Originaltitel: Solntse
Russland/Italien/Frankreich/Schweiz 2005
Issei Ogata
Robert Dawson
Kaori Momoi
Regie: Alexander Sokurow
Im Zentrum der Handlung stehen der japanische Kaiser Hirohito und der amerikanische General MacArthur, unter dessen Führung im Sommer 1946 US-Truppen in Japan einmarschierten. Der Film beschreibt die Ereignisse zwischen der Kapitulation Japans am 15. August 1946 und dem Neujahrstag 1947, an dem Kaiser Hirohito den Verzicht auf seinen göttlichen Status erklärte.

Nach Hitler in "Moloch" und Lenin in "Taurus" porträtiert der renommierte russische Regisseur Aleksandr Sokurov im Rahmen seiner Tetralogie über die Psychologie der Macht mit dem japanischer Kaiser Hirohito erneut eine historische Figur, die auf ihr Leben zurück blickt. Sokurov beschreibt Hirohito darin als einen Menschen, der von der Tragödie seines Landes aufs Tiefste getroffen ist.
| Darsteller: | Issei Ogata | als Kaiser Hirohito | |
|---|---|---|---|
| Robert Dawson | als General MacArthur | ||
| Kaori Momoi | als Kaiserin | ||
| Shiro Sano | als Kammerherr | ||
| Shinmei Tsuji | als Alter Diener | ||
| Taijiro Tamura | als Institutsdirektor | ||
| Georgy Pitskhelauri | als Adjudant des Generals | ||
| Regie: | Alexander Sokurow | ||
| Drehbuch: | Juri Arabow | ||
| Alexander Sokurow | |||
| Produzent: | Igor Kalenov | ||
| Andrei Sigle | |||
| Marco Mueller | |||
| Koproduzent: | Alexander Rodnyansky | ||
| Andrei Zertsalow | |||
| Antoine de Clermont-Tonnerre | |||
| Kamera: | Alexander Sokurow | ||
| Schnitt: | Sergei Iwanow | ||
| Musik: | Andrei Sigle | ||
| Produktionsdesign: | Jelena Zukowa | ||
| Yury Kuper | |||
| Kostüme: | Lidia Krukowa | ||
| Ton: | Sergeij Moskow | ||
Im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin werden 21 Filme um die Goldenen und Silbernen Bären konkurrieren. Darunter sind fünf Spielfilmdebüts und insgesamt 16 Weltpremieren. Vervollständigt wird das Programm durch fünf Produktionen, die außer Konkurrenz präsentiert werden.
Von den bereits gemeldeten Filmen wurden jetzt folgende Titel offiziell bestätigt: "Sometimes in April" von Raoul Peck (USA), der sich ebenso wie "Hotel Rwanda" mit dem Bürgerkrieg in Ruanda beschäftigt.
Weitere Filme sind: die New Yorker Liebesgeschichte "Heights", das Debüt von Chris Terrio (USA / Großbritannien, außer Konkurrenz); das Familiendrama "Provincia meccanica" von Stefano Mordini (Italien); "Angeklagt", das Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmers Jacob Thuesen (Dänemark); der Episodenfilm "Tickets" (Italien, Großbritannien, außer Konkurrenz), mit Beiträgen von Ermanno Olmi, Abbas Kiarostami und Ken Loach, die alle in einem Zug nach Rom spielen.
Chaos garantiert: Stefano Accorsi und Ivan Franek in "Provincia Meccanica" (Foto: Medusa Film)
Die französischen Beiträge werden komplettiert von der Familiengeschichte "Les mots bleus" von Alain Corneau und "De battre mon coeur s'est arrêté" von Jacques Audiard.
Der Nahostkonflikt ist Thema in "Paradise Now" von Hany Abu Assad (Niederlande, Deutschland, Frankreich). Der renommierte russische Regisseur Alexander Sokurow präsentiert "Solnze" (Russland, Italien, Frankreich), den dritten Teil einer Trilogie über die Psychologie der Macht. Tsai Ming-Liang, zuletzt mit "Der Fluss" im Wettbewerb der Berlinale, kehrt mit der taiwanesisch-chinesisch-französischen Koproduktion "Tian bian yi duo yun" ("The Wayward Cloud") nach Berlin zurück. Aus Japan kommt die Samuraigeschichte "Kakushi ken: oni no tsume" ("The Hidden Blade") von Yoji Yamada, der vor zwei Jahren mit "The Twighlight Samurai" in Berlin war.
Der renommierte US-Videoclipregisseur Mike Mills zeigt sein Spielfilmdebüt "Thumbsucker", mit Keanu Reeves, Vincent D'Onofrio und Tilda Swinton. Aus den USA wird außerdem Paul Weitz mit "In Good Company" vertreten sein, mit Dennis Quaid und Scarlett Johansson.
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.