt ein exquisites Ekel ab) sich nach einer Transplantation einer Drachenherzhälfte zum Tyrannen entwickelt. Desillusioniert zieht Bowen fortan als furchtloser Drachentöter über die Lande - bis er schließlich dem letzten Untier gegenübersteht. Das unterbreitet ihm den Vorschlag, von nun an gemeinsame Sache zu machen. Gemeinsam kämpfen sie, unterstützt von Mönch Gilbert (Pete Postlethwaite sorgt für amüsante Auflockerung), der rebellischen Bauerntochter Kara (Dina Meyer) und nicht zuletzt der Königmutter (Julie Christie glänzt nach neunjähriger Leinwandabwesenheit), für die Befreiung der unterjochten Untertanen von der Tyrannei Einons.
Funken sprühen, sobald der charmant-liebenswerte Draco die Geschehnisse dominiert und mit Quaid ein formidabel-freundschaftliches Team bildet. Doch in den Auftrittspausen des feuerspeienden Fabelwesens werden dramaturgische Mängel deutlich. Ein Manko, das die Zuschauer in Anbetracht der so imposanten und zugleich charismatischen Fantasy-Kreatur sicherlich geflissentlich übersehen werden. ara.
| Darsteller: | Dennis Quaid | als Bowen | |
|---|---|---|---|
| David Thewlis | als Prinz Einon | ||
| Pete Postlethwaite | als Gilbert | ||
| Dina Meyer | als Kara | ||
| Julie Christie | als Königin Aislinn | ||
| Jason Isaacs | |||
| Brian Thompson | |||
| Lee Oakes | |||
| Wolf Christian | |||
| Terry O'Neill | |||
| Regie: | Rob Cohen | ||
| Drehbuch: | Charles Edward Pogue | ||
| Produzent: | Raffaella De Laurentiis | ||
| Ausf. Produzent: | David Rotman | ||
| Patrick Read Johnson | |||
| Kamera: | David Eggby | ||
| Schnitt: | Peter Amundson | ||
| Musik: | Randy Edelman | ||
Von Feen, Elfen, Zentauren und anderen fantastischen Wesen. Über Filme die sind, die waren und die noch kommen werden.
"Der Herr der Ringe" hat es vorgemacht: Alle drei Folgen der erfolgreichen Trilogie wurden zur Weihnachtszeit veröffentlicht und zogen das Kinopublikum in die Kinosäle. Mit der überaus erfolgreichen Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Romanen war klar: Fantasyfilme stehen ganz oben auf der Wunschliste des Publikums.
Doch läuteten "Die Gefährten" nicht alleine die neue Fantasy-Ära ein. Im selben Jahr kam auch das erste "Harry Potter"-Abenteuer in die deutschen Kinos und begeisterte die kleinen und großen Kinder. Vielleicht war aber auch gerade 2001 das Jahr - nach den Anschlägen in Amerika - in dem die Welt wieder mehr Fantasie brauchte. Auch die Fortsetzungen, in mehr oder minder regelmäßigen Abständen, sollten die Fans scharenweise ins Kino locken.
Während "Herr der Ringe" von 2001 bis 2003 jedes Jahr zur Weihnachtszeit die Geschichte des Rings weitererzählte, ließ sich der Zauberlehrling manchmal etwas mehr Zeit und verlegte schließlich 2005 mit "Harry Potter und der Feuerkelch" seinen Filmstart in den Sommer. Die Gründe sind unbekannt - dem Erfolg hat es aber nicht geschadet und auch der fünfte Teil startet am 12. Juli im Hochsommer.
Doch grundsätzlich nützen Fantasyfilme die Stimmung der Weihnachtszeit aus und legen ihre Kinostarttermine in die besinnliche Zeit. So kämpfte Löwe Aslan an der Seite der vier Pevensie-Kinder im Dezember 2005 um C.S. Lewis' "Narnia" und Drache Saphira flog mit "Eragon" im Dezember 2006 in die Kinos - beide Abenteuer waren ebenfalls Romanverfilmungen. Die Arbeiten an einer Fortsetzung von Narnia mit "Prinz Kaspian" haben bereits begonnen. Auch soll Christopher Paolinis "Eragon 2" seinen Weg auf die Kinoleinwand finden, allerdings gibt es dafür noch keinen Starttermin.
Er trägt ein charmantes und manchmal verwirrtes Siegerlächeln, ist der Typ der lockeren Verführung, der keiner Affäre abgeneigt ist und dabei...
Britischer Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller. Seit er 1993 als am sozialen Abgrund hängender Anti-Held in Mike Leighs Drifter-Drama...
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