Originaltitel: Sudden Impact
USA 1983
Sondra Locke
Clint Eastwood
Pat Hingle
Regie: Clint Eastwood
Verleih: unbekannt
Inspektor Harry Calahan hat sich in San Francisco wegen seiner Spontan-Einsätze unbeliebt gemacht. Als unweit der Golden Gate Bridge eine Leiche mit Schüssen in Kopf und Hoden aufgefunden wird, schickt man ihn nach San Paulo, Heimatstadt des Toten. Dort werden zwei Männer in der selben Weise ermordet. Calahan freundet sich mit Malerin Jennifer an, der Täterin, die sich und ihre Schwester rächen will, weil sie vor Jahren von fünf Männern vergewaltigt wurden. Calahan rettet ihr das Leben und schiebt die Ritualmorde einem der toten Männer zu.

Nach "Dirty Harry", "Calahan" und "Der Unerbittliche" der vierte Einsatz von Clint Eastwood als Harry Calahan. Eastwood inszenierte Calahan erstmals selbst und filmte in seinem Wohnort Carmel, wo er einige Jahre Bürgermeister war. Für Eastwood ein inszenatorischer Routinejob. Berühmt geblieben ist die erste Szene in einem Restaurant, wo Calahan sich verblüfften schwarzen Räubern als "Smith und Wesson und ich, mein Junge" vorstellt, einen erschießt und den letzten mit dem sprichwörtlich gewordenen "Make My Day!" herausfordert.
| Darsteller: | Sondra Locke | als Jennifer Spencer | |
|---|---|---|---|
| Clint Eastwood | als Harry Callahan | ||
| Pat Hingle | als Sheriff Jannings | ||
| Bradford Dillman | als Captain Briggs | ||
| Paul Drake | als Micky | ||
| Audrie J. Neenan | als Ray Parkins | ||
| Jack Thibeau | als Kruger | ||
| Michael Currie | als Lt. Donnelly | ||
| Albert Popwell | als Horace King | ||
| Mark Keyloun | als Bennett | ||
| Kevyn Major Howard | als Hawkins | ||
| Bette Ford | als Leah | ||
| Nancy Parsons | als Mrs. Kruger | ||
| Regie: | Clint Eastwood | ||
| Drehbuch: | Joseph C. Stinson | ||
| Produzent: | Clint Eastwood | ||
| Kamera: | Bruce Surtees | ||
| Schnitt: | Joel Cox | ||
| Musik: | Lalo Schifrin | ||
Vor einigen Projekten Hollywoods schreckt der Film-Fan einfach instinktiv zurück. Das war beim angedachten "Titanic 2" so, das ist bei der in Arbeit befindlichen Fortsetzung von "Gladiator" so und bei Warners neuem Top-Secret-Projekt ist es auch nicht anders!
Denn das Filmstudio bastelt allem Anschein nach eifrig an einer Neuauflage von "Dirty Harry". Angeblich gibt es bereits einen Drehbuch-Entwurf und die ersten Castings liefen ebenfalls schon ab. Und auch der Kandidaten-Kreis für die Hauptrolle soll schon auf eine sehr kleine Runde geschrumpft sein.
Don Siegels umstrittenem Cop-Movie- und Action-Klassiker aus dem Jahr 1971 folgten noch " Calahan", "Der Unerbittliche", "Dirty Harry kommt zurück" und "Das Todesspiel" nach. Jedesmal schlüpfte Clint Eastwood in die Hauptrolle des Harry Callahan. Und Eastwood zeigte vor einigen Monaten durchaus Interesse an einer Fortsetzung der Serie - mit sich selbst als Produzent oder Regisseur.
Diese Zusammenarbeit kam nicht zustande und seitdem werkelt Warner alleine weiter. Mit dem Resultat, dass nun keine Fortsetzung mehr auf dem Plan steht, sondern ein waschechtes Remake des Originals mit einem Harry Callahan von etwa 35 Jahren.
Und es kommt noch besser! Denn tatsächlich sollen nur noch zwei Schauspieler ernsthaft im Rennen um die Eastwood-Nachfolge sein: Dwayne "The Rock" Johnson und Benjamin Bratt! The Rock ist bekanntermaßen ein großer Fan von Eastwood, aber mit dem schlaksigen Dirty Harry hat er nun mal soviel Ähnlichkeit wie ein Büffel mit einem Leoparden. Ben Bratt dagegen wirkte bislang in seinen Filmrollen eher so, als würde ihn der Rückstoß von Harrys 44er Magnum glatt umblasen.
Außerdem - Sätze wie "Do I feel lucky? Well, do ya punk?" oder später "Go ahead, make my day!" meißelt ohnehin niemand so nachhaltig in die Gehörgänge der Kinobesucher wie Clint Eastwood! Vielleicht bringen ja die eher schlechten Kritiken für Ladykillers, wo sich sogar ein Könner wie Tom Hanks an Alec Guinness im Original die Zähne ausbeißt, die "Dirty Harry"-Macher zur Raison. Don Siegel jedenfalls würde sicherlich im Grab rotieren, würde er von den Remake-Plänen bei Warner erfahren.
Hölzern, sympathisch, aber nicht frei von Zynismus - so der Charakter der meisten der von Clint Eastwood in seinen Filmen verkörperten...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.