Drama um das Schicksal zweier getrennter, deutscher Zwillingsschwestern in den Niederlanden des Zweiten Weltkriegs. http://images.kino.de/flbilder/max04/auto04/auto34/04340190/b150x150.jpg Die Zwillinge

Filmdetails

Die Zwillinge

Drama um das Schicksal zweier getrennter, deutscher Zwillingsschwestern in den Niederlanden des Zweiten Weltkriegs.


Die Zwillinge
Start: 07.10.2004

Originaltitel: De tweeling

Drama

Niederlande/Luxemburg 2002
Laufzeit: 137 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Nadja Uhl
Thekla Reuten
Gudrun Okras

Regie: Ben Sombogaart
Verleih: Studiocanal

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Inhalt

Nach dem Tod ihrer Eltern werden zwei sechsjährige Zwillingsschwestern 1926 brutal voneinander getrennt und kommen in die Obhut höchst unterschiedlicher Pflegefamilien. Ohne jeden persönlichen Kontakt zueinander wachsen sie zu jungen Frauen heran. Anna (Nadja Uhl), zunächst misshandelt und ausgenutzt, findet schließlich Anstellung bei einer gutmütigen Gräfin, holt versäumte Bildung nach und heiratet einen SS-Mann. Lotte (Thekla Reuten) wächst, als Kind wohlumsorgt, in Holland heran und findet ihr Glück an der Seite ihres jüdischen Verlobten. Der ausbrechende Krieg stellt die neugeknüpften Familienbande bald auf eine harte Probe.

Eine Oscar-Nominierung und eine handfeste gesellschaftliche Kontroverse begleiteten Ben Sombogaarts Verfilmung von Tessa de Loos Bestseller im Heimatland. Nadja Uhl stiehlt allen die Show im einfühlsamen Familiendrama vor historisch brisantem Hintergrund.


Kritik

Drama um das Schicksal zweier getrennter, deutscher Zwillingsschwestern in den Niederlanden des Zweiten Weltkriegs.

Großansicht Lotte und Anna treffen sich nach Jahren wieder (Foto: Kinowelt)

Lotte und Anna treffen sich nach Jahren wieder (Foto: Kinowelt)

Nach dem Tod der Eltern werden 1926 in Köln die deutschen Zwillingsschwestern Anna (Sina Richardt) und Lotte (Julia Koopmans) grausam getrennt. Während Anna auf einem Bauernhof schuftet und nach ihr vorenthaltener Bildung hechelt, wächst Lotte wohlbehütet bei einer niederländischen Familie auf.

Die jeweiligen Briefe der Schwestern werden abgefangen. Zehn Jahre später wird Anna (Nadja Uhl), in eine Haushaltsschule geschickt und arbeitet später für eine freundliche, ziemlich überspannte Gräfin (Barbara Auer). Lotte (Thekla Reuten) besucht Anna auf dem Gutshof und die beiden erleben glückliche Tage.

Großansicht Die Gräfin meint es gut mit Anna (Foto: Kinowelt)

Die Gräfin meint es gut mit Anna (Foto: Kinowelt)

Einfühlsame Familienkrise

Im Krieg wird Lottes jüdischer Verlobter deportiert. Lotte macht Anna, die mit einem österreichischen SS-Soldaten verheiratet ist, dafür verantwortlich und bricht die Beziehung ab.

Ben Sombogaarts einfühlsame Verfilmung des Bestsellers von Tessa de Loo um Hassliebe, Vorurteile und die Last der Vergangenheit wurde in den Niederlanden heftig diskutiert. Hervorragende Schauspielerleistungen, insbesondere von Nadja Uhl, kurze prägnante Szenen und elegante Zeitübergänge halten die Spannung des zweisprachig gedrehten, gefühlvollen Dramas.

Die Zwillinge

Darsteller:  Nadja Uhl   als Anna (20 Jahre)
  Thekla Reuten   als Lotte (20 Jahre)
  Gudrun Okras   als Anna (80 Jahre)
  Ellen Vogel   als Lotte (80 Jahre)
  Sina Richardt   als Anna (6 Jahre)
  Julia Koopmans   als Lotte (6 Jahre)
  Margarita Broich   als Tante Martha Bamberg
  Ingo Naujoks   als Onkel Heinrich Bamberg
  Roman Knizka   als Martin Grosalie
  Barbara Auer   als Charlotte Falkenau
  Markus von Lingen   als Bernd
  Betty Schuurman   als Henriette Rockanje
  Jaap Spijkers   als Ferdinand Rockanje
  Jeroen Spitzenberger   als David De Vries
  Hans Somers   als Bram
  Hans Trentelman   als Herr De Vries
  Marieke van Leeuwen   als Frau De Vries
  Manfred-Paul Hanig   als Falkenau
  Janine Horsburgh   als Frau Grossalie
  Manfred Tornelli   als Offizier
 
Regie:  Ben Sombogaart  
Drehbuch:  Marieke van der Pool  
Produzent:  Hanneke Niens  
  Anton Smit  
Koproduzent:  Jani Thiltges  
Ausf. Produzent:  Madelon Veldhuizen  
Buchvorlage:  Tessa de Loo  
Kamera:  Piotr Kukla  
Schnitt:  Herman P. Koerts  
Musik:  Fons Merkies  
Produktionsdesign:  Michel de Graaf  
  Petra Weber  
Kostüme:  Linda Bogers  
Ton:  Coen Gravendaal  
  Peter Flamman  
Casting:  Heta Mantscheff  
  Jeannette Snik  

Alle 11 Oscars für "Herr der Ringe"

Jeder Schuss ein Treffer.

