Veröffentlicht am 14.10.2010
Die Legende der Wächter Legend of the Guardians: The Owls of Ga'Hoole, USA/Australien 2010, 3D
Die Legende der Wächter Legend of the Guardians: The Owls of Ga'Hoole, Kinostart 14.10.2010, USA/Australien 2010, 3D
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Die Legende der Wächter - Filmplakat

3D-Jugend-Fantasy-Abenteuer, das neue Maßstäbe in der fotorealistischen CGI-Animation setzt. Vom Macher von "300".

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Filmkritik zu Die Legende der Wächter

"300"-Regisseur Zack Snyder unternimmt mit dem visuell verblüffenden Animations-Fantasyabenteuer um sprechende Eulen seinen ersten (Aus)flug ins Familienmetier.

Beruhend auf den ersten drei Büchern der insgesamt 15-teiligen Jugendromanreihe von Kathryn Lasky, verfassten John Orloff ("Ein mutiger Weg") und Emil Stern ("Tenderness") das Skript für das aufwühlende Eulen-Epos um den gefiederten Helden Soren. Der junge Schleiereulerich wird zunächst im Schoße seiner Familie vorgestellt. Schnell wird offenbar, dass es sich dabei nicht um übliche verniedlichte Kinderunterhaltung handelt, als ein putziges Mäuschen blitzschnell von einer scharfen Eulenkralle gepackt und wenig später einen Wiederauftritt in Form von Haut und Knochen in Gewölle macht. Nach kurzem Familienidyll, wobei allerdings bereits die Rivalität von Sorens Bruder Kludd bemerkbar ist, geht die Story Schlag auf (Flügel)schlag. Die beiden noch flugunsicheren Geschwister fallen von ihrer Heimattanne, werden von einer bissigen Monsterkreatur angegriffen und von zwei mysteriösen Eulen gekidnappt. Diese gehören zum Klan "der Reinsten" und verschleppen die Eulenkinder in eine Art Konzentrationslager, wo bereits hunderte ihrer Artgenossen hypnotisiert für die Herrenrasse malochen müssen. Doch Soren und seine neue Gefährtin, das Elfenkäuzchen Gylvie, gelingt die dramatische Flucht. Sie begeben sich auf den beschwerlichen Weg die legendären Wächter von Ga'Hoole ausfindig zu machen. Nur mit ihrer Hilfe können sie hoffen, die unlauteren Machenschaften der Reinsten zu unterbinden und die Gefangenen zu befreien.

Die Geschichte erinnert mit ihrer verschachtelten Handlung, den komplizierten Namen und der Struktur einer typischen Heldenodyssee an Klassiker wie "Herr der Ringe" und "Die Chroniken von Narnia". Dem fügt der sowohl in Horror, als auch Action und Fantasy bewanderte Snyder nun mit Hilfe des "Happy Feet"-Effekteteams Animal Logic unglaublich photorealistische und farbintensive Bilder hinzu. Zum Staunen regen beispielsweise extrem detailliertes Gefieder und wie das Licht darin schimmert, an. Umwerfend ist auch eine Sequenz, in der Soren durch einen tobenden Regensturm über dem tosenden Meer fliegt. Die kriegerischen Gladiatoren-inspirierten Kämpfe zwischen den Eulen, inszeniert Snyder in schönster Action-Ästhetik und ohne Rücksicht auf zarte Kindergemüter. Es wird hart zur Sache gegangen, Blutfontänen und rollende Köpfe finden sich jedoch nicht. Insgesamt wenig ins Gewicht fällt der Comic Relief, der gerne etwas mehr zum Einsatz hätte kommen dürfen. Absolut bildgewaltig und moderat brutal ist das Fantasyabenteuer mit Treue- und Couragebotschaft auf eine neue Generation von Games-fanatischen Kindern zugeschnitten, die diesen CGI-technischen Höhenflug schätzen werden. ara.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Die Legende der Wächter

Die kleine Schleiereule Soren träumt davon, einer der berühmten Wächter von Ga'Hoole aus den Geschichten seines Vaters zu werden. Diese geflügelten Krieger kämpfen gegen die Bösen, die Reinsten, genannt. Prompt fallen Soren und sein älterer Bruder in die Krallen der Reinsten. Doch mit einer Gruppe anderer junger Eulen kann Soren fliehen. Gemeinsam suchen sie den Großen Baum, die Heimat der Wächter von Ga'Hoole.



