Veröffentlicht am 13.03.2008
Die Welle Deutschland 2008
Die Welle Kinostart 13.03.2008, Deutschland 2008
  • Welle, Die / Jürgen Vogel

  • Welle, Die

  • Welle, Die / Jennifer Ulrich / Jürgen Vogel

  • Welle, Die / Jennifer Ulrich / Christina Do Rego

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Die Welle - Filmplakat

Fesselnder Schulkrimi mit Jürgen Vogel als Lehrer, der mit seinen Schülern ein folgenschweres Experiment über die Verführbarkeit des Individuums startet.

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Filmkritik zu Die Welle

Jürgen Vogel wagt als Lehrer ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen: Sein Versuch, Schülern die Entstehung von Diktatur zu vermitteln, wird zur Bewegung, die außer Kontrolle gerät.

Musik dröhnt aus den Boxen des alten Skoda. Am Steuer Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel), Sport und Politik, ehemaliger Hausbesetzer in Kreuzberg. Die gute Laune vergeht ihm, als die Direktorin ihm mitteilt, dass nicht er, sondern sein knochentrockener Kollege das Thema "Anarchie" unterrichten und er sich mit der Staatsform "Autokratie" abplagen soll. Der Kurs gilt nicht als Hit. Das Thema Diktatur langweilt und beim Begriff Faschismus stöhnen die Schüler "nicht schon wieder". Sie sind der Meinung, eine Diktatur sei in Deutschland heute nicht mehr möglich.

Rainer startet ein pädagogisches Experiment: Die Schüler dürfen ihn nicht mehr duzen, sondern müssen ihn mit Herr Wenger ansprechen, aufstehen, wenn sie etwas sagen wollen. Plötzlich sind Disziplin, Konzentration und Gemeinschaft angesagt. Und eine Art "Uniform", Jeans und weißes Hemd. Wer nicht mit macht, wird ausgegrenzt. Das muss auch Karo (Jennifer Ulrich) erfahren, die in knallroter Bluse erscheint, und bald kriselt es deshalb auch in ihrer Beziehung zu Marco (Max Riemelt), der sich von ihr gegängelt fühlt und seine Unabhängigkeit beweisen will.

Die Welle schwappt über

Ausgerechnet er schlägt den Namen "Die Welle" für die neue Bewegung vor. Und die rollt an. Mit aller Macht. Bald gibt es den Welle-Gruß, Welle-Logos in der ganzen Stadt, eine eigene Homepage und ein Blog bei My Space. Partys nur für Mitglieder, Andersdenkende werden gemobbt. Als ein Schüler sich Rainer als Leibwächter anbietet, beim Wasserballturnier die Situation eskaliert, ahnt der Lehrer, dass die ganze Sache außer Kontrolle gerät.

Nur: Wer kann jetzt noch "Die Welle" aufhalten? Basierend auf Originalprotokollen von William Ron Jones und dem Teleplay "The Wave" von Johnny Dawkins & Ron Birnbach lässt Dennis Gansel ("Napola - Elite für den Führer") die Geschichte in einem normalen Gymnasium in einer fiktiven Stadt spielen.

Nicht mit Zeigefingerdramaturgie, sondern als spannendes Drama, bei dem Jürgen Vogel als Anti-Spießer happy mit "Kollegin" Christiane Paul auf einem Hausboot lebt und zu spät die Notbremse zieht. Fazit: Vorsicht vor extremem Autoritätsgehorsam! Wer glaubt, wir seien vor einer solchen Bewegung gefeit, wird sich wundern.

Pressestimmen

Nicht mit Zeigefingerdramaturgie, sondern als spannendes Drama inszeniert. (Treffpunkt Kino)

In bester Punkmanier bietet Gansel Individualismus und Kritikfähigkeit als Alternative zum zunächst coolen Gruppenzwang an. (Blickpunkt:Film)

An Zeitbezügen vom Tsunami bis zu MySpace mangelt es dem Film in der Tat nicht. An der sorgsamen oder gar glaubhaften Ausarbeitung der Psychologie dieses vermeintlichen Lehrstücks (samt Holzhammer-Schluss) jedoch umso mehr. (Süddeutsche Zeitung, 13. März 2008)

In Schulgeschichten, das ist klar, muss es immer eine Figur geben, die über die Stränge schlägt. Aber dass Tim (Frederick Lau) am Schluss eine Waffe in der Hand hält und die Polizei die Projektwoche beendet, lässt "Die Welle" im flachen Wasser des Fernsehkrimis aufschlagen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13. März 2008)

Gansel ist brillant in der Analyse der Mechanik der Unterwerfung des Einzelnen unter eine Gemeinschaft. Doch bevor die Gruppendynamik greifen kann, muss ein Humus der Unzufriedenheit vorhanden sein. Den nimmt "Die Welle" als gegeben an. (Die Welt, 13. März 2008)

