RTL-TV-Movie mit Benjamin Sadler als ehemaliger Archäologe, den erneut das Jagdfieber packt. http://images.kino.de/flbilder/max07/auto07/auto40/07400161/b150x150.jpg Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen

Filmdetails

Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen

RTL-TV-Movie mit Benjamin Sadler als ehemaliger Archäologe, den erneut das Jagdfieber packt.


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Inhalt

Vor Jahren war der Archäologe Eik Meiers dem Schatz der Nibelungen dicht auf der Spur. Als aber während der Suche seine Frau und sein bester Freund ums Leben kamen, beschloss Eik, sich zurückzuziehen und nur noch für seine Tochter da zu sein. Als er jetzt durch Zufall einen wichtigen Hinweis auf den Verbleib des Schatzes findet, packt ihn wieder die alte Leidenschaft. Gemeinsam mit zwei Museumsmitarbeitern geht er dem Hinweis nach. Dabei kommt er schon bald professionellen Schatzsuchern in die Quere. Und die schrecken auch vor Mord nicht zurück.


Kritik

Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen

Wilde Mischung, aber enorm kurzweilig: Die aufwändige Schatzsuche ist aufwändiges Popcorn-Fernsehen im Stil des "Da Vinci Code"

Es ist schon seltsam, dass Genre-Produktionen hierzulande nur noch im Fernsehen möglich sind. Stoffe wie Rainer Matsutanis "Papst-Attentat", Peter Keglevics düstere Schätzing-Verfilmung "Die dunkle Seite" oder Urs Eggers religiöser Thriller "Das jüngste Gericht" (alle RTL) haben allesamt Kinopotenzial. Das gilt auch für Ralf Huettners kurzweilige Schnitzeljagd: Die Suche nach dem Schatz der Nibelungen ist ein kurzweiliger Abenteuerfilm von einigem Aufwand (Produktionskosten: angeblich fünf Millionen Euro).

Der Titel erzählt bereits die ganze Geschichte. Allerdings hat Autor Derek Meister die klassische Sage um ein entscheidendes Detail erweitert: Kein Geringerer als Karl der Große hat den Schatz vor 1200 Jahren gefunden. Historisch ist das sicher gewagt, doch erstens scheint sich Meisters Drehbuch ohnehin eher an den verschiedenen Verfilmungen des Stoffes zu orientieren, und zweitens: it's only a movie. Deshalb hat man ja auch den Hans-Zimmer-Schüler Klaus Badelt ("Fluch der Karibik") verpflichtet, damit er einen krachenden Hollywood-Soundtrack komponiert