Die kleine Schleiereule Soren träumt davon, einer der berühmten Wächter von Ga'Hoole aus den Geschichten seines Vaters zu werden. Diese geflügelten Krieger kämpfen gegen die Bösen, die Reinsten, genannt. Prompt fallen Soren und sein älterer Bruder in die Krallen der Reinsten. Während der Bruder deren Lehren zu verfallen droht, gelingt Soren mit einer Gruppe von anderen kleinen Eulen die Flucht. Gemeinsam suchen sie den Großen Baum, die Heimat der Wächter von Ga'Hoole. Dort beginnt ihr Abenteuer erst so richtig.



Prädikat wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: WertvollKurztext:

Wissbegierig hört die junge Eule Soren den Geschichten seines Vaters über die Legende der Wächter von Ga'Hoole zu, einem magischen Ort irgendwo in der Weite des Meeres. Soren verehrt die Wächter und glaubt an ihre Existenz. Auch dann noch, als er und sein Bruder Kludd in die düstere Gemeinschaft der "Reinen" entführt werden. Soren kann mit Freunden fliehen und begibt sich auf die Suche nach den rettenden Helden, doch Kludd bleibt - und wechselt die Fronten. Am Ende heißt es Gut gegen Böse, Bruder gegen Bruder! Diese animierte Romanverfilmung von Zack Snyder - seit 300 als Meister der digitalen Tricktechnik bekannt - setzt ganz auf eine detailgetreue Darstellung der Hauptfiguren und präsentiert die "state of the art" der modernen Computeranimation. Die Figuren wirken fast schon fotorealistisch. Doch das ist nicht alles,. Eine spannende Dramaturgie, eine stimmige Musik und eine im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Story laden ein zum 3D-Flug über die prächtigen Landschaften, ins Land der Eulen. Ein Film für jung und alt, zum Mitfiebern, Weinen und Lachen.

Jurybegründung:

Mit diesem 3-D-Animationsfilm in der Regie von Zack Snyder wird gute Unterhaltung für die ganze Familie geboten. Auch technisch schwierig zu bewerkstellige Motive (Federn, Fell, Feuer und Wasser) werden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Handwerklich ist die State of Art vollkommen erfüllt. Dabei sind (auch im 2-D-Modus, den die Jury zu sehen bekam) sehr schöne Bilder zu bewundern. Laut Darwin gelten Vögel als 'the most aesthetic of all animals'. Sein Paradebeispiel war der Pfau, dessen schönes Gefieder mit markanten Ornamenten sich durch evolutionäre Wahlentscheidungen herausgebildet hat. Die im Film gezeigten Flüge von Eulen legen es nahe, neben dem Schönen auch die ästhetische Kategorie des Erhabenen anzuwenden. Das heißt, die tierischen Film-Helden bieten nicht nur die Möglichkeit, durch Allegorien auf menschliche Charaktere und Sozialwesen zu verweisen, sondern ermöglichen ebenfalls ein virtuoses und variantenreiches Spiel mit faszinierenden Gestalten, Farben und Bewegungsabläufen. Dieses Potential lässt der Film nicht ungenutzt und einige Jurymitglieder erkannten darin auch eine seiner besonderen Stärken. In der Diskussion wurde ferner betont, dass zahlreiche Handlungselemente darauf konzipiert sind, effektvolle Animationen vorzuführen. Auch zielt die Dramaturgie darauf ab, Aufmerksamkeit so zu regulieren, dass sich stets aufs Neue Spannung, Interesse und Staunen einstellen. Die Bewertung dieser Konstruktionen war unter den Jurymitglieder jedoch ebenso umstritten wie die verschiedenen Figuren. Teilweise wurden sie als 'holzschnittartig' kritisiert, teilweise wurden sie als genregemäße Typen akzeptiert. Sentimentale und humoristische Komponenten (beispielsweise der antrainierte 'fiese Blick') fanden nicht bei allen Gutachtern Anklang.

