TV-Krimi nach dem gleichnamigen Roman von Donna Leon. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto13/11130444/b150x150.jpg Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume

Filmdetails

Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume

TV-Krimi nach dem gleichnamigen Roman von Donna Leon.


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Inhalt

Brunetti sucht nach einer Erklärung für den Tod eines ertrunkenen Mädchens. Das diebische Roma-Kind ist offenbar im Rahmen eines Raubzugs ums Leben gekommen. Stärker beschäftigt ihn allerdings der Tod seiner Mutter. Seine Kinder kümmern sich um die Hinterlassenschaften der Signora und stoßen dabei auf allerlei Geheimnisse, von denen die Brunettis keine Ahnung hatten. In ihrem Nachlass entdeckt der Commissario schließlich die Aufklärung für das größte Geheimnis seiner Kindheit.


Kritik

Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume

Liebhaber der Romane Donna Leons werden die Brunetti-Filme für bemerkenswert schlicht halten. Betrachtet man gerade diese jüngste Verfilmung jedoch vorbehaltlos und losgelöst von der Vorlage, erweist sich "Das Mädchen seiner Träume" als nicht bloß untypischer, sondern auch bemerkenswerter Fernsehkrimi.

Natürlich findet sich die Gesellschaftskritik der in Venedig lebenden Amerikanerin nur noch am Rande wieder, und selbstredend rückt das Drehbuch (Stefan Holtz und Florian Iwersen) den Kriminalfall, der im Buch fast bloß ein Vorwand ist, ins Zentrum. Der nachdenkliche Tonfall des Romans aber ist geblieben, zumal Regisseur Sigi Rothemund, der gemeinsam mit seinem Kameramann Dragan Rogulj bis auf die ersten beiden sämtliche Leon-Adaptionen inszeniert hat, angemessene Bilder findet.

Auf der Krimiebene sucht Brunetti (Uwe Kockisch) nach einer Erklärung für den Tod eines ertrunkenen Mädchens, das sich als diebisches Roma-Kind entpuppt und offenbar im Rahmen eines Raubzugs ums Leben gekommen ist. Geprägt aber werden Geschichte und Erzählweise durch den Tod von Brunettis Mutter, die von der ihrerseits vor zwei Jahren verstorbenen Christel Peters verkörpert worden ist. Immer wieder wird die Handlung unterbrochen, weil sich Brunetti in schwarzweißen Rückblenden an seine Kindheit erinnert. Seine eigenen Kinder kümmern sich um die Hinterlassenschaften der Signora und stoßen dabei auf allerlei Geheimnisse, von denen die Brunettis keine Ahnung hatten.

Selbst die obligate komische Ebene mit dem wunderbaren Michael Degen als tragikomischen Vice-Questore Patta ist diesmal zumindest zunächst ungewohnt ernsthaft: Brunettis Chef fordert seine Mitarbeiter zu politisch korrektem Sprachgebrauch auf und verdonnert sie zu einem entsprechenden Test, den er selbst allerdings prompt nicht besteht. Brunetti kann sich davor drücken, den Vorsitz einer entsprechenden Arbeitsgruppe übernehmen zu müssen, in dem er mit seinem Chef im Treppenhaus der Questura Verstecken spielt.

Kockisch, dessen herausragenden Qualitäten die Donna-Leon-Filme sonst kaum gerecht werden, darf diesmal ein deutlich breiteres Spektrum bedienen. Der rätselhafte Tod des Mädchens führt ihn hinter den ohnehin morbiden Kulissen Venedigs in eine düstere Parallelwelt, in der ausgerechnet ein Hüter des Gesetzes Kinder auf Raubzüge schickt. Gemessen daran sind die Zwischenspiele mit den diversen Gastdarstellern (Valerie Niehaus, Gunther Gillian) tatsächlich bloß Intermezzi, selbst wenn Jasmin Tabatabai (als Fotografin und Tante des toten Mädchens) und Kostja Ullmann (als Musiker und "Tigermann") schließlich einen größeren Anteil am dramatischen Finale haben. Berührender als die Lösung des Falls aber ist das Schlussbild, als Brunetti im Nachlass seiner Mutter die Aufklärung für das größte Geheimnis seiner Kindheit entdeckt. tpg.

Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume

Darsteller:  Uwe Kockisch   als Guido Brunetti
  Julia Jäger   als Paola Brunetti
  Michael Degen   als Vice-Questore Patta
  Karl Fischer   als Sergente Vianello
  Annett Renneberg   als Signorina Elettra
  Jasmin Tabatabai   als Rani Vega
  Kostja Ullmann   als Antonio De Vita
  Martin Feifel   als Maresciallo Steiner
  Gojko Mitic   als Tanovic
  Valerie Niehaus   als Signora Fornari
  Gunther Gillian   als Giorgio Fornari
  Adnan Maral   als Bogdan Rocich
  Patrick Diemling   als Raffi Brunetti
  Laura-Charlotte Syniawa   als Chiara Brunetti
  Dietmar Mössmer   als Alvise
  Ueli Jäggi   als Dr. Aurino
 
Regie:  Sigi Rothemund  
Drehbuch:  Stefan Holtz  
  Florian Iwersen  
Produzent:  Prof. Nico Hofmann  
  Benjamin Benedict  
Buchvorlage:  Donna Leon  
Kamera:  Dragan Rogulj  
Schnitt:  Regina Bärtschi  
Musik:  Stefan Schulzki  
  André Rieu  
Produktionsdesign:  Stephanie Ernst  
Kostüme:  Bettina Catharina Proske  
Ton:  Torsten Többen  
Casting:  Nina Haun  

Star

Uwe Kockisch

Deutscher Schauspieler. Populär wurde Uwe Kockisch als melancholischer Commissario Guido Brunetti, den er seit 2003 als Nachfolger von Joachim...

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Julia Jäger

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