Originaltitel: Kite Runner
USA 2007
Khalid Abdalla
Atossa Leoni
Shaun Toub
Regie: Marc Forster
Verleih: Paramount
Kabul 1978. Der ängstliche Amir (Khalid Abdalla), Sohn eines angesehenen, Mullah-kritischen Afghanen, und Hassan (Ahmad Mahmidzada), der mutige Nachwuchs seines Hausdieners, wachsen gemeinsam auf und sind enge Freunde. Beide triumphieren beim jährlichen Wettbewerb im Drachenfliegen. Die Freundschaft zerbricht, als Hassan in einer Gasse vergewaltigt wird und Amir ihm aus Angst nicht zu Hilfe eilt. Erst viele Jahre später erhält er die Chance, Abbitte zu leisten.
Khaled Hosseinis Bestseller über eine Kindheit in Afghanistan ist die Vorlage für ein anrührendes Melodram, bei dem Regie-Chamäleon Marc Forster ("Stay") wieder sein starkes emotionales Engagement beweist und einfühlsam von der menschlichen Tragödie eines geschundenen Landes erzählt.
Berührende Verfilmung von Khaled Hosseinis Bestseller über eine Kindheit in Afghanistan und ihr jähes Ende.
In der afghanischen Hauptstadt Kabul wachsen Amir (Khalid Abdalla), der ängstliche Sohn eines hoch geachteten, Mullah-kritischen Afghanen, und Hassan (Ahmad Mahmidzada), der mutige Nachwuchs des Hausdieners, 1978 gemeinsam auf. Trotz der Klassen- und Charakterunterschiede sind die Jungs beste Freunde, die beim jährlichen Wettbewerb im Drachenfliegen triumphieren.
Doch die Jahre der Unschuld enden abrupt und tragisch, als Hassan in einer Gasse der Stadt vergewaltigt wird, und Amir dies beobachtet, aber aus Angst nicht eingreift. Seine Scham macht ihn zum Intriganten, beendet die Freundschaft, begleitet ihn auch nach dem Einmarsch der Roten Armee, als ihm sein Vater auf der Flucht nach Pakistan Zivilcourage demonstriert. Die Chance, sich selbst vergeben zu können, eröffnet sich Amir viele Jahre später.
Einfühlsam adaptiert Marc Forster den Bestseller des Romandebütanten Khaled Hosseini. Die wichtigsten Beziehungen und Motive der Vorlage bleiben intakt, das emotionale Engagement für die Figuren und ihre uns unbekannte Welt ist jederzeit spürbar. An spektakulären Schauplätzen in China gedreht, zeigt dieses Melodram, wie eine gequälte Figur sich befreien kann und wie das vielleicht auch für ihre geschundene Heimat Realität werden kann.
| Darsteller: | Khalid Abdalla | als Amir | |
|---|---|---|---|
| Atossa Leoni | als Soraya | ||
| Shaun Toub | als Rahim Khan | ||
| Sayed Jafar Masihullah Gharibzada | als Omar | ||
| Zekeria Ebrahimi | als junger Amir | ||
| Ahmad Khan Mahmoodzad | als junger Hassan | ||
| Homayoun Ershadi | als Baba | ||
| Elham Ehsas | als junger Assef | ||
| Bahram Ehsas | als Wali | ||
| Nabi Tanha | als Ali | ||
| Tamim Nawabi | als Kamal | ||
| Mohamad Nabi Attai | als Onkel Saifo, der Drachenverkäufer | ||
| Regie: | Marc Forster | ||
| Drehbuch: | David Benioff | ||
| Produzent: | William Horberg | ||
| Walter F. Parkes | |||
| Rebecca Yeldham | |||
| E. Bennett Walsh | |||
| Ausf. Produzent: | Laurie MacDonald | ||
| Sidney Kimmel | |||
| Sam Mendes | |||
| Jeff Skoll | |||
| Buchvorlage: | Khaled Hosseini | ||
| Kamera: | Roberto Schaefer | ||
| Schnitt: | Matt Chesse | ||
| Musik: | Alberto Iglesias | ||
| Produktionsdesign: | Carlos Conti | ||
| Kostüme: | Frank Fleming | ||
| Ton: | Chris Munro | ||
| Casting: | Kate Dowd | ||
Noch nie waren sich unsere Filmredakteure so einig!
Normalerweise diskutieren wir uns in der Redaktion von KINO.DE leidenschaftlich die Köpfe heiß, wenn's um Filmgeschmack geht. Doch dieses Jahr waren wir uns nicht nur untereinander einig. Wir mussten beim Vergleichen der Stimmen für die Top Ten unseres Teams auch noch entsetzt feststellen, dass wir derselben Meinung sind, wie die Oscar-Jury - über die wir uns in der Vergangenheit schon oft gewundert bis schwarz geärgert hatten.
Doch "No Country for Old Men", die genial absurde Killer-Groteske der Coens gewann 6 Oscars - und 6 Top Ten-Erwähnungen unserer acht stimmberechtigten Redaktionskritiker (Michaela, Natalie, was ist eigentlich mit Euch los?). Zwar hatte nur einer den Film zu seinem absoluten Liebling erkoren (Bravo, Alex!), doch jeder, der "No Country" in der Liste hatte, platzierte ihn in den Top 3. Besonders beliebt war auch das Indie-Juwel "Juno" um einen schwangeren Teenager - und natürlich das Eventmovie des Jahres: "The Dark Knight". Hier die komplette Liste unserer Lieblingsfilme 2008:
Wir wünschen wundervolle Feiertage!
Das Team von KINO.DE
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.