Regie: Hermine Huntgeburth
Verleih: Constantin
Carola (Nina Hoss) verliebt sich im Urlaub in Kenia in den attraktiven Massai-Krieger Lemalian (Jacky Ido) und verlässt zu seinen Gunsten ihren Freund Stefan (Janek Rieke), um fortan als Afrikanerin unter Afrikanern zu leben. Während Stefan zurück nach Europa jettet und die Familie daheim völlig ausflippt, muss Carola lernen, dass ein Leben im Busch zwischen fremden Regeln, begrenzter medizinischer Versorgung und einer korrupten Obrigkeit besonders für eine Schwangere nicht gerade ein Zuckerschlecken ist. Als sie dann auch noch berufliche Verwirklichung anstrebt, ist Lemalians Stolz restlos gekränkt.
Frei nach dem gleichnamigen Bestseller inszenierte Hermine Huntgeburth ("Das Trio") diesen romantischen Culture Clash an Originalschauplätzen in Ostafrika.
Zwischen Himmel und Hölle: Nina Hoss folgt aus obsessiver Liebe einem geheimnisvollen Samburu-Krieger in die kenianische Wildnis und wagt ein neues Leben in Afrika.
Liebe auf den ersten Blick? Es gibt sie wirklich und gegen jegliche Vernunft. Als die 27-jährige Carola (Nina Hoss) am Ende ihres Urlaubs in Kenia den Samburu-Krieger Lemalian (Jacky Ido) auf einer Fähre entdeckt, ist es um sie geschehen. Seine langen roten, zu Zöpfchen geflochtenen Haare, das ausdrucksstarke Gesicht, der kraftvolle Körper - sie verliebt sich Hals über Kopf in dieses Prachtexemplar von Mann.
Als der sie und ihren Freund aus einer gefährlichen Situation rettet, steht ihr Entschluss fest. Sie lässt den Lover am nächsten Morgen allein in die Schweiz zurückfliegen und macht sich mutig auf die Suche nach dem exotischen Fremden, folgt ihm in ein Kaff im kenianischen Busch.
Sie erreicht Maralal, eine staubige Stadt und trifft Elisabeth (Katja Flint), eine mit einem Einheimischen verheiratete Deutsche. Die empfiehlt ihr zu warten. Wenn der Samburu sie will, wird er sie holen. Nach zehn Tagen ist es soweit, steht der schöne Schwarze vor ihr und lächelt sie an, "no problems, Carola". Die erste Liebesnacht mit schnellem Sex - eine totale Enttäuschung. Dennoch geht sie mit in die Wildnis und ist "die weiße Massai".
Was sie dort erlebte, schrieb die Schweizerin Corinne Hofmann in ihrem titelgebenden, autobiografischen Bestseller nieder. Eine Love-Story mit Höhen und Tiefen und ohne Happy End.
Hermine Huntgeburth drehte an Originalschauplätzen mit einer wunderbaren Nina Hoss, die dem Macho Liebe, Zärtlichkeit und Verständnis beibringt, unter schwersten Bedingungen sein Leben in der Lehmhütte teilt und eine Tochter gebiert, am Ende der Welt sogar einen Krämerladen eröffnet.
Die Geschichte einer obsessiven Liebe und deren Scheitern trifft mitten ins Herz. Nicht nur wer das Buch kennt, muss diesen Film sehen. Pflichtprogramm für alle, die der Romantik eine Chance geben. Egal, was kommt.
| Darsteller: | Nina Hoss | als Carola | |
|---|---|---|---|
| Jacky Ido | als Lemalian | ||
| Katja Flint | als Elisabeth | ||
| Nino Prester | als Pater Bernardo | ||
| Janek Rieke | als Stefan | ||
| Regie: | Hermine Huntgeburth | ||
| Drehbuch: | Johannes W. Betz | ||
| Hermine Huntgeburth | |||
| Prof. Dr. Günter Rohrbach | |||
| Produzent: | Prof. Dr. Günter Rohrbach | ||
| Alena Rimbach | |||
| Herbert Rimbach | |||
| Buchvorlage: | Corinne Hofmann | ||
| Kamera: | Martin Langer | ||
| Schnitt: | Eva Schnare | ||
| Musik: | Niki Reiser | ||
| Maske: | Sabine Hehnen-Wild | ||
| Ton: | Eckhard Kuchenbecker | ||
| Casting: | An Dorthe Braker | ||
Diese tödliche Liebestragödie ist wirklich passiert.
Ende des 19. Jahrhunderts stürzte sich in Preußen eine lebenslustige junge Frau, die in einer langweiligen Ehe festsaß, in eine Affäre mit einem gut aussehenden Offizier. Als ihr Mann Jahre später davon erfuhr, forderte er den Nebenbuhler zum Duell - und erschoss ihn. Diese wahre Geschichte diente Theodor Fontane als Vorlage für seinen Erfolgsroman "Effi Briest". Nun wird der Literaturklassiker aus der Epoche des Realismus zum vierten Mal verfilmt - mit Julia Jentsch aus "Sophie Scholl - Die letzten Tage" in der Hauptrolle!
Den rachsüchtigen Gatten spielt zudem Sebastian Koch, Hauptdarsteller aus dem deutschen Oscar-Hit "Das Leben der Anderen". Juliane Köhler aus "Der Untergang" wird die Mutter der Titelheldin mimen. Mit Hermine Huntgeburth, Regisseurin des erfolgreichen Culture-Clash-Melodrams "Die weiße Massai", sitzt dazu eine weitere Ausnahmekönnerin hinter der Kamera. Gute Vorzeichen also, zudem "Das Parfum" gerade vorgemacht hat, wie aus deutscher Literatur großes Kino entstehen kann.
Allerdings wird sich die Produktion auch mit den ganz Großen der deutschen Filmgeschichte messen müssen: 1939 verfilmte Ikone Gustaf Gründgens erstmals den Lieblingsroman vieler Deutschlehrer, zuletzt gelang Rainer Werner Fassbinder 1974 mit Hanna Schygulla in der Hauptrolle ein Geniestreich - die Latte liegt also ziemlich hoch.
Man darf zudem gespannt sein, wie ein Stoff, der seine Brisanz aus dem Konflikt zwischen den starken gesellschaftlichen Zwängen der Bismarck-Zeit und dem Gefühlsleben einer verheirateten, einfältigen 17-Jährigen bezieht, einem modernen Kinopublikum nahezubringen ist. Ob das gelungen ist, gibt's schon 2008 im Kino zu sehen, Drehstart ist daher bereits am 3. September in Berlin.
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Katja Flint, die stets den Typ der kühlen, erotischen Blondine verkörpert, gelang der Durchbruch in die deutsche Starliga 1994 mit Dominik Grafs...
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Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.