TV-Krimi nach Donna Leons gleichnamigem Roman. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto16/08160018/b150x150.jpg Donna Leon: Die dunkle Stunde der Serenissima

Filmdetails

Donna Leon: Die dunkle Stunde der Serenissima

TV-Krimi nach Donna Leons gleichnamigem Roman.


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Inhalt

Gerade noch hatte eine Studentin Brunetti um Rat gebeten, nun ist sie tot. Sie wollte ein Wiederaufnahmeverfahren erreichen, um ihren Großvater zu rehabilitieren. Der hatte während des Krieges zu Spottpreisen Kunstwerke von Menschen gekauft, die Venedig fluchtartig verlassen mussten. Von den Bildern fehlt seither jede Spur. Auf dem Konto der ermordeten jungen Frau entdecken Brunettis Mitarbeiter dafür Geldbewegungen in sechsstelliger Höhe.


Kritik

Donna Leon: Die dunkle Stunde der Serenissima

Es muss an Venedig liegen. Selbst kleinste Nebenrollen in dieser ersten von zwei neuen Donna-Leon-Verfilmungen sind populär besetzt. Rike Schmid zum Beispiel, bekannt geworden durch die ZDF-Serie "Der Fürst und das Mädchen" und kürzlich Hauptdarstellerin des ZDF-Thrillers "Augenzeugin", verschwindet schon nach zehn Minuten von der Darstellerliste.

Gerade noch hatte Claudia, eine junge Studentin, Brunetti um Rat gebeten: Sie wollte ein Wiederaufnahmeverfahren erreichen, denn sie war überzeugt, ihr Großvater sei nach dem Zweiten Weltkrieg zu Unrecht im Gefängnis gelandet, wo er dann verstorben ist. Während des Krieges hatte er zu Spottpreisen Kunstwerke von Menschen gekauft, die Venedig fluchtartig verlassen mussten. Von den Bildern fehlt seither jede Spur. Nun ist auch die Enkelin tot, erstochen. Auf ihrem Konto entdecken Brunettis Mitarbeiter allerdings Geldbewegungen in eindrucksvoller Höhe.

Wie immer reduziert sich die Handlung weitgehend auf zwei Ebenen: Der Commissario (Uwe Kockisch) schreitet gemessenen Schrittes durch die Gassen oder lässt sich per Boot zum Tatort fahren. Der Rest ist Kammerspiel: Zeugenvernehmungen, das Geplänkel im Polizeirevier, Familie Brunetti beim Abendessen. Trotzdem hat beides seinen Reiz: weil Venedig einfach prachtvoll anzuschauen ist; und weil die Schauspieler nicht minder sehenswert sind. Ein darstellerisches Kleinod liefert Michael Degen, als Brunettis Chef ohnehin für die komödiantischen Einlagen zuständig. Diesmal ist er dank einer neuen Mitarbeiterin, Commissario Capari (Bettina Zimmermann), auf dem Feng-Shui-Trip, lässt überall im Gebäude die Energie kanalisieren und mümmelt sich sogar durch eine Tofu-Mahlzeit. Die Exotik bleibt allerdings ebenso Episode wie das Gastspiel von Franca Capari. Das gilt auch für den Feminismus, dem sich Brunettis Tochter Chiara (Laura-Charlotte Syniawa) verschreibt, nachdem ihr Freund Schluss gemacht hat. Nun schleppt sie eine Aktivistin an (Hannah Herzsprung), die Chiaras verblüfften Eltern erklärt, warum das Patriarchat dem Untergang geweiht ist.

Der eigentliche Fall kommt dabei fast zu kurz. Kein Wunder: Würde sich der Film (Buch: Holger Joos, Regie: Sigi Rothemund) auf die kriminalistische Ebene beschränken, wär's ein Kurzfilm geworden. Da Axel Milberg mitwirkt, fällt der Verdacht selbstredend auf Maxwell Ford, den Betreiber einer Bibliothek, die dem Gedenken der Helden aus den beiden Weltkriegen gewidmet ist. Ford profitiert ganz erheblich vom Tod der Studentin, denn natürlich tauchen die verschwundenen Kunstschätze wieder auf, und ausgerechnet Ford soll sie erben. Als Täter aber scheidet er aus, denn Claudia ist von einer Person gleicher Größe ermordet worden. tpg.

Donna Leon: Die dunkle Stunde der Serenissima

Darsteller:  Uwe Kockisch   als Guido Brunetti
  Julia Jäger   als Paola Brunetti
  Patrick Diemling   als Raffi Brunetti
  Laura-Charlotte Syniawa   als Chiara Brunetti
  Michael Degen   als Vice-Questore Patta
  Karl Fischer   als Sergente Vianello
  Annett Renneberg   als Signorina Elettra
  Ueli Jäggi   als Dr. Aurino
  Dietmar Mössmer   als Alvise
  Rike Schmid   als Claudia Leonardo
  Axel Milberg   als Maxwell Ford
  Katrin Saß   als Eleonora Ford
  Bettina Zimmermann   als Franca Capari
  Hannah Herzsprung   als Antonia
  Inge Keller   als Signora Jacobs
  Alexander May   als Gianpaolo Filipetto
  Mina Tander   als Lucia Mazotti
 
Regie:  Sigi Rothemund  
Drehbuch:  Holger Joos  
Produzent:  Prof. Nico Hofmann  
Buchvorlage:  Donna Leon  
Kamera:  Dragan Rogulj  
Schnitt:  Darius Simaifar  
Musik:  Stefan Schulzki  
  André Rieu  
Produktionsdesign:  Stephanie Ernst  
Kostüme:  Bettina Catharina Proske  
Ton:  Christoph Köpf  

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Uwe Kockisch

Deutscher Schauspieler. Populär wurde Uwe Kockisch als melancholischer Commissario Guido Brunetti, den er seit 2003 als Nachfolger von Joachim...

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Julia Jäger

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