Parapsychologie-Thriller auf den Spuren von "The Sixth Sense" und "Akte X" mit glaubwürdigen Darsteller-Leistungen. http://images.kino.de/flbilder/max02/bf02/bf09/b0209998/b150x150.jpg Die Mothman Prophezeiungen

Filmdetails

Die Mothman Prophezeiungen

Parapsychologie-Thriller auf den Spuren von "The Sixth Sense" und "Akte X" mit glaubwürdigen Darsteller-Leistungen.


Die Mothman Prophezeiungen
Start: 25.04.2002

Originaltitel: The Mothman Prophecies

Fantasy / Thriller

USA 2001
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Richard Gere
Laura Linney
Will Patton

Regie: Mark Pellington
Verleih: Concorde

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Zwei Jahre nach dem tragischen Tod seiner über alles geliebten Ehefrau widerfährt dem erfolgreichen Reporter John Klein (Richard Gere) Wunderliches.

Atmosphärisch wasserdichter, beklemmender Mix aus Horror und Mystery-Thriller von "Arlington Road"-Paranoia-Fachmann Mark Pellington.


Kritik

Die Mothman Prophezeiungen

Filme wie "Unbreakable", "The Sixth Sense" oder die Dauerbrenner-Serie "Akte X" kommen einem bei den "Mothman Prophecies" unwillkürlich in den Sinn, ohne dass sich gleich festmachen lässt, wo genau die Parallelen bei diesen Werken liegen. Mark Pellington hat seine Vorlage, John A. Keels gleichnamigen Tatsachenroman, mit viel Gespür für deren bedrohliche Atmosphäre zu einem sehenswerten Parapsychologie-Thriller adaptiert, der mit Richard Gere und Laura Linney über zwei Stars verfügt, denen man dank ihres glaubwürdigen Spiels jede noch so abstruse Volte des Drehbuchs abnimmt.

Nur ein Spielfilm, nämlich "Arlington Road", lief hierzulande bislang von Mark Pellington, der sich vor allem als Regisseur von Musik-Videos in der Branche einen guten Namen gemacht hat. War seine 1997 entstandene, vorzüglich besetzte Biedermann-oder-Brandstifter-Story streckenweise auch wenig glaubwürdig, überzeugte sie doch in der Zeichnung des leicht paranoiden Protagonisten Jeff Bridges sowie dessen sinistren Gegenspielers Tim Robbins und einiger überraschender Drehungen des Plots, was das Psycho-Drama vor allem zum Vergnügen für eingefleischte Genre-Fans machte. Ähnliches lässt sich auch über "The Mothman Prophecies" sagen, einem durchschnittlich anmutenden, nicht übermäßig hoch budgetierten Psycho-Thriller, der auf den ersten Blick wenig mehr zu bieten hat, als den ewigen Frauenschwarm Richard Gere als Hauptfigur.

Der hat in Folge eines tragischen Autounfall seine Frau verloren, als diese auf der gemeinsamen abendlichen Heimfahrt plötzlich von einer merkwürdigen Erscheinung heimgesucht wurde und daraufhin von der Straße abkam. Zwei Jahre später findet sich Gere, der wieder einmal einen vom Erfolg verwöhnten Beau gibt - hier John Klein, einen Washington-Post-Journalisten mit regelmäßigen TV-Auftritten -, plötzlich in der abgelegenen Kleinstadt Point Pleasant wieder. Aber weder kann er sich erinnern wie er hierher kam, noch weiß er, was er hier eigentlich soll. Bis er auf einen freundlichen Jedermann namens Gordon Smallwood (nicht unbedingt in Höchstform: Will Patton) trifft, der ihm von seinen mysteriösen Visionen berichtet. Von Engeln mit riesigen, mottengleichen Flügeln und stechenden Augen - unerklärliche Geschöpfe, ganz ähnlich denen, die Kleins Frau auf ihrem Totenbett pausenlos skizzierte...

Ein ganz normaler, vorhersehbarer Horror-Thriller also? Nein. Weder böse Außerirdische noch irgendwelche okkulten Höllengeschöpfe bevölkern hier die Leinwand. Pellingtons große Leistung besteht darin, dass bei ihm der Grusel aus dem ganz Alltäglichen, dem Gewöhnlichen entsteht. Da wird eine nächtliche Autofahrt genauso zum furchteinflößenden Horrortrip wie ein simpler Stau an einer defekten Ampel, ein banales Telefongespräch oder das Betreten eines dunklen Hauses. Irgend etwas stimmt nicht - aber was? Viele Bewohner von Point Pleasure sehen Dinge - aber welche? Unruhe entsteht aus dem Normalen und das macht auch den Zuseher unruhig. Unterstützt wird dieses Gefühl der Ruhelosigkeit von Fred Murphys ("Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt") vorzüglicher, eher unscheinbaren Kameraarbeit und Brian Berdans geschicktem, stets unerwarteten Schnitt.