Kontroverse Ansichten gab es ebenso generell zur inhaltlichen Tendenz der Geschichte. Mit den von beiden Seiten vertretenen kriegerischen und kämpferischen Idealen mochten sich nicht alle Juroren anfreunden. Nicht nur eine auf Unterschiede der Rasse basierende Hierarchie bei den bösen 'Reinen', sondern auch das Königreich der guten Wächter von Ga'Hoole erschien ihnen problematisch. Speziell eine von den Schluss-Parolen, nämlich jene von der 'Ausrottung des Unrechts', galt als Indiz für die Fragwürdigkeit der guten Wächter. Dagegen gehalten wurden unter anderem die desillusionierende Kennzeichnung des Krieges als 'Hölle' und zahlreiche Wertorientierungen, die auf gegenseitige Hilfe, familiäre Solidarität, Bildung, nützliche Arbeit usw. hinauslaufen. Es sei dahingestellt, welche Modelle und Werte in der Fantasiewelt opportun sind. John Orloff und John Collee haben jedenfalls auf der Grundlage der ersten drei Büchern der mehrteiligen Romanreihe von Kathryn Lasky eine spannende Vorlage für diesen Animationsfilm geschaffen. Einige Rededuelle am Königshof der Wächter verweisen übrigens durchaus auf eine Rhetorik, deren Kunstfertigkeit an Cicero, Gorgias oder Demosthenes gemahnt.
Zwischen den FBW-Gutachtern wurde lange über die herausragenden Qualitäten des Films und dessen partielle Mängel gestritten. Für das Prädikat wertvoll fand sich eine Mehrheit; das Prädikat besonders wertvoll wurde in der Abstimmung knapp verfehlt.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Legend of the Guardians: The Owls of Ga'Hoole
OV Ja
OmU -
Genre Trickfilm / Fantasy
Filmpreis -
USA-Start 24.09.2010
Kinostart (D) 14.10.2010
Besucher (D) 370.947
Einspielergebnis (D) € 2.894.971
Bes. (EDI) 370.947
Bes. (FFA) 376.064
FSK ab 6 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Die Legende der Wächter
Regisseur Zack Snyder Künstlerporträt 845166 Zack Snyder / Filmpremiere Regisseur © Kurt Krieger
Sprecher Jim Sturgess Künstlerporträt 749524 Jim Sturgess / Filmpremiere Soren © Kurt Krieger
Sprecher Ryan Kwanten Künstlerporträt 830324 Kwanten, Ryan / G'Day USA Los Angeles Black Tie Gala Kludd © Kurt Krieger
Sprecher Hugo Weaving Künstlerporträt 771043 Weaving, Hugo / Europapremiere Noctus / Grimble © Kurt Krieger
Sprecher Helen Mirren Künstlerporträt 707675 Helen Mirren / Nyra © Kurt Krieger
Sprecher Emily Barclay Gylfie
Sprecher David Wenham Digger
Sprecher Anthony LaPaglia Künstlerporträt 830286 LaPaglia, Anthony / G'Day USA Los Angeles Black Tie Gala Morgengrau © Kurt Krieger
Sprecher Barry Otto Ameisenigel
Drehbuch John Orloff Drehbuch
Weitere Sprecher
Drehbuch
Produzent
Ausf. Produzent
Buchvorlage
Produktionsdesign
Schnitt
Musik
Casting
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