Zweiteilige TV-Biografie über die revolutionäre Medizinerin Hope Bridget Adams. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto04/10040560/b150x150.jpg Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf

Filmdetails

Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf

Zweiteilige TV-Biografie über die revolutionäre Medizinerin Hope Bridget Adams.


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Inhalt

Hope Bridges Adams-Lehmann ist nicht nur eine Pionierin der Frauenbewegung, sondern gleichzeitig die erste Frau, die in Deutschland ein medizinisches Staatsexamen ablegt. Lange bevor dies offiziell zugelassen ist, praktiziert die Ärztin und Frauenrechtlerin in einer eigenen Praxis und schreibt 1896 einen aufsehenerregenden Gesundheitsratgeber für Frauen. Als sie in dem Arzt Carl Lehmann die Liebe ihres Lebens kennenlernt, bricht die Mutter einer kleinen Tochter erneut mit den Konventionen und lässt sich scheiden, um frei für Lehmann zu sein.


Kritik

Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf

Handwerklich gradlinig umgesetztes, historisch weitgehend akkurates Biopic um eine der Pionierinnen der Frauenbewegung, mit Hingabe verkörpert von Heike Makatsch.

Die Hoffnung soll sie nie aufgeben, rät der Vater auf dem Sterbebett, "Hope" habe er die Tochter nicht zuletzt deshalb genannt. Doch Hope Bridges Adams-Lehmann (Heike Makatsch) ist nicht jemand der hofft, sondern jemand der kämpft. Für ihre Überzeugungen, für Gerechtigkeit, für Gleichberechtigung und eine bessere Welt. Das war 1872 - hier setzt "Dr. Hope" ein - nicht selbstverständlich, waren damals Frauen den Männern noch Untertan und zahlreiche Berufstände ihnen verschlossen. Ärztinnen etwa durften sie nicht werden, denn "Frauen pflegen, Männer heilen". Das bekommt sie von Ludwig von Arnstetten (August Zirner), ihrem Widersacher fürs Leben, zu hören, als sie bei ihm an der Leipziger Universität vorspricht und bittet, das medizinische Staatsexamen ablegen zu dürfen.

Dieses Nein kann sie freilich nicht akzeptieren und so geht diese Pionierin der Frauenbewegung, die erste Frau, die in Deutschland als Medizinerin arbeitete in Martin Enlens historischem Zweiteiler unbeirrbar ihren Weg, legt das einengende Korsett nicht nur bildlich ab. Mit ihrem ersten Mann Otto Walther (Justus von Dohnányi) eröffnet die Gynäkologin zunächst eine Gemeinschaftspraxis in Frankfurt am Main, später, nach einer Tuberkuloseerkrankung, gründet sie im Schwarzwald ein Lungensanatorium und verliebt sich dort in ihren zweiten Ehemann, den kämpferischen Sozialdemokraten Carl Lehmann (Martin Feifel), dem sie nach München folgt, um dort gemeinsam mit ihm zu ordinieren.

Gradlinig haben die Autoren Christoph Callenberg, Torsten Dewi und Katrin Kaiser den Plot angelegt, chronologisch entspinnt sich die wechselvolle, stellenweise verkürzte Biografie der ungewöhnlichen Frau bis zu deren Tod 1916. Formal entsprechend geht Enlen vor: Schwarzblenden und Tafeln markieren Zeitsprünge, Ortswechsel werden mit Hilfe zeitgenössischer Schwarzweiß-"Postkarten" angekündigt, die mittels Überblendung zunächst Farbe annehmen und sich dann in Bewegung setzen. Aller Rest ist von Philipp Timme ("Ein Dorf schweigt") sauber und klar fotografierte Schaustellung der Titelheldin. Das hat zur logischen Folge, dass Makatsch, der man gerne zusieht, in jeder Szene präsent ist. Wobei die Tonalität wechselt - mal dominieren Heimatfilm-Gefühle, mal stehen die Zeichen auf Liebe und dann regiert wieder das Sozialdrama. Da spürt man vielleicht das Bemühen um ein breites Publikum - allein die bemerkenswerte Besetzung sollte dies aber garantieren. geh.

Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf

Darsteller:  Heike Makatsch   als Dr. Hope Bridget Adams
  Justus von Dohnányi   als Otto Walther
  Martin Feifel   als Carl Lehmann
  Tatjana Blacher   als Ellen Bridges
  Inka Friedrich   als Clara Zetkin, geb. Eissner
  August Zirner   als Ludwig von Arnstetten
  Oliver Breite   als Gregor Fernbach
  Monika Baumgartner   als Barbara Helbing
  Torben Liebrecht   als Friedrich von Arnstetten
  Cécile Bagieu   als Dorothea
  Franziska Schlattner   als Hebamme Irmlind
  Philipp Sonntag   als Dr. Amann
  Ernst Jacobi   als Richter in München
  Martin Umbach   als Hopes Anwalt
  Johannes Herrschmann   als Helbings Anwalt
  Julia Heinze   als Lotte
  Cornelia Saborowski   als Hebamme
  Vera Lippisch   als Lisbeth Fernbach
  Michael A. Grimm   als Dr. Hengge
  Walter Hess   als William Bridges
  Lilian Naumann   als Marianne Horn
  Peter Weiß   als Justizbeamter
  Gerd Lohmeyer   als Polizeibeamter München
  Kyra Mladeck   als Kaiserin Augusta
  Beate Jensen   als Frau Glubrecht
  Carolin Fink   als Viktoria von Arnstetten
  Erich Hallhuber sen.   als Dr. von Borscht
  Ulrich Boris Pöppl   als Sekretär der Kaiserin
  Kara McSorley   als Mara 1
  Lara Eder   als Mara 2
  Konstanze Proebster   als Agnes Brugger
  Lilly Forgách   als kranke Frau
  Michael Gempart   als Dr. Pierce
  Doris Buchrucker   als Tante Trömel
  David Zimmerschied   als Frieder
  Christian Hoening   als Herr Brugger
  Markus Kayl   als Burschenschaftler
  Bettina Zech   als Kriegskrankenschwester
  Robinson Reichel   als Max Horn
  Lilly Schmieder   als Tochter Brugger
 
Regie:  Martin Enlen  
Drehbuch:  Katrin Tempel  
  Torsten Dewi  
  Christoph Callenberg  
Produzent:  Claudia Rittig  
Ausf. Produzent:  Claudia Rittig  
Kamera:  Philipp Timme  
Schnitt:  Monika Abspacher  
Musik:  Dieter Schleip  
Produktionsdesign:  Su Proebster  
Kostüme:  Maria Dimler  

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