Auf schauspielerischer Ebene funktioniert das Paar Gere/Laura Linney ("Die Truman Show"), seit ihrer Zusammenarbeit bei "Zwielicht" erprobt, ganz wunderbar. Sie ist der besonnene Kleinstadt-(Polizei-)Offizier, der mit beiden Beinen im Leben steht und stets nach rationalen Erklärungen sucht, während er, der Gentleman, der eigentlich strikt mit Tatsachen arbeitende Reporter, zusehends die Fassung und damit auch den Boden unter den Füßen verliert. Einen schönen Kurzauftritt absolviert Alan Bates, Anthony Quinns unvergessener Partner aus "Alexis Sorbas", der als Spezialist für Paranormales herrlich ernst, reichlich durchgeknallt - und höchst vergnüglich - über sein Fachgebiet räsoniert.

Concorde hat hier einen Film im Verleih, der entsprechend vermarktet sowohl beim Zielpublikum, also den Horror-Freaks und den Richard-Gere-Fans, auch bei der am etwas schrägen Arthouse interessierten Klientel ankommen dürfte. Und Pellington, der übrigens in "Jerry Maguire - Spiel des Lebens" einen kurzen Auftritt als Sport-Maniac Bill Dooler absolvierte, ist einer der Filmemacher, den es in der Zukunft zu beachten gilt. geh.

Die Mothman Prophezeiungen

Darsteller:  Richard Gere   als John Klein
  Laura Linney   als Connie Parker
  Will Patton   als Gordon Smallwood
  Lucinda Jenney   als Denise Smallwood
  Debra Messing   als Mary Klein
  Alan Bates   als Alexander Leek
  David Eigenberg   als Ed Fleischman
  Ann McDonough   als Lucy Griffin
  Nesbitt Blaisdell   als Chief Josh Jarrett
  Bill Laing   als Indrid Cold
 
Regie:  Mark Pellington  
Drehbuch:  Richard Hatem  
Produzent:  Tom Rosenberg  
  Gary Lucchesi  
  Gary W. Goldstein  
Koproduzent:  James McQuaide  
  Richard Hatem  
Ausf. Produzent:  Ted Tannebaum  
  Richard S. Wright  
  Terry A. McKay  
Buchvorlage:  John A. Keel  
Kamera:  Fred Murphy  
Schnitt:  Brian Berdan  
Musik:  tomandandy  
Produktionsdesign:  Richard Hoover  
  Troy Sizemore  
Kostüme:  Susan Lyall  
Ton:  Pud Cusack  

Gere will Kurort in Tibet eröffnen

Frische Luft und ungetrübter Blick auf die raue Naturlandschaft Tibets vom Entmüdungsbecken aus! Wenn es nach Richard Gere geht, soll das in naher Zukunft Realität werden, denn der Hollywood-Star plant einen Kurort im Heimatland des Dalai Lama.

Großansicht Gere'sche Deeskalation: Entspannen für Tibet

Gere'sche Deeskalation: Entspannen für Tibet

Der Rhythmus ist so stetig wie der Wechsel der Jahreszeiten: Immer wenn Richard Gere einen halbwegs erfolgreichen Film unter die Leute gebracht hat, kommt er unmittelbar danach auf Ideen, mit denen er nicht nur in Hollywood die Lacher auf seiner Seite hat.

Nach "Der Schakal" wollte er mit der Schauspielerei aufhören und Bodyguard des Dalai Lamas werden. Nach den "Mothman Prophezeiungen" diskutierte er mit Journalisten darüber, ob der Stuhl auf dem er saß wirklich da wäre und nach "Chicago" hat "Wacky Ritchy" nun wieder einen Mordsplan:

Gere will mit Hilfe seiner Ehefrau Carey Lowell - beide sind engagierte Buddhisten - seine geistige Heimat Tibet zum Touristen-Magneten machen! Der 53-Jährige plant einen Kurort mit Klöstern, heißen Quellen, Meditationszentren etc., an dem betuchte Gäste in der Klarheit der tibetischen Landschaft wieder zu sich selbst finden sollen.

Das Geld aus dem Tourismus will Gere dann einerseits zur direkten Hilfe der unterdrückten Tibeter verwenden, andererseits den chinesischen Besatzern zukommen lassen, damit die dann auf lange Sicht aus dem Gebiet abziehen. Das könnte ein Problem darstellen, denn die Chinesen sind seit Geres Film Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg, in dem die Volksrepublik negativ dargestellt wird, nicht unbedingt die größten Fans des Hollywood-Stars.

Außerdem lehrt die Historie, dass Devisen aus Tourismus selten zur Übergabe von Ländern an die eigentlichen Besitzer führen. Die Deutschen lassen schließlich seit Jahrzehnten Unsummen auf Mallorca - und die Spanier haben noch nicht die geringsten Anstalten gemacht, die Insel als 17. Land der Bundesrepublik Deutschland anzuerkennen!

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Richard Gere

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Laura Linney

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