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Drama - Deutschland 2008 FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 107 Min. - Verleih: Constantin Start: 13.03.2008
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Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) wagt während der Projektwoche zum Thema "Staatsformen" einen pädagogischen Versuch, um seinen Schülern die Entstehung einer faschistischen Diktatur endlich einmal hautnah verständlich zu machen. Diese halten die Wiederholung von Nazi-Terror und Holocaust für ausgeschlossen, doch schon nach wenigen Tagen installiert sich eine Mini-Diktatur im Klassenzimmer. "Die Welle" gerät schnell außer Kontrolle.
Längst gehört Morton Rhues Jugendbuchklassiker zum Allgemeinbildungsgut an Schulen und zeigt auf erschreckende Weise, wie virulent der Faschismus bleibt. Dennis Gansel ("Napola") inszeniert packend und authentisch ein gefährliches Experiment, das 1967 tatsächlich stattfand. |
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KRITIK
Jürgen Vogel wagt als Lehrer ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen: Sein Versuch, Schülern die Entstehung von Diktatur zu vermitteln, wird zur Bewegung, die außer Kontrolle gerät.
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Als Lehrer will Jürgen Vogel testen, wie weit ihm seine Schüler blindlings folgen (Foto: Constantin) |
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Musik dröhnt aus den Boxen des alten Skoda. Am Steuer Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel), Sport und Politik, ehemaliger Hausbesetzer in Kreuzberg. Die gute Laune vergeht ihm, als die Direktorin ihm mitteilt, dass nicht er, sondern sein knochentrockener Kollege das Thema "Anarchie" unterrichten und er sich mit der Staatsform "Autokratie" abplagen soll. Der Kurs gilt nicht als Hit. Das Thema Diktatur langweilt und beim Begriff Faschismus stöhnen die Schüler "nicht schon wieder". Sie sind der Meinung, eine Diktatur sei in Deutschland heute nicht mehr möglich.

Rainer startet ein pädagogisches Experiment: Die Schüler dürfen ihn nicht mehr duzen, sondern müssen ihn mit Herr Wenger ansprechen, aufstehen, wenn sie etwas sagen wollen. Plötzlich sind Disziplin, Konzentration und Gemeinschaft angesagt. Und eine Art "Uniform", Jeans und weißes Hemd. Wer nicht mit macht, wird ausgegrenzt. Das muss auch Karo (Jennifer Ulrich) erfahren, die in knallroter Bluse erscheint, und bald kriselt es deshalb auch in ihrer Beziehung zu Marco (Max Riemelt), der sich von ihr gegängelt fühlt und seine Unabhängigkeit beweisen will.

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Die Anhänger der Welle sorgen für Ordnung (Foto: Constantin) |
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Die Welle schwappt über

Ausgerechnet er schlägt den Namen "Die Welle" für die neue Bewegung vor. Und die rollt an. Mit aller Macht. Bald gibt es den Welle-Gruß, Welle-Logos in der ganzen Stadt, eine eigene Homepage und ein Blog bei My Space. Partys nur für Mitglieder, Andersdenkende werden gemobbt. Als ein Schüler sich Rainer als Leibwächter anbietet, beim Wasserballturnier die Situation eskaliert, ahnt der Lehrer, dass die ganze Sache außer Kontrolle gerät.

Nur: Wer kann jetzt noch "Die Welle" aufhalten? Basierend auf Originalprotokollen von William Ron Jones und dem Teleplay "The Wave" von Johnny Dawkins & Ron Birnbach lässt Dennis Gansel ("Napola - Elite für den Führer") die Geschichte in einem normalen Gymnasium in einer fiktiven Stadt spielen.

Nicht mit Zeigefingerdramaturgie, sondern als spannendes Drama, bei dem Jürgen Vogel als Anti-Spießer happy mit "Kollegin" Christiane Paul auf einem Hausboot lebt und zu spät die Notbremse zieht. Fazit: Vorsicht vor extremem Autoritätsgehorsam! Wer glaubt, wir seien vor einer solchen Bewegung gefeit, wird sich wundern. | Margret Köhler |
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MAX RIEMELT
Der Geschichtsschüler
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In "Napola" und "Die Welle" setzte er sich mit dem Faschismus auseinander. In der Komödie "Up! Up! To The Sky" fühlt sich Riemelt nun wie ein Alien. mehr |
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PREMIERE
 |  | | PROMI-AUFLAUF | PREMIERE | | Riesen-Welle in Berlin | | Der Jugendbuchklassiker "Die Welle" kommt mit Jürgen Vogel ins Kino. Til Schweiger und viele weitere Promis gratulierten zur gelungenen Premiere. (04.03.2008) Fotos ansehen |
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