Veröffentlicht am 24.01.2008
Die rote Zora Deutschland 2007
Die rote Zora Kinostart 24.01.2008, Deutschland 2007
  • rote Zora, Die / Mario Adorf

  • rote Zora, Die

  • rote Zora, Die / Ben Becker

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Die rote Zora - Filmplakat
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Filmkritik zu Die rote Zora

Schöne Bilder, turbulenter Slapstick-Spaß, ein gut harmonierendes Ensemble und viel Action zeichnen Robert Kahanes Verfilmung von Kurt Helds Jugendbuchklassiker aus.

Den zwölfjährigen Halbwaisen Branko (Jakob Knoblauch) verschlägt es bei der Suche nach seinem Vater in einen kleinen Küstenort. Hungrig beobachtet er, wie in einem Restaurant Fleischstücke wie von Zauberhand von einem Teller verschwinden. Als Übeltäterin erweist sich ein Mädchen mit feuerrotem Haar: Zora (Linn Reusse). "Glotz nicht so romantisch!" ruft sie auf der Flucht vor den trotteligen Dorfgendarmen dem verdutzten Jungen zu, den sie bald darauf aus dem Gefängnis befreit.

Mit leichter Hand führt Peter Kahane seine Figuren ein, den skrupellosen Fischgroßhändler Karaman (Ben Becker), dessen willfährigen Helfer, den Bürgermeister Ivekovic (Dominique Horwitz), den aufrechten Fischer Gorian (Mario Adorf) sowie die rote Zora und deren Bande "tapferer Uskoken".

Mit List und Geschick

Einfach in den Dialogen, geradlinig im Plot und märchenhaft schön bebildert zieht diese handwerklich saubere Arbeit deutlich aufs jugendliche Publikum. Die gut zusammengestellte Kinderbande wehrt sich mit List und Geschick gegen eine feindliche Erwachsenenwelt, in der lediglich der wunderbare, ideal besetzte Mario Adorf für sie Partei ergreift.

Pressestimmen

Einfach in den Dialogen, geradlinig im Plot und märchenhaft schön bebildert zieht diese handwerklich saubere Arbeit deutlich aufs jugendliche Publikum. (Blickpunkt:Film)

Eine schöne Jugendbuchverfilmung in zauberhafter Kulisse, die Freude macht und das Herz auf dem richtigen Fleck hat. (Abendzeitung, 24. Januar 2008)

Für Kinder dreht sich die Geschichte viel zu sehr um große Themen, um Politik, Familie, Macht und erste Liebe. (Die Welt, 24. Januar 2008)

Aber das Spiel der jungen Darsteller wirkt oft wie Amateurtheater vor hübscher Kulisse. Allerdings haben sie auch wenig Chanchen, es besser zu machen, werden ihre Charaktere vom Drehbuch doch kaum entwickelt. Die zeitlose Botschaft, wie Solidarität Ungerechtigkeiten zu überwinden vermag, bleibt am Ende auf der Strecke. Und die Kinder wirken wie Kids von heute in einer Geschichte von gestern. (Stuttgarter Zeitung, 24. Januar 2008)

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Filmhandlung & Hintergrund zu Die rote Zora

Die kroatische Adriaküste um 1930. Als die Mutter des 12-jährigen Branko (Jakob Knoblauch) stirbt, bricht er auf, um seinen Vater zu suchen. Dabei kommt er in eine kleine Stadt, wo ein geheimnisvolles rothaariges Mädchen die Obrigkeit in Atem hält: Die rote Zora (Linn Reusse) führt eine Bande Waisenkinder an, narrt beständig den Bürgermeister (Dominique Horwitz) und Fischgroßhändler Karaman (Ben Becker). Nur der alte Fischer Gorian (Mario Adorf) sympathisiert mit den Kindern.

Prachtvolle Neuverfilmung des Jugendbuchklassikers von Kurt Held (alias Kläber) um die Abenteuer einer Bande ausgestoßener Waisenkinder, die am Rande der Gesellschaft leben und wilde Streiche aushecken. Entdeckung Linn Reusse spielt neben Altstars wie Mario Adorf groß auf.



Den zwölfjährigen Halbwaisen Branko verschlägt es bei der Suche nach seinem Vater in einen kleinen Küstenort. Dort lernt er die wilde Zora kennen, die nach eigenen Gesetzen lebt und den trotteligen Dorfgendarmen an der Nase herumführt. Wenig später muss sie Branko aus dem Gefängnis befreien und zieht in den Kampf gegen den skrupellosen Fischgroßhändler Karaman und dessen willfährigen Helfer, den Bürgermeister Ivekovic. Hilfe erhalten sie von dem aufrechten Fischer Gorian sowie Zoras Bande "tapferer Uskoken".



