Einfühlsame Geschichte über eine Jüdin und einen Polen, die sich im Konzentrationslager ineinander verlieben und sich erst 32 Jahre später wiederfinden. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto41/11410207/b150x150.jpg Die verlorene Zeit

Filmdetails

Die verlorene Zeit

Einfühlsame Geschichte über eine Jüdin und einen Polen, die sich im Konzentrationslager ineinander verlieben und sich erst 32 Jahre später wiederfinden.


Die verlorene Zeit
Start: 24.11.2011

Melodram / Lovestory

Deutschland 2011
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Alice Dwyer
Dagmar Manzel
Mateusz Damiecki

Regie: Anna Justice
Verleih: Movienet (24 Bilder)

Videoplayer wird geladen ...

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: warm
Besucher-
ansturm

Temperatur

warm

Inhalt

Die Jüdin Hannah und der Pole Tomasz lernen sich 1944 im Konzentrationslager kennen und verlieben sich ineinander. In ihrer verzweifelten Lage stiehlt Tomasz die Unifom eines Gefängniswärters und kann so mit Hannah fliehen. Eine beschwerliche Reise zu Tomasz Elternhaus beginnt, doch sie kommen wohlbehalten an. Als Tomasz der polnischen Widerstandsbewegung beitritt und von einem Einsatz nicht mehr zurückkehrt, glaubt Hannah ihn tot. Erst 32 Jahre später sollen sich durch einen Zufall wieder die Wege der beiden kreuzen.


Kritik

Die verlorene Zeit

Einfühlsam schildert Anna Justice das Schicksal einer Jüdin und eines Polen, die sich in der KZ-Hölle verlieben und von einer eifersüchtigen Lüge drei Jahrzehnte getrennt werden.

Es sind wahre Begebenheiten, die Anna Justice ("Max Minsky und ich") und ihre Drehbuchautorin Pamela Katz ("Rosenstraße") zu diesem Melodram inspiriert haben. Da aber auch Versatzstücke anderer Biographien mit einflossen, bleiben die Schicksale letztlich konstruiert in dem ambitionierten, mehrere Dekaden umspannenden Film, der verschiedene, mitunter gar disparate Phasen vereint: KZ-Ausbruchsthriller, Kriegsdrama, Charakterspiel und Liebes-Melo.

Am meisten elektrisiert die Liebesgeschichte im KZ, wo zwischen der atemlosen Schinderei das Unwahrscheinliche geschieht: Die Berliner Jüdin Hannah und der Pole Tomasz (berührend: Alice Dwyer und Mateusz Damiecki) haben sich dort 1944 verliebt und planen mit einem einfachen Trick die Flucht aus der Hölle, die realistisch wie selten geschildert wird. Eine nervöse Kamera folgt beiden durch den gnadenlos unmenschlichen Lageralltag, zeigt die permanente Todesangst, erkundet die Nischen, in denen sich ausharren lässt. Eine rohe und düstere Ästhetik prägt diese Szenen, die an Suspense schwer zu überbieten sind.

Mit der heimlich schwangeren Geliebten flieht Tomasz in die Wälder, aber in Sicherheit ist das Paar nie: Die Bevölkerung hilft nicht, selbst Tomaszs Mutter (ambivalent: Susanne Lothar) ist schockierend antisemitisch und es wird ihre eifersüchtige Lüge sein, nach der sich beide, als sie sich in den Kriegswirren verloren haben, gegenseitig für tot halten. Zuerst sind die Polen den Deutschen, nach Kriegsende den Russen ausgeliefert. Darin entfaltet die Tragödie einer Frau, die ihre Habe und Kinder die Besatzer verliert, einen fatalen Nebeneffekt, der weiteres Leiden erzeugt.

Diese Überlebens-Geschichte, für die Kamera-Legende Michael Ballhaus als Associate Producer fungiert, erzählt Justice nicht chronologisch, sondern als Geflecht von Erinnerungen. Mitten in Spannungsszenen stattfindende Zeitsprünge in eine fast surreal banale Privatparty von 1976 unterstreichen zwar den Anspruch, drosseln aber die emotionale Kraft. Hier - im friedlichen New York - beginnt Hannahs Suche nach der verlorenen Zeit. Zwar nutzt Justice melodramatische Wendungen, verzichtet aber auf Sentimentalitäten und wagt viel, wenn sie sich der innerlich zerrissenen Hannah (spröde: Dagmar Manzel) nähert, die um ihre Liebe betrogen wurde.

tk.

Die verlorene Zeit

Darsteller:  Alice Dwyer   als Hannah Silberstein
  Dagmar Manzel   als Hannah Levine, geb. Silberstein
  Mateusz Damiecki   als Tomasz Limanowski, jung
  Lech Mackiewicz   als Tomasz Limanowski
  David Rasche   als Daniel Levine
  Shantal van Santen   als Rebecca Levine
  Susanne Lothar   als Stefania Limanowska
  Joanna Kulig   als Magdalena Limonowska
  Adrian Topol   als Czeslaw Limanowski
  Florian Lukas   als Hans von Eidem
  Anja Antonowicz   als Ewa Limanowska
  Adam Markiewicz   als Henryk
  Miroslaw Zbrojewicz   als Janusz
  Janina Lissovskaja   als Mrs. Górska
  Pawel Burczyk   als Mirek
  Petra Hartung   als SS Frau
  Karina Krawczyk   als Róza
  Joachim Paul Assböck   als SS Mann Krause
  Sebastian Hülk   als SS Wachmann
 
Regie:  Anna Justice  
Drehbuch:  Pamela Katz  
Produzent:  Sven Woldt  
Ausf. Produzent:  Michael Ballhaus  
Kamera:  Sebastian Edschmid  
Schnitt:  Uta Schmidt  
Musik:  Julian Maas  
  Christoph M. Kaiser  
Produktionsdesign:  Andreas Olshausen  
Kostüme:  Beate Scheel  
Maske:  Kerstin Gaecklein  
  Heiko Schmidt  
Ton:  Olaf Mehl  
Casting:  Simone Bär  

Star

Alice Dwyer

Deutsche Schauspielerin. Eine der aufregenden Nachwuchsschauspielerinnen des deutschen Films, die auch ohne Schauspielschulausbildung mit...

Star

Dagmar Manzel

Die Schauspielerin Dagmar Manzel feierte zunächst große Erfolge auf der Theaterbühne, bevor sie regelmäßig auch in Kino- und...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.