Komödie http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz49/z0949512/b150x150.jpg Die Mediocren

Filmdetails

Die Mediocren

Start: 08.06.1995


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Inhalt

Eine Gruppe junger Menschen in Westdeutschland, die weder spießig, mittelmäßig noch normal sein will, lebt das typische "Twentysomething"-Dasein. In die tägliche Routine bricht plötzlich der Verdacht, daß einer in ihren Reihen ein "Ossi" - das erklärte Feinbild der Gruppe - sein könnte.


Kritik

Ausschließlich in Küchen, Betten, Autos und am Telefon spielt Matthias Glasners erster abendfüllender Spielfilm, und deshalb hat er ihn in Cinemascope gedreht und Dolby-Stereo abgemischt. Um seinen Figuren "wenigstens zu Hause etwas Platz" zu lassen, wie er selbst sagt, und weil der Ton all das beschreibt, "was man im Bild nicht sieht und wofür im Budget kein Platz mehr war". Mit 450.000 Mark reinen Herstellungskosten (alle Beteiligten arbeiteten ohne Gage) gehört "Die Mediocren" in die Kategorie Super-Low-Budget und verdankt seinen Kinostart jener Goldgräberstimmung, die darauf spekuliert, einen der begehrten Zufallstreffer im letzten deutschen Erfolgsgenre, der "Beziehungskomödie", zu landen. "Die Mediocren", das sind zwei Frauen und zwei Männer Mitte/Ende Zwanzig, die eigentlich alles besitzen, was junge Leute heute so haben: Ein Cyberspace-Gerät, Bildtelefone, schicke Cabriolets, große Altbauwohnungen, lockere Beziehungen und ein Kind. Sie heißen Leo (Computerfreak), Robin (Kommunenkind), Jost (Pessimist und Aussteiger) und Anna (überforderte Mutter), hören smarte Musik wie Portishead oder Oasis, und doch quält sie unentwegt die große Sinnfrage, die sogar im Verdacht der eigenen Mittelmäßigkeit gipfelt. Obwohl an den eingangs erwähnten Schauplätzen ausgiebig darüber diskutiert wird, findet sich keine Antwort. Auch die neuen Beziehungskonstellationen untereinander machen den Alltag nicht wirklich spannender. Erst die Bestätigung des Verdachts, daß einer von ihnen in Wahrheit ein "Ossi" ist (ein "VEB Rostock"-Schlüsselanhänger hat Leo verraten), stört das Vertrauensverhältnis der Gruppe so nachhaltig, daß sie in Bewegung gerät und ihre Mitglieder sich nach einem längeren Aufenthalt in Leos ehemaliger Heimat gegenseitig krankenhausreif prügeln. Dort endlich gelangen sie zur Erkenntnis: Life is live. Auf der diesjährigen Berlinale zählte "Die Mediocren" vor allem bei der ausländischen Fachpresse zu den wenigen deutschen Highlights, sicher nicht zuletzt dank Jürgen Vogel (auch Coproduzent), der einmal mehr beweist, daß er zu den besten jungen Schauspielern hierzulande gehört. mmc.

Die Mediocren

Darsteller:  Jürgen Vogel  
  Jasmin Tabatabai  
  Dani Levy  
  Andreja Schneider  
  Benjamin Barge  
 
Regie:  Matthias Glasner  
Drehbuch:  Matthias Glasner  
Produzent:  Bernd Medek  
Kamera:  Sonja Romm  
Musik:  Oliver Probst  

Star

Jürgen Vogel

Der Authentische. Jürgen Vogel ist der Wagemutige unter den deutschen Filmstars, einer aus dem richtigen Leben, der sich etwas traut, der die...

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Jasmin Tabatabai

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