Fortsetzung von "Interview mit einem Vampir" nach Motiven von Anne Rice, in der Lestat Karriere als Sänger einer Metalband macht und damit die restlichen Untoten gegen sich aufbringt. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz13/z0213076/b150x150.jpg Die Königin der Verdammten

Filmdetails

Die Königin der Verdammten

Fortsetzung von "Interview mit einem Vampir" nach Motiven von Anne Rice, in der Lestat Karriere als Sänger einer Metalband macht und damit die restlichen Untoten gegen sich aufbringt.


Die Königin der Verdammten
Start: 04.04.2002

Originaltitel: Queen of the Damned

Horror

USA/Australien 2001
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Stuart Townsend
Aaliyah
Marguerite Moreau

Regie: Michael Rymer
Verleih: Warner

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Action
Humor
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Inhalt

Vampir Lestat wird Sänger einer Gothmetalband. Er steigt zum Weltstar auf und bringt die restlichen Untoten der Welt gegen sich auf, weil er in seinen Songtexten die Geheimnisse ihrer Zunft preisgibt. Er fordert alle zum Showdown beim Open-Air-Konzert in Death Valley heraus. Darüber hinaus muss er sich zwischen der Vampirkönigin Akasha und der Forscherin Jesse entscheiden.


Kritik

Die Königin der Verdammten

1994 sorgte der Unfalltod von Brandon Lee am Set des düsteren Goth-Thrillers "The Crow" für viel morbide Publicity. Ein vergleichbares Szenario, auch wenn es nicht direkt mit der Herstellung des Filmes zu tun hatte, entfaltete sich jetzt für Michael Rymers Vampirfilm "Die Königin der Verdammten", in dem die im vergangenen August tödlich verunglückte R&B-Sängerin Aaliyah in der Titelrolle zu sehen ist. Sie spielt in dieser Fortsetzung von Anne Rices "Interview mit einem Vampir" allerdings lediglich den zweitwichtigsten Fangzahn, der unbestrittene Protagonistenstatus fällt Stuart Townsend als Vampir Lestat zu.

Townsend tritt damit in die Fußsstapfen von Tom Cruise, der in Neil Jordans Original von 1994 unter vielen Unkenrufen der großen Fangemeinde von Rice für die Rolle besetzt worden war. Die Geschichte knüpft über hundert Jahre später an, als Lestat beschließt, in der Gegenwart endlich wieder aus seinem Sarg zu kriechen, da ihm die Grufti-Bewegung auf Erden allzu heimelig vorkommt. Er wird Sänger einer Gothmetalband, die wie eine Mischung aus Nine Inch Nails, Bauhaus und Orgy klingt. Die Originalmusik wurde unter anderem von Korn-Sänger Jonathan Davis (ist auch in einem Cameoauftritt zu sehen) komponiert und interpretiert - für Fans allemal ein ebenso gelungener wie heftiger Leckerbissen. Stuart, der äußerlich, inklusive seiner pechschwarzen Gothrocker-Outfits, wie der Zwillingsbruder von Brandon Lees Figur in "The Crow" aussieht, hat das Charisma und die Bühnenpräsenz, um als glaubwürdiger Rockstar durchzugehen. Sein Lestat steigt über Nacht zum umjubelten Weltstar auf - "größer als Elvis" (einer von etlichen für Heiterkeit sorgenden Aussprüchen) - und bringt die restlichen Untoten der Welt gegen sich auf, indem er sich in den Medien als Blutsauger zu erkennen gibt und in seinen Songtexten die Geheimnisse seiner Zunft preisgibt. In bester Es-kann-nur-einen-geben-Manier fordert er alle zum Showdown beim Open-Air-Konzert in Death Valley heraus. Aaliyah, die im Jet-Li-Actioner "Romeo Must Die" ihr Filmdebüt gab, kreuzt mit raubkatzenhaftem Gang und spärlichem Kostüm erst nach etwa einer Stunde Filmlänge auf. Als Vampirkönigin Akasha, die aussieht, als hätte sie sich vom Set von "Die Mumie" in das Treiben verirrt, verbreitet sie gnadenlosen Terror. Sie hat sich Lestat als ihren neuen Herzenskönig auserkoren, doch auch die Forscherin Jesse (Marguerite Moreau) hat ein schmachtendes Auge auf den Ladykiller geworfen. In einer weiteren Nebenrolle tritt Vincent Perez ("The Crow - Die Rache der Krähe") als Lestats Mentor Marius auf, der vor allem in den mittelalterlichen Rückblenden zum Einsatz kommt. Viel Sorgfalt wurde auf die opulent-stilvolle Ausstattung und die Kostüme gelegt, wobei Kameramann Ian Baker dem Film einen polierten Hochglanz-Look verlieh. Die ausschließlich in Melbourne gefilmte Produktion unter der Regie des Australiers Michael Rymer schlägt zunächst einen relativ ernsthaften Ton an, um schließlich auf gemäßigten Exploitationkurs zu gehen. Dadurch ergibt sich eine etwas unausgewogene Mischung, der weder als geradliniger Horror noch als selbstironische Satire funktionieren will, aber - und das ist am wichtigsten - durchaus Spaß macht. ara.