Großansicht Der Herr der Oscars: Peter Jackson (Foto: Oscars.com)

Der Herr der Oscars: Peter Jackson (Foto: Oscars.com)

Nach diesem Motto verlief die Oscar-Nacht für Peter Jackson und den Tolkien-Tross: "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" hat alle 11 Oscars gewonnen, für die er nominiert war - das gab's noch nie. Während sich der Vorgänger "Die zwei Türme" noch mit Preisen in den kleineren Kategorien begnügen musste, räumte das Finale der Trilogie auch in den Königsklassen Bester Film und Beste Regie ab.

Damit verneigte sich die Oscar-Jury zum krönenden Abschluss vor Peter Jacksons Tour de Force, der 15 Monate lang über 25.000 Mitwirkende koordinierte, um über neun Stunden Kino zu schaffen.

Großansicht Premierensieg für Sean Penn (Foto: Oscars.com)

Premierensieg für Sean Penn (Foto: Oscars.com)

Die großen Drei

Es ist das erste Mal, dass der Preis für den besten Film an ein Fantasy-Werk geht. Zudem spielt "Der Herr der Ringe 3" mit seinen ebenfalls 11 Oscars nun in einer Liga mit "Ben Hur" (1960) und "Titanic" (1998).

Bei den Darstellern setzten sich die Favoriten durch. Charlize Theron wurde für ihre mutige Rolle einer hingerichteten Serienmörderin im aufwühlenden Drama "Monster" als beste Hauptdarstellerin geehrt. Sean Penn siegte als vorschneller Racheengel seiner ermordeten Tochter im Soziodram "Mystic River".

Drehbuch-Preis für Sofia Coppolas "Lost in Translation" (Foto: Oscars.com)

Drehbuch-Preis für Sofia Coppolas "Lost in Translation" (Foto: Oscars.com)

Germany: Zero Oscars

Tim Robbins, dessen Figur im selben Film zu Unrecht Opfer der Selbstjustiz wird, erhielt den Oscar als bester Nebendarsteller. Renée Zellweger gewann, nachdem sie letztes Jahr für "Chicago" noch leer ausgegangen war, endlich den ersehnten Goldjungen für ihren resoluten Auftritt als Farmerin neben Nicole Kidman im Bürgerkriegsepos "Unterwegs nach Cold Mountain".

Die deutschen Hoffnungen erfüllten sich nicht: Florian Baxmeyers Kurzfilm "Die rote Jacke" musste sich ebenso wie Katja Essons Kurzfilmdoku "Ferry Tales" der Konkurrenz geschlagen geben. Auch Nadja Uhl, Hauptdarstellerin im niederländischen Kandidaten "Die Zwillinge" für die Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film, ging leer aus.

Großansicht Mit den Academy Awards versöhnt: Nebendarstellerin Renée Zellweger (Foto: Oscars.com)

Mit den Academy Awards versöhnt: Nebendarstellerin Renée Zellweger (Foto: Oscars.com)

Feuer gegen Bush

Gastgeber Billy Crystal führte gewohnt gut gelaunt und bissig durch den Abend im Kodak Theatre zu Los Angeles. Der übliche Seitenhieb auf die Politik blieb natürlich nicht aus:

"Vor 13 Jahren habe ich zum ersten Mal die Oscars moderiert. Und es ist erstaunlich, wieviel sich seitdem verändert hat: Damals hieß unser Präsident Bush, die Wirtschaft war im Eimer und wir hatten gerade einen Krieg mit dem Irak hinter uns..."

Engagierte Worte sprach Tim Robbins, der in "Mystic River" einen gebrochenen Mann darstellt, der als Kind entführt, misshandelt und missbraucht wurde: "Allen, die etwas Derartiges erlebt haben, möchte ich sagen: Hilfe zu suchen, ist nichts, wofür man sich schämen muss - sondern das Beste, was ein Mensch tun kann, um die Spirale der Gewalt zu stoppen."

Großansicht Brach in Tränen aus: Oscar-Queen Charlize Theron (Foto: Oscars.com)

Brach in Tränen aus: Oscar-Queen Charlize Theron (Foto: Oscars.com)

Ich bin unwürdig!

Auch Charlize Theron hielt eine bewegende Dankesrede. Als sie 15 Jahre alt war, hatte ihre Mutter vor Charlizes Augen in Notwehr ihren Mann erschossen, der beide bedroht hatte: "Danke, Mom, Du hast soviel geopfert um mir zu ermöglichen, dass ich heute hier sein kann. Und ich werde jetzt nicht weinen!" Sie sagte es unter Tränen.

Sean Penn, dessen Erscheinen bis zuletzt unklar war, wurde erwartungsgemäß nicht so richtig warm mit der Oscar-Verleihung. Dreimal war er zuvor schon nominiert gewesen und hatte sich nie zur Zeremonie blicken lassen. Diesmal meinte er, den Goldjungen in der Hand: "Jeder, der diesen Beruf ausübt, weiß, dass es so etwas wie den besten Schauspieler eigentlich gar nicht gibt." Die Jury war da anderer Meinung.

Star

Nadja Uhl

Deutsche Schauspielerin. Vielseitig, wandlungsfähig, intelligent und natürlich, gehört Nadja Uhl zu den herausragenden deutschen Schauspielerinnen,...

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    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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