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Seit Generationen fesselt die Erzählung von Kurt Held über die Abenteuer der roten Zora und ihrer Bande ihre Leser. In der Neuverfilmung ist dem Team um Regisseur Peter Kahane etwas ganz Besonderes gelungen: sowohl die Atmosphäre wie die Charaktere in fesselnde Bilder umzusetzen und das soziale Anliegen der Romanvorlage in die Handlung geschickt zu integrieren, ohne den berühmten Zeigefinger oder verstaubt und altertümlich zu wirken. Der Look aus den vergangenen Zeiten entführt hervorragend in ein märchenhaftes Ambiente.

Jurybegründung:

Der Roman "Die rote Zora" hat schon mehrfach als Vorlage für filmische Umsetzungen gedient. Seit Generationen fesselt die Erzählung von Kurt Held über die Abenteuer einer Jugendbande unter der Führerschaft eines Mädchens mit feuerroten Haaren ihre Leser. Auch der Schauplatz, ein Dorf an der Adriaküste, trug zum Reiz dieses Buches dabei und auch zur Attraktion der Verfilmungen.

In dem neuen Film über die Streiche der roten Zora und ihrer Bande ist dem Team um Regisseur Peter Kahane dabei etwas ganz Besonderes gelungen: sowohl die Atmosphäre wie die Charaktere dieses berühmten Jugendromans in fesselnde Bilder umzusetzen und das soziale Anliegen der Romanvorlage ohne den berühmten Zeigefinger in die Handlung geschickt zu integrieren. Vor allem wurde hier nicht der Versuch unternommen, die Handlung krampfhaft zu modernisieren und in eine andere Zeit zu verschieben, sondern sie weiterhin in den dreißiger Jahren an der Adria spielen zu lassen, wie es der Roman vorgibt.

Die zeitlosen Themen Freundschaft, Vertrauen, Familie und Sehnsucht nach Geborgenheit, aber auch erste Verliebtheit, Träume und Hoffnungen werden hier humorvoll und behutsam aufgearbeitet, wobei vor allem die hier ebenfalls aufgezeigten Negativseiten des Lebens wie Eifersucht, Enttäuschungen und Verletzungen verhindern, dass der Film in eine allzu heile Weltschau abgleitet.

Besonders bemerkenswert sind die meisten der jugendlichen Darsteller, allen voran die der Zora und des jüngsten Bandenmitgliedes. Bei den Erwachsenen überzeugt insbesondere Mario Adorf in der Rolle des alten, weisen Fischers Gorian.

Gelungen ist auch das sehr glaubwürdige Ende des Films, das zeigt, dass die Bande zwar endlich Halt und Geborgenheit in Familien gefunden hat, aber deswegen noch lange nicht zu einer Schar angepasster Kinder geworden ist.

Die geschickte Balance zwischen Spannung und Humor, Gefühl und Aktion rechtfertigt neben den vielen anderen positiven Elementen in dieser weitgehend kongenialen Jugendbuchverfilmung die Vergabe des höchsten Prädikats.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Die rote Zora
OV -
OmU -
Genre Kinderfilm / Abenteuer
Filmpreis -
USA-Start -
Kinostart (D) 24.01.2008
Besucher (D) 776.445
Einspielergebnis (D) € 3.751.288
Bes. (EDI) 776.445
Bes. (FFA) 784.758
FSK ab 6 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Die rote Zora
Regisseur Peter Kahane Regisseur
Darsteller Linn Reusse Zora
Darsteller Jakob Knoblauch Branko
Darsteller David Berton Filmbild 777764 Tatort: Feuerteufel (NDR) / David Berton Duro © NDR/Christine Schröder
Darsteller Pascal Andres Nicola
Darsteller Woody Mues Pavle
Darsteller Mario Adorf Künstlerporträt 871753 Mario Adorf / 64. Berlinale 2014 Gorian © Kurt Krieger
Darsteller Ben Becker Künstlerporträt 296537 Becker, Ben Karaman
Darsteller Dominique Horwitz Filmbild 621108 Gegengerade / Dominique Horwitz Ivenkovic © Sabotakt
Drehbuch Christian Zübert Künstlerporträt 628867 Zübert, Christian Drehbuch © Matthias Bothor
Weitere Darsteller
Drehbuch
Produzent
Produktionsleitung
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Maske
Casting
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