Originaltitel: The Life Aquatic with Steve Zissou
USA/Italien 2004
Bill Murray
Owen Wilson
Cate Blanchett
Regie: Wes Anderson
Verleih: Buena Vista
Vor Jahren fraß der mysteriöse Jaguarhai den besten Kumpel von Steve Zissou (Bill Murray). Nun reist der exzentrische Unterwasserforscher mit neuer Crew, hochfliegenden Plänen und Rache im Sinn auf eine neue Maritim-Exkursion, um der Nemesis Ahab-mäßig ins Weiße des Auges zu blicken. Mit an Bord neben der üblichen Crew sind die Journalistin Jane Winslett Richardson (Cate Blanchett), um eine Reportage über die Expedition zu schreiben, und Ned Plimpton (Owen Wilson), ein angeblicher unehelicher Sohn von Zissou, der, sehr zum Misstrauen von Chefingenieur Klaus (Willem Dafoe), in dessen Fußstapfen zu treten gedenkt.
Wes Anderson ("Rushmore", "The Royal Tenenbaums") schlägt wieder zu und bittet unter üblicher Topstar-Beteiligung die Freunde kauzig-verschnörkelter Familienepen zur mitunter fantastisch anmutenden Kahnpartie in bester Costeau-Tradition.
In Tokio war Bill Murray zuletzt etwas verloren, jetzt entdeckt er eine völlig andere Welt. Als Meeresforscher führt er seine Crew in ihr größtes Abenteuer. Eine Tiefseeüberraschung zum Schmunzeln und Staunen.
Steve Zissou und seine Tiefseetaucher stehen kurz vor ihrer größten Entdeckung (Foto: Buena Vista)
Ein Phantomhai, den die Wissenschaft nicht kennt, wird gejagt, ein Schiff gegen Piraten verteidigt. Delfine werden als Spione eingesetzt, singende Wale mit Tankern verwechselt.
Wundersame Dinge ereignen sich in einer wunderbaren Komödie, mit der Regisseur Wes Anderson einen passenden Nachfolger für seinen Familien-Verband der "Royal Tenenbaums" präsentiert.
Wieder geht es um eine skurrile Familie, denn nichts anderes ist die Crew des weltberühmten Meeresforschers Steve Zissou (Bill Murray), die sich für ihr neues Abenteuer viel vorgenommen hat.
Der verlorene Teamgeist soll wiedergefunden werden, vor allem aber der mysteriöse Jaguarhai, der Zissous Partner vor den Augen der Mannschaft gefressen hat.
Sind Zissou und Ned wirklich Vater und Sohn? Sicher ist eines: Beide lieben Jane (Foto: Buena Vista)
Auf dem Rachefeldzug gegen die unbekannte Kreatur begleitet Zissou nicht nur seine Frau (Anjelica Huston) und die liebenswert-verrückte Crew um den Deutschen Klaus (Willem Dafoe), sondern auch Ned (Owen Wilson), der vielleicht sein leiblicher Sohn ist.
Die beiden verbindet nicht nur die Faszination des Meeres, sondern auch die der Journalistin Jane (Cate Blanchett). Eine herzerwärmende Liebeserklärung an eine Gruppe von Außenseitern im Rausch der Tiefe. Tauchen Sie ab!
| Darsteller: | Bill Murray | als Steve Zissou | |
|---|---|---|---|
| Owen Wilson | als Ned Plimpton | ||
| Cate Blanchett | als Jane Winslett Richardson | ||
| Anjelica Huston | als Eleanor Zissou | ||
| Willem Dafoe | als Klaus Daimler | ||
| Jeff Goldblum | als Alistair Hennessey | ||
| Michael Gambon | als Oseary Drakoulias | ||
| Noah Taylor | als Vladimir Wolodarsky | ||
| Bud Cort | als Bill Ubell | ||
| Seu Jorge | als Pelé dos Santos | ||
| Robyn Cohen | als Anne-Marie Sakowitz | ||
| Waris Ahluwalia | als Vikram Ray | ||
| Seymour Cassel | als Esteban du Plantier | ||
| Regie: | Wes Anderson | ||
| Drehbuch: | Wes Anderson | ||
| Noah Baumbach | |||
| Produzent: | Wes Anderson | ||
| Barry Mendel | |||
| Scott Rudin | |||
| Koproduzent: | Enzo Sisti | ||
| Ausf. Produzent: | Rudd Simmons | ||
| Kamera: | Robert Yeoman | ||
| Schnitt: | David Moritz | ||
| Musik: | Mark Mothersbaugh | ||
| David Bowie | |||
| Produktionsdesign: | Mark Friedberg | ||
| Stefano Maria Ortolani | |||
| Kostüme: | Milena Canonero | ||
| Ton: | Pawel Wdowczak | ||
| Casting: | Douglas Aibel | ||
| Beatrice Kruger | |||
Der aufwändige Film "Die Tiefseetaucher" von Regiewunderkind Wes Anderson verlangte von seinen Machern ungeahnte Improvisationskünste und verwirrte Teile des US-Publikums.