Gansel führt manchmal lehrbuchartig vor, wie es zur Eskalation kommen kann. Aber gerade darin liegt der makabre Witz: Wenn der Geschichts- und Sportlehrer es von Schulstunde zu Schulstunde wie ein Schachspieler auf Gleichschaltung anlegt - und gewinnt. (Abendzeitung, 13. März 2008)

Zeitgemäß ist "Die Welle" fürs Kino inszeniert, der Film behält das jugendliche Zielpublikum zu jedem Moment exakt im Visier. Die harten Schnitte zwischen manchmal hektischen, wackeligen Handkamerabildern und das vorwärts treibende elektronische Sounddesign erzeugen Tempo. (Stuttgarter Zeitung, 13. März 2008)

Orientiert am US-High-School-Film geben sich die jugendlichen Hauptfiguren schnell als Platzhalter zu erkennen: Sie ist die beliebte Cheerleaderin; ihr moralisch noch entwicklungsfähiger Freund die typische Sportskanone. (Frankfurter Rundschau, 13. März 2008)

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Filmhandlung & Hintergrund zu Die Welle

Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) wagt während der Projektwoche zum Thema "Staatsformen" einen pädagogischen Versuch, um seinen Schülern die Entstehung einer faschistischen Diktatur endlich einmal hautnah verständlich zu machen. Diese halten die Wiederholung von Nazi-Terror und Holocaust für ausgeschlossen, doch schon nach wenigen Tagen installiert sich eine Mini-Diktatur im Klassenzimmer. "Die Welle" gerät schnell außer Kontrolle.

Längst gehört Morton Rhues Jugendbuchklassiker zum Allgemeinbildungsgut an Schulen und zeigt auf erschreckende Weise, wie virulent der Faschismus bleibt. Dennis Gansel ("Napola") inszeniert packend und authentisch ein gefährliches Experiment, das 1967 tatsächlich stattfand.



Gleich zu Beginn seines Kurses über Autokratie sieht sich der als locker bekannte und für seine progressiven Ansichten geschätzte Lehrer Rainer Wenger mit dem Einwurf seiner Schüler konfrontiert, ein faschistisches System habe in unserer aufgeklärten Zeit ohnehin keine Chance mehr. Um die Schüler vom Gegenteil zu überzeugen, startet Wenger ein mehrtägiges Experiment, "Die Welle" - mit frappierendem Erfolg. Binnen kürzester Zeit verändert sich Wengers ganze Klasse, und der Lehrer auch. Bis Die Welle aus dem Ruder läuft.



Gleich zu Beginn seines Kurses über Autokratie sieht sich der als locker bekannte und für seine progressiven Ansichten geschätzte Lehrer Rainer Wenger mit dem Einwurf seiner Schüler konfrontiert, ein faschistisches System habe in unserer aufgeklärten Zeit ohnehin keine Chance mehr. Um die Schüler vom Gegenteil zu überzeugen, startet Wenger ein mehrtägiges Experiment, "Die Welle" - mit frappierendem Erfolg. Binnen kürzester Zeit verändert sich Wengers ganze Klasse, und der Lehrer auch. Bis die Welle aus dem Ruder läuft.

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Originaltitel Die Welle
OV -
OmU -
Genre Drama
Filmpreis Bogey - Box Office Germany Award
USA-Start -
Kinostart (D) 13.03.2008
Besucher (D) 2.584.449
Einspielergebnis (D) € 15.245.589
Bes. (EDI) 2.584.449
Bes. (FFA) 2.672.429
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Die Welle
Regisseur Dennis Gansel Personenporträt 408775 Gansel, Dennis Regisseur
Darsteller Jürgen Vogel Künstlerporträt 797627 Jürgen Vogel / Deutscher Filmpreis 2013 / Lola Rainer Wenger © Kurt Krieger
Darsteller Christiane Paul Künstlerporträt 769054 Christiane Paul / 63. Berlinale 2013 Anke Wenger © Kurt Krieger
Darsteller Frederick Lau Filmbild 799991 Ummah - Unter Freunden / Frederick Lau Tim © Senator
Darsteller Max Riemelt Künstlerporträt 785009 Max Riemelt / Filmpremiere Star Trek Into Darkness Marco © Kurt Krieger
Darsteller Jennifer Ulrich Künstlerporträt 750315 Ulrich, Jennifer / Filmpremiere Karo © Kurt Krieger
Darsteller Jacob Matschenz Filmbild 753647 Finn und der Weg zum Himmel / Jacob Matschenz Dennis © SWR/Christina Laube
Darsteller Cristina do Rego Lisa
Darsteller Elyas M'Barek Künstlerporträt 861963 Elyas M'Barek / 67. Internationale Filmfestspiele von Cannes 2014 Sinan © Kurt Krieger
Drehbuch Dennis Gansel Personenporträt 408775 Gansel, Dennis Drehbuch
Weitere Darsteller
Drehbuch
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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