Nach dem Unfalltod ihres Ehemannes André sucht Cécile dessen ehemalige Geliebte, Suzy, auf. Die unzugängliche Cécile beginnt im emotionalen Mit- und Gegeneinander mit und zu der sinnlicheren Suzy, das Dreiecksverhältnis zu "aktualisieren". Launisch-situativ sowie alles und jeden dominierend, verwickelt Cécile Suzy in eine zerstörerische, rachgierige Gefühlswelt; dazu gehört auch, daß Cécile Stephan, der sie begehrt, in Beziehungspeinlichkeiten zu Suzy treibt. In Cécils todessehnsüchtigem Plan verliert Suzy ihre lebendige Unbekümmertheit, bis sie zuletzt - ihrer Identität völlig beraubt und Cécils Rachephilosophie folgend - Selbstmord begeht.
Ein psychologisierendes Kammerspiel frei nach Motiven aus Dostojewskis "Der ewige Gatte" entstand unter der formal bündigen Inszenierung von Jacques Doillon ("Eine Frau mit 15"). In den Hauptrollen kämpfen die virtuos-spröde Isabelle Huppert ("Malina") gegen das im Vergleich mimische Leichtgewicht Beatrice Dalle ("Betty Blue", "Sabba die Hexe"), eingefangen in eine schier unendliche Folge von Halbnah-, Nah- und Großaufnahmen. Nicht immer vermögen dabei die ambitionierten Dialogschlachten des Rache-Nekrologs zu fesseln. Engagierte Händler können ihrem wählerischen Publikum mit diesem Titel ein cineastisches Bonbon bieten.
| Darsteller: | Jean-Louis Murat | ||
|---|---|---|---|
| Béatrice Dalle | |||
| Isabelle Huppert | |||
| Regie: | Jacques Doillon | ||
| Produzent: | Alain Sarde | ||
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