Originaltitel: Dinner for Schmucks
USA 2010
Steve Carell
Paul Rudd
Jemaine Clement
Regie: Jay Roach
Verleih: Paramount
Tims Chef veranstaltet ein allwöchentliches Dinner für Spinner. Seine Angestellten sind angewiesen, den größten Spinner, den sie finden können, als Gast mitzubringen. Wer den schrägsten Vogel einlädt und so für Entertainment sorgt, genießt die größte Wertschätzung des Chefs. Tim bringt eines Abends Barry mit - und der hat das Potenzial, alle anderen in Sachen Idiotie zu übertreffen. Damit läuft er allerdings Gefahr, seine Verlobte zu erzürnen, die von der Idee alles andere als begeistert ist.

Die größten Idioten sind die besten Komiker - glaubt eine Gruppe Geschäftsleute in dieser mit Steve Carell ideal besetzten Slapstickkomödie.
Bereits 1999 wurde das "Dinner für Spinner" erstmals veranstaltet - im letzten und kommerziell größten Erfolg von Komödienguru Francis Veber, der acht Millionen Franzosen in die Kinos lockte. Zehn Jahre und viele Drehbuchversionen später landete das US-Remake, das bei Veber Tradition hat, bei Jay Roach - nicht nur im "Austin Powers"-Franchise der regierende Slapstickkönig Hollywoods. An der Grundkonstellation dieser Farce wurde wenig geändert, der Film aber räumlich geöffnet und in seinen Schauplätzen erweitert.
Die Hauptfigur, von Jacques Villeret noch als Einfaltspinsel mit kulleräugigem Unschuldsblick angelegt, tendiert bei Steve Carell deutlicher zum Clown und Entertainer für diplomierte Dummheit. Seine Figur Barry ist die größte Hoffnung für Tim (Paul Rudd), in der Hierarchie seiner Firma schnell aufzusteigen. Denn jeden Monat veranstaltet sein Chef ein Dinner, bei dem jeder aus dem Führungsstab den größten selbst entdeckten Spinner mitbringen darf, um sich dann gemeinsam über die Prachtnarren amüsieren zu können. Tims Aussichten auf den Sieg und den damit verbundenen Aufstieg stehen gut, denn Barrys Leidenschaft sind absurde Arrangements mit Mauspuppen, in denen er berühmte Kunstwerke ("Mousterpieces"), aber - wie sich später herausstellt - auch Szenen seiner gescheiterten Ehe nachstellt.
Die Tragödie dieses Trottels, der ein großes Herz und nur Tims Glück im Auge hat, soll über Tim schließlich auch den Zuschauer berühren. Nicht einfach, weil man sich im Kino der Schadenfreude eigentlich nicht schämen sollte, sondern sich mit ihr, fern von political correctness, gut amüsieren könnte. Nicht einfach auch, weil Barry seinem neuen "Freund" mit gut gemeinten, aber desaströs endenden Aktionen die Beziehung und das Traumauto ruiniert, ihm eine Stalkerin und die Steuerbehörde auf den Hals hetzt. Inwieweit man moralisch geläutert werden und diese Nervensäge liebenswert finden kann, hängt von der eigenen Gutmütigkeit und Belastbarkeit ab. Carell hat einige gute Momente, aber, wie der Film insgesamt auch, ist er neben witzig auch einfach nur dämlich. Situationskomik hat großes Gewicht, wird aber von Roach, wie etwa in Carells Duell mit Stalkerin Lucy Punch, nicht immer ausgereizt. Unbestritten komisch sind aber "Hangover"-Entdeckung Zach Galifianakis als Gedankenmanipulator und die grandiosen Kreationen der Chiodo Brothers, die schon in "Team America" die Puppen tanzen ließen. kob.
| Darsteller: | Steve Carell | als Barry Speck | |
|---|---|---|---|
| Paul Rudd | als Tim Conrad | ||
| Jemaine Clement | als Kieran Vollard | ||
| Jeff Dunham | als Lewis der Bauchredner | ||
| Bruce Greenwood | als Lance Fende | ||
| Ron Livingston | als Caldwell | ||
| Zach Galifianakis | als Therman | ||
| Stephanie Szostak | als Julie | ||
| Lucy Punch | als Darla | ||
| David Walliams | als Müeller | ||
| Regie: | Jay Roach | ||
| Drehbuch: | David Guion | ||
| Michael Handelman | |||
| Produzent: | Jay Roach | ||
| Laurie MacDonald | |||
| Walter F. Parkes | |||
| Ausf. Produzent: | Jon Poll | ||
| Amy Sayres | |||
| Francis Veber | |||
| Sacha Baron Cohen | |||
| Roger Birnbaum | |||
| Gary Barber | |||
| Kamera: | Jim Denault | ||
| Schnitt: | Alan Baumgarten | ||
| Jon Poll | |||
| Musik: | Theodore Shapiro | ||
| Produktionsdesign: | Michael Corenblith | ||
| Kostüme: | Mary E. Vogt | ||
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