Die Königin der Verdammten

Darsteller:  Stuart Townsend   als Lestat de Lioncourt
  Aaliyah   als Königin Akasha
  Marguerite Moreau   als Jesse Reeves
  Vincent Perez   als Marius
  Paul McGann   als David Talbot
  Lena Olin   als Maharet
  Christian Manon   als Mael
  Claudia Black   als Pandora
  Bruce Spence   als Khayman
  Matthew Newton   als Armand
  Tiriel Mora   als Roger Smythe
  Megan Dorman   als Maudy
  Johnathan Devoy   als James
  Robert Farnham   als Alex
  Conrad Standish   als T.C.
  Richael Ttanner   als Jesse (jung)
 
Regie:  Michael Rymer  
Drehbuch:  Scott Abbott  
  Michael Petroni  
Produzent:  Jorge Saralegui  
Koproduzent:  Channing Dungey  
Ausf. Produzent:  Su Armstrong  
  Andrew Mason  
  Bill Gerber  
  Bruce Berman  
Buchvorlage:  Anne Rice  
Kamera:  Ian Baker  
Schnitt:  Dany Cooper  
Musik:  Richard Gibbs  
  Jonathan H. Davis  
Produktionsdesign:  Graham Walker  
  Tom Nursey  
Kostüme:  Angus Strathie  
Ton:  David Lee  

Robert Downey jr. als Vampirfürst

Der jüngste Vampirerfolg der Konkurrenz hat Universal Pictures veranlasst, einen neuen Teil von Anne Rices "Chronik der Vampire" in die Kinos zu bringen - mit Robert Downey jr. als Oberbeißer!

Großansicht Spitze Beißer statt tonnenschwere Rüstung: Robert Downey jr. hätte als Vampir leichter zu schleppen (Foto: Kurt Krieger)

Spitze Beißer statt tonnenschwere Rüstung: Robert Downey jr. hätte als Vampir leichter zu schleppen (Foto: Kurt Krieger)

Wenn es nach dem Filmstudio Universal Pictures geht, soll Robert Downey jr. sein tonnenschweres Dasein als Eisenmann beenden und demnächst auf der Kinoleinwand sein Unwesen als finsterer Vampir treiben. Falls der Charakterkopf zustimmt, tritt er als Vampirfürst Lestat de Lioncourt in die Fußstapfen von Tom Cruise, der in der ersten Verfilmung "Interview mit einem Vampir" einen Volltreffer landete. Nach Stuart Townsend wäre Downey der dritte Darsteller des Blutliebhabers. Wobei die zweite Verfilmung "Die Königin der Verdammten" am Boxoffice nicht punkten konnte.

Das soll der 44-jährige Downey jr. nun ändern und wieder wesentlich mehr Zuschauer in die Lichtspielhäuser locken. Die Vampirchroniken bestehen aus zehn Bänden. Welchen die Filmemacher auserkoren haben, ist allerdings noch ein Geheimnis. Auch auf der offiziellen Website der Autorin ist nichts Genaues zu finden. Nur der Hinweis der Bestsellerschreiberin, dass "die 'Christ the Lord'-Bücher es eines Tages auf die Leinwand schaffen werden, 'Ramses The Damned und die 'Mayfair Witches' werden ebenfalls folgen".

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