WES ANDERSON: Es ist sicherlich der komplizierteste Film, den ich bisher gedreht habe. Aber ich habe das Gefühl, dass er sich nahtlos an die anderen fügt. Meine Charaktere aus "Die Royal Tenenbaums" oder "Rushmore" könnten problemlos in die Szenen von "Die Tiefseetaucher" hineinwandern, und keiner würde eine Dissonanz bemerken.
François Truffaut berichtete von einer Meinungsverschiedenheit, die er mit Isabelle Adjani hatte. Sie war der Auffassung, dass ein Film wie eine große Mauer sei. Doch er hielt dagegen: "Ein Film ist nur ein Stein in einer Mauer." Und so denke ich auch. Mich faszinieren Familien, deren Mitglieder zueinander finden wollen, und jede meiner Geschichten ist wie ein einzelnes Element in diesem großen Thema.
Ich habe selbst versucht, den Grund dafür zu analysieren, aber bislang keine befriedigende Antwort gefunden.
Einer der Anstöße für den Film war eine Italienreise. Ich mochte das Land so sehr, dass ich alles, was ich auf meinem Trip gesehen hatte, in eine Geschichte verflechten wollte. Und natürlich gab es diese alte Faszination für Jean-Jacques Cousteau und all die Sendungen über Naturforscher und Abenteurer, die ich als Kind geliebt habe.
Es gibt das Klischee, dass das Drehen auf dem Meer so kompliziert sei. Ich habe rausgefunden, warum dieses Klischee seine Berechtigung hat. Für den ersten Drehtag fuhren wir auf eine Insel, und dann konnten wir wegen des hohen Seegangs drei Tage lang nicht weg. Allerdings war das nicht so tragisch, denn die Insel war sehr schön. Ich sagte zu den anderen: "Lasst uns bleiben, so lange wir können. Mir fällt schon ein, was wir drehen können."
Wir haben über 40 Mio. Dollar ausgegeben, also ungefähr das Gleiche, was "Royal Tenenbaums" in den Staaten eingespielt hat. Manche Dimensionen dieser Produktion haben mich selbst überrascht. Ich hatte nie erwartet, dass wir zwei Schiffe in Südafrika kaufen und sie dann ins Mittelmeer bringen müssen.
Ja, das war das Erstaunliche. Vor allem weil die Geschichte so surreal ist, dass sie überhaupt nicht zum amerikanischen Standardgeschmack passt.
Das war nicht weiter schwer. Studiochefin Nina Jacobson mochte das Drehbuch, und sie war auch von meiner Besetzung überzeugt. Deshalb hat sie es durchgezogen. Nur das Budget stellte uns vor Schwierigkeiten. Bei den ersten Kalkulationen kamen wir auf eine Summe von 85 Mio. Dollar, die wir zusammenstreichen mussten.
Nein, so etwas mache ich nicht. Wir fanden einfach Wege, wie man diese Geschichte erzählen konnte, ohne so viel Geld auszugeben. Etwa indem wir ein Set nur vier Meter statt zehn Meter lang machten. Es gab unzählige solcher Lösungen, die wir uns einfallen ließen.
Selbst Jeff Goldblum und Anjelica Huston konnten nicht mehr Amerikaner locken (Foto: Buena Vista)
Das ist sehr schade, denn ich habe ein sehr gutes Gefühl bei diesem Film. Meiner Meinung nach konnten die amerikanischen Zuschauer "Die Tiefseetaucher" nicht einordnen.
Wenn sie einen Trailer zu "Royal Tenenbaums" sahen, dann wussten sie, das ist eine Komödie. Beim Trailer zu "Die Tiefseetaucher" dagegen begriffen sie nicht, worum es hier geht. Manche kapierten das nicht mal, nachdem sie den Film gesehen hatten!
Mit Noah Baumbach schreibe ich gerade das Drehbuch "Fantastic Mr. Fox", eine Roald Dahl-Adaption. Der Film wird nur aus Stop-Motion-Animationen und Zeichentricksequenzen bestehen. Die übernimmt Henry Selick, der schon die Animationen für "Die Tiefseetaucher" machte.
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