Epsiodenfilm, in dem fünf Einzelschicksale ein weites Spektrum an Beziehungsnotständen samt Krisenüberwindung aufspannen. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto07/08070298/b150x150.jpg Die Österreichische Methode

Filmdetails

Die Österreichische Methode

Epsiodenfilm, in dem fünf Einzelschicksale ein weites Spektrum an Beziehungsnotständen samt Krisenüberwindung aufspannen.


Die Österreichische Methode
Start: 20.03.2008

Episodenfilm

Deutschland 2006
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Maja Beckmann
Laurens Walter
Cathérine Seifert

Regie: Florian Mischa Böder, ...
Verleih: Zorro

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(5 Sterne bei 1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Die bislang angepasste Julia (Maja Beckmann) drängt es unvermittelt, eigene Seelenabgründe zu erforschen, weshalb sie nachts in eine Skihalle einbricht und volltrunken den Selbstmord probt. Nicht wesentlich optimistischer gestaltet sich die Lage bei den Fischers: Psychologe Roman (Michael Abendroth) lädt seine Patientin und Geliebte (Susanne Buchenberger) zum Diner mit Gattin Carmen (Susanne Lothar) ein, die den beiden zufällig auf die Schliche kommt.

Fünf durch Montage ineinander verkeilte Episoden rund um partnerschaftliche und seelische Extremsituationen bilden das Gemeinschaftswerk eines ehemaligen Kölner Filmhochschul-Quintetts. Suizid ist ein Fluchtpunkt der düster-grotesken Bestandsaufnahme heutiger Beziehungsruinen.


Kritik

Die Österreichische Methode

Das Kollektiv fünf junger deutscher Regisseure zeichnet ein finsteres Bild von Partnerschaften, deren akute Zerfallserscheinungen in miteinander verwobenen Episoden bisweilen schnurstracks auf den Suizid zusteuern.

Österreichische Methode heißt eine schmerzfreie Art des Selbstmords: Sich betrinken und dann in einer Winternacht in den Schnee legen, um im Schlaf zu erfrieren. Julia (Maja Beckmann), die in den gefährlichen Sog eigener grenzüberschreitender Gedanken gerät, nimmt sich genau das vor - mit zwei Kästen Bier und dem Einbruch in eine norddeutsche Skihalle fällt ihr Plan jedoch weit kläglicher und damit glimpflicher aus, als beabsichtigt. Ihr Schicksal ist Teil von fünf formal ans Experimentelle grenzenden Episoden - gedreht wurde auf HD -, die sich binnen eines Tages abspielen und ein wenig schmeichelhaftes Schlaglicht auf heutige Partnerschaften werfen: Zersetzung allenthalben, Verhältnisse im Endstadium, Drogenmissbrauch, psychische Instabilitäten und Zusammenbrüche prägen den Reigen.

Betrug zerfrisst die Ehe eines Psychologen, als seine Frau seine Patientin als Geliebte entlarvt. Selbstmordabsichten hegt die an einem Gehirntumor erkrankte Clara, wodurch sie an einen charmanten Studenten gerät. Eine Sängerin will die Krise zu ihrem Freund überwinden und löst mit vergifteten Pillen einen medizinischen Notfall aus. Ein Drogendealer hält eine ans Bett gefesselte Studentin als seine Gefangene - das allein endet tödlich, alle anderen Situationen lassen (nur) verunsicherte Menschen zurück. Deren Spannweite reicht von bürgerlich bis bizarr, stets versehen mit seelischen Abgründen. Das verstört mitunter, schlägt aber oft rechtzeitig ins Groteske um, was ein befreiendes Lachen ob der Absurdität der Verzweiflung erlaubt. Durch eine radikale Montage werden die Geschichten mit ihren Berührungspunkten zunächst in unzusammenhängende Splitter zerlegt, die sich nach und nach zu einem gelungenen Gesamtbild fügen. Naturgemäß schwankt die Qualität der Episoden, die dennoch ein reizvolles Spektrum heutiger Beziehungsnotstände samt Krisenüberwindung eröffnen. tk.

Die Österreichische Methode

Darsteller:  Maja Beckmann   als Julia
  Laurens Walter   als Tim
  Cathérine Seifert   als Clara
  Carlo Ljubek   als Wolfgang
  Juan Carlos López   als Dr. Decker
  Lilia Lehner   als Maleen
  Arno Frisch   als Sascha
  Susanne Buchenberger   als Eva
  Susanne Lothar   als Carmen
  Michael Abendroth   als Roman
  Julie Bräuning   als Mona
  Johann von Bülow   als Hans
  Janin Reinhardt   als Lara
 
Regie:  Florian Mischa Böder  
  Gerrit Lucas  
  Erica von Moeller  
  Peter Bösenberg  
  Alexander Tavakoli  
Drehbuch:  Florian Mischa Böder  
  Peter Bösenberg  
  Erica von Moeller  
  Gerrit Lucas  
  Alexander Tavakoli  
Produzent:  Tobby Holzinger  
  Thomas Wöbke  
  Jakob Claussen  
  Uli Putz  
Kamera:  Matthias Schellenberg  
Schnitt:  Andreas Menn  
Musik:  Andreas Wodraschke  
Produktionsdesign:  Christiane Krumwiede  
Kostüme:  Martina Jeddicke  
  Elena Wegner  
Ton:  Michael Bartylak  

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