Historisches Drama um die Affäre zwischen dem deutschen Arzt Johann Friedrich Struensee und der dänischen Königin Caroline. http://images.kino.de/flbilder/max12/auto12/auto11/12110252/b150x150.jpg Die Königin und der Leibarzt

Filmdetails

Die Königin und der Leibarzt

Historisches Drama um die Affäre zwischen dem deutschen Arzt Johann Friedrich Struensee und der dänischen Königin Caroline.


Die Königin und der Leibarzt
Start: 19.04.2012

Originaltitel: En Kongelig Affære

Historienfilm / Drama

Dänemark/Tschechien/Schweden/Deutschland 2012
Laufzeit: 137 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Mads Mikkelsen
Mikkel Følsgaard
Alicia Vikander

Regie: Nikolaj Arcel
Verleih: MFA (Filmagentinnen)

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Inhalt

Als der deutsche Armenarzt Johann Friedrich Struensee als Leibarzt und Vertrauter des geisteskranken dänischen Königs versucht, am Hof seine aufklärerischen Ideen zum Wohle des Volkes durchzusetzen und dabei Adel und Militär verprellt, obendrein noch eine leidenschaftliche Beziehung mit der vernachlässigten Königin beginnt, ist das bittere Ende bald in Sicht. Er landet auf dem Schafott, die Geliebte abgeschoben in Deutschland und der vom Thron verjagte König endgültig im Wahnsinn.


Kritik

Die Königin und der Leibarzt

Ein Stück dänische Geschichte als fulminante Mischung aus Politthriller, Liebesfilm und Tragödie.

"Ich bin einer von euch" ruft Johann Friedrich Struensee der entfesselten Meute zu, bevor er unter das Beil kommt. Was damals in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Dänemark geschah, gehört heute zum Pflichtprogramm in dänischen Schulen. Der deutsche Armenarzt Struensee aus Altona und geheimer Verfasser subversiver Schriften wurde Leibarzt und Vertrauter des dänischen Königs Christian VII. und bald auch Geliebter von dessen Frau Caroline und Vater ihrer Tochter. Sein Engagement für die Aufklärung und die Affäre bezahlt er mit dem Leben. Noch ein Kostümdrama wie es gerade en vogue ist? Mitnichten! Nikolaj Arcel, der mit Rasmus Heisterberg das mit dem Berlinale-Bär ausgezeichnete Drehbuch schrieb, pustet den Staub der Geschichte weg und präsentiert ein Drama vom Feinsten - nicht nur für moderne Romantiker.

Die aus England stammende Caroline verkümmert an der Seite ihres geisteskranken Gatten, der sich lieber mit prallen Prostituierten amüsiert, statt mit der Königin. Nach der Geburt ihres Sohnes, ist die Pflicht erfüllt und die junge Frau weist Christian aus dem Schlafgemach, in das nach einem Menuett, bei dem die Zeit wie durch einen Zauber still steht, bald Struensee einzieht. In ihr findet er eine Gleichgesinnte, sie unterstützt sein Bestreben nach einer gerechteren Gesellschaft. Unter ihrem Einfluss entledigt sich der König seiner Adlati, proklamiert Ungewohntes wie Verbesserung der Müllabfuhr, Abschaffung der Zensur oder ein Aufsammelservice für Betrunkene. Als Struensee für Beschneidung von Adelsprivilegien sorgt und für Geldkürzungen beim Militär, das Verhältnis öffentlich wird, ist es nicht mehr weit zum bitteren Ende.

Die Freiheit in der Figurenzeichnung nutzt Arcel für einen emotionalen und politischen Spannungsbogen, der geschickt an der Trivialität entlang balanciert. Struensee ist ein ahnungsloser Idealist, der scheitert wie viele Idealisten vor ihm, weil er nicht weiß, wie man politische Allianzen schmiedet oder Intrigen einfädelt. Konventionell aber perfekt inszeniert macht der Däne historische Figuren zu Menschen mit Schwächen und Stärken. Mads Mikkelsen als gescheiterter Aufklärer, Bären-Gewinner Mikkel Boe Følsgaard (hat gerade erst sein Schauspielstudium abgeschlossen) als im Wahnsinn landender kindlicher König und Alicia Vikander, Shooting Star der Berlinale 2011, die abgeschoben nach Deutschland an gebrochenem Herzen stirbt, ergänzen sich als schauspielerisches Power-Trio. Historie zum mitleiden und mitfiebern. mk.

Die Königin und der Leibarzt

Darsteller:  Mads Mikkelsen   als Johann Friedrich Struensee
  Mikkel Følsgaard   als Christian VII.
  Alicia Vikander   als Caroline Mathilde
  David Dencik   als Ove Høegh-Guldberg
  Trine Dyrholm   als Juliane Marie
  William Jøhnk Nielsen   als Frederik VI.
  Cyron Bjørn Melville   als Enevold Brandt
  Laura Bro   als Louise von Plessen
  Thomas W. Gabrielsson   als Schack Carl Rantzau
 
Regie:  Nikolaj Arcel  
Drehbuch:  Nikolaj Arcel  
  Rasmus Heisterberg  
Produzent:  Meta Louise Foldager  
  Sisse Graum Jørgensen  
  Louise Vesth  
Koproduzent:  Maria Köpf  
  Gillian Berrie  
  Anna Duffield  
Ausf. Produzent:  Lars von Trier  
  Peter Aalbæk Jensen  
  Peter Garde  
Kamera:  Rasmus Videbaek  
Schnitt:  Mikkel E.G. Nielsen  
  Kasper Leick  
Musik:  Gabriel Yared  
  Cyrille Aufort  
Produktionsdesign:  Niels Sejer  
Kostüme:  Manon Rasmussen  
Maske:  Linda Dvorakova  
  Ivo Strangmüller  
Casting:  Leo Davis  

Die Berlinale mit Angelina Jolie im Zeichen von Film, Blut und Honig

Auch wenn das Thermometer gerade bundesweit in den Keller rutscht - eine "Eis-Berlinale" wie vor zwei Jahren ist offenbar nicht zu befürchten.

Großansicht Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Zumindest attestieren die Wetterdienste, dass die Temperaturen bis zur Eröffnung wieder in den einstelligen Minusbereich zurückkehren. Ob Frost oder nicht: Die Berlinale, die am 9. Februar ihre Pforten öffnet, wird keinen Besucher kalt lassen. Zu viel gibt es zu entdecken! Neben den 395 gezeigten Filmen locken an den elf Festivaltagen zahllose Partys, Empfänge und Diskussionsrunden - und natürlich die Stars am roten Teppich.

Viele Regisseure erzählen in ihren Filmen von einer Welt im Umbruch. Darunter auch ein prominentes Regiedebüt: Hollywoodstar Angelina Jolie stellt "In the Land of Blood and Honey" vor, ein Film über den Bürgerkrieg in Bosnien, der der humanitär engagierten Schauspielerin eine Herzensangelegenheit war.

Deutschlands Hollywood-Exportschlager Diane Kruger gibt die französische Königin Marie Antoinette, die von den Unruhen der Französischen Revolution erfasst wird, in dem Historiendrama "Leb wohl, meine Königin!", dem diesjährigen Berlinale-Eröffnungsfilm.

Dänemarks Superstar Mads Mikkelsen ist ebenfalls in einem königlichen Drama zu sehen, in "Die Königin und der Leibarzt" spielt er den Doktor der dänischen Königin Caroline Mathilde. Der Arabische Frühling, der vor einem guten Jahr begann, zieht sich durch alle Sektionen und zahlreiche Diskussionen.

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Selbst der oft vergessene Kontinent Afrika rückt in den Fokus und erzählt von Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Der asiatische Film ist traditionell stark in allen Reihen vertreten, etwa mit bei Cineasten heiß gehandelten philippinischen "Skandalfilmer" Brillante Mendoza. Auch Angelina Jolies Ex-Mann, der Schauspieler Billy Bob Thornton, wechselt alle Jahre wieder auf den Regiestuhl, in Berlin hat er die starbesetzte Culture-Clash-Komödie "Jayne Mansfield's Car" im Gepäck.

Tom Hanks und Sandra Bullock sind die Protagonisten in dem oscarnominierten 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", während "Twilight"-Star Robert Pattinson auf dem roten Teppich für Kreischalarm sorgen sollte - er spielt im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelten Bel Ami" einen eleganten Liebhaber - u.a. von Uma Thurman und Christina Ricci. Clive Owen beglückt die Berliner dagegen anlässlich der Premiere des britischen Thrillers "Shadow Dancer".

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Auch in diesem Jahr ist Berlinale natürlich DAS Schaufenster für den deutschen Film. Insgesamt 87 deutsche Filme und Koproduktionen laufen in den verschiedenen Sektionen. Auch im Wettbewerb wird geklotzt, gleich drei Schwergewichte des deutschen Autorenfilms rücken ins Rampenlicht: Hans-Christian Schmid mit seinem Familiendrama "Was bleibt", Christian Petzold mit dem geheimnisvollen Drama "Barbara" und Matthias Glasner mit dem am Nordkap gedrehten "Gnade". Außer Wettbewerb zeigt Doris Dörrie ihren neuen Film "Glück", eine berührende Liebesgeschichte zwischen einem Punk und einer jungen Prostituierten.

Welche Wettbewerbsfilme, Darsteller und Filmemacher dieses Jahr die begehrten Bären mit nach Hause nehmen dürfen, das entscheidet die Jury um den Präsidenten Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky"). Als kompetente Unterstützung an seiner Seite hat der Top-Regisseur dabei unter anderem Hollywood-Star Jake Gyllenhaal, den legendären Fotografen und Regisseur Anton Corbijn, den Oscar-Nominierten Filmemacher Asghar Farhadi ("Nader und Simin") und die französischen Filmlieblinge Charlotte Gainsbourg und François Ozon. Die glanzvolle Verleihung geht am 19. Februar zum großen Berlinale-Finale über die Bühne.

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Mads Mikkelsen

In seiner Heimat Dänemark seit Mitte der 90er-Jahre ein populärer Schauspieler, übernahm Mads Mikkelsen 2006 als Erzbösewicht und Spieler...

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Alicia Vikander

* 03.10.1988

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

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