Selbstfindungsreise eines mongolischen Nomadenjungen, der Adlerjäger werden soll. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto25/09250141/b150x150.jpg Die Stimme des Adlers

Filmdetails

Die Stimme des Adlers

Selbstfindungsreise eines mongolischen Nomadenjungen, der Adlerjäger werden soll.


Die Stimme des Adlers
Start: 18.06.2009

Abenteuer

Schweden/Deutschland 2009
Laufzeit: 85 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Bazarbai Matei
Serikbai Khulan
Mardan Matei

Regie: Rene Bo Hansen
Verleih: Movienet

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Inhalt

Der 13-jährige Bazarbai lebt mit seiner Nomadenfamilie im westlichsten Teil der Mongolei. Eigentlich würde er gerne wie sein älterer Bruder die Einöde verlassen und sein Glück in der Hauptstadt Ulan-Bator suchen. Doch sein Vater will ihn der Familientradition entsprechend zum Adlerjäger ausbilden. Als der Adler durch Bazarbeis Unachtsamkeit davonfliegt, gerät die Suche nach ihm zum Abenteuer. Er wird von Wölfen bedroht, landet bei einem skrupellosen Zirkusdirektor und flüchtet mit einem Mädchen in ein Kloster, bis er sogar seinen großen Bruder retten kann, der bei einem Minenunfall verschüttet wurde.


Kritik

Die Stimme des Adlers

Mit der teils prächtig bebilderten Selbstfindungsreise eines mongolischen Nomadenjungen versucht sich der norwegische Dokumentarfilmer Rene Bo Hansen erstmals an einem Spielfilm.

Nach Byambasuren Davaa und Luigi Falorni, die 2003 mit "Die Geschichte vom weinenden Kamel" einen künstlerischen wie kommerziellen Überraschungserfolg feiern konnten, ist nun auch der Norweger Rene Bo Hansen der Faszination der mongolischen Wüste und ihrer Bewohner erlegen. Die Coming-of-Age-Story "Die Stimme des Adlers" erzählt vom 13-jährigen Bazarbai, der mit seiner Nomadenfamilie im westlichsten Teil der Mongolei lebt. Eigentlich würde er die triste Einöde zu gern verlassen und wie sein großer Bruder in die Hauptstadt Ulan-Bator gehen, wo das Leben tobt, man ordentlich Geld verdienen kann und die westliche Zivilisation bereits Einzug gehalten hat. Doch sein Vater hat "Besseres" mit ihm vor. Bazarbai soll einmal in seine Fußstapfen treten und - einer alten Tradition folgend - Adlerjäger werden. Da begeht der junge Nomadensohn wenig später einen folgenschweren Fehler. Durch eine Unachtsamkeit fliegt der ihm anvertraute Adler seines Vaters davon. Die Suche nach dem zahmen Tier gerät zu einer Odyssee, die Bazarbai einige aufregende Abenteuer (unter anderem mit Wölfen und einem skrupellosen Zirkusdirektor) bestehen lässt und bis nach Ulan-Bator führt, wo der Bub und der Adler, dessen Vertrauen er inzwischen gewonnen hat, sogar zum Lebensretter des großen Bruders avancieren.

"Die Stimme des Adlers" hat seine Stärken in den imposanten Aufnahmen der rauen, kargen und unendlich weiten mongolischen Landschaft sowie in der Beobachtung des Alltagslebens der Nomaden. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich hat Regisseur Hansen sein Handwerk bei Dokumentationen gelernt und bereits dort gedreht ("Street Children in Mongolia"). Dass die Handlung des Spielfilms, die weitgehend dem wahren Leben des Protagonisten entspricht, für Erwachsene dennoch ein wenig hölzern daherkommt, liegt zum einen am minimalistischen Spiel der Laiendarsteller, zum anderen an der zurückhaltenden Inszenierung der dramaturgischen Höhepunkte. Manche Mängel mögen dem niedrigen Budget geschuldet sein, doch als Selbstfindungsreise, als Initiationsfilm sowie als Porträt einer Kultur und eines Landes, die für westliche Augen immer noch höchst befremdlich wirken, funktioniert "Die Stimme des Adlers" ganz wunderbar. lasso.

Die Stimme des Adlers

Darsteller:  Bazarbai Matei   als Bazarbai
  Serikbai Khulan   als Inaara
  Mardan Matei   als Bazarbais Vater
  Asilbek Badelkhan   als Khan
 
Regie:  Rene Bo Hansen  
Drehbuch:  Stefan Karlsson  
Produzent:  Hannes Stromberg  
  Staffan Julén  
  Per Forgsen  
  Christoph Fisser  
  Dr. Carl Woebcken  
Kamera:  Dixie Schmiedle  
Schnitt:  André Bendocchi-Alves  
  Jana Musik  
Musik:  Sebastian Pille  
  Steffen Kaltschmid  
Ton:  René Göckel  
  Peter Knutas  

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