Originaltitel: Journey 2: The Mysterious Island
USA 2012
Dwayne Johnson
Sir Michael Caine
Josh Hutcherson
Regie: Brad Peyton
Verleih: Warner
Der junge Sean Anderson erhält ein Funksignal von einem mysteriösen Eiland, das auf keiner Karte verzeichnet ist - eine Welt voll seltsamer Lebewesen und gefährlicher Vulkane. Mit seinem Stiefvater Hank, der ihn vergeblich versucht zu erziehen, entschlüsselt er den Code. Sie fliegen mit dem Hubschrauberpiloten Gabato und dessen selbstbewusster Tochter Kailani in den Südpazifik, wo sie nach einem heftigen Unwetter über einer einsamen Insel abstürzen. Die entpuppt sich nicht nur als verlorenes Atlantis, sondern auch als Unterschlupf von Seans Großvater.

Die zweite familientaugliche Reise ins Jules-Verne-Territorium bestreitet Dwayne Johnson in einem prominent bestückten, erstaunlich lustigen Fantasy-Abenteuer.
Der Nachfolger zu "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" lässt die Abenteuerfantasy von 2008 qualitativ weit hinter sich und kann als familienfreundlicher Spaß mit einer namhaften Garde Stars punkten, die die sympathisch Feel Good in 3D abrunden. Auch, wenn Jules Verne weiterhin nur motivisch als Funpark-Ride herhält: Seine Ideenwelt erweist sich als ergiebig und stellt weitere Fortsetzungen in Aussicht.
Dwayne "The Rock" Johnson ersetzt Brendan Fraser mehr als gleichwertig in einem Werk, das seine wesentlich verbesserten 3D-Effekte deutlich unaufdringlicher als der Vorgänger einsetzt und damit nicht nur mehr zum Staunen bietet, sondern auch das Tempo entschärft und damit den Figuren die Zeit lässt, sich zu entfalten. Denn das herzerfüllende Zentrum des attraktiven Familienfilms bildet das Darsteller-Quintett und seine amüsante Sitcom-Gruppendynamik. Muskelberg Johnson läuft als verständnisvoller Stiefpapi zu großer Comedy-Form auf, wenn er seine Brustmuskeln als Trampolin nutzt oder eine grandiose A-Capella-Einlage auf der Ukulele bringt - sofern er sich nicht mit Sir Michael Caine kabbelt, der seine unverfroren-britische Lache aufbietet wie selten. Dazwischen ist Luis Guzmán als hasenfüßiger Helikopter-Bruchpilot für den Slapstick zuständig, bis er als neuer Nautilus-Kapitän zum Retter reift. Für das junge Publikum parat stehen der einzig verbliebene Vorgänger-Darsteller Josh Hutcherson (demnächst in "Die Tribute von Panem") als leicht unreifer Schutzbefohlener Sean, der Hauptmotor der Story und erfolgloser Angräber von "HSM"-Latina Vanessa Hudgens, die ihm gehörig selbstbewusst den Kopf verdreht.
Damit ist für gute Laune gesorgt, während der unkomplizierte Plot um ein entziffertes Radiosignal, das auf eine verschollene Insel weist, wo Seans Großvater lebt, zum Genießen der wundersamen exotischen Flora und Fauna einläd, wo Handtaschen-Elefanten und Insekten im Formicula-Format leben. Neben der Landschaftspracht bietet die Actionachterbahn zu Lande, zu Wasser und in der Luft Kurzweil, ebenso ein enges Zeitfenster von wenigen Tagen, in dem die als Atlantis identifizierte Insel wieder im Meer versinkt. Das Abenteuer nimmt sich nie allzu ernst und gelangt auf seiner Reise durch Dschungel und Ruinenstädte zu einem tieferen Verständnis für Eltern und Kinder - was die gelungene emotionale Klammer eines gut austarierten All-Age-Movies ist, das mit Herz, verschmitzten Humor und einem gut harmonierenden Ensemble vergnügt.
tk.
| Darsteller: | Dwayne Johnson | als Hank Parsons | |
|---|---|---|---|
| Sir Michael Caine | als Alexander Anderson | ||
| Josh Hutcherson | als Sean Anderson | ||
| Vanessa Anne Hudgens | als Kailani | ||
| Luis Guzmán | als Gabato | ||
| Kristin Davis | als Liz Anderson | ||
| Anna Colwell | als Jessica | ||
| Michael Beasley | als Marcus | ||
| Regie: | Brad Peyton | ||
| Drehbuch: | Richard Outten | ||
| Brian Gunn | |||
| Mark Gunn | |||
| Produzent: | Beau Flynn | ||
| Charlotte Huggins | |||
| Tripp Vinson | |||
| Koproduzent: | Dwayne Johnson | ||
| Ausf. Produzent: | Richard Brener | ||
| Michael Disco | |||
| Samuel J. Brown | |||
| Marcus Viscidi | |||
| Michael Bostick | |||
| Evan Turner | |||
| Kamera: | David Tattersall | ||
| Schnitt: | David Rennie | ||
| Musik: | Andrew Lockington | ||
| Produktionsdesign: | Bill Boes | ||
| Kostüme: | Denise Wingate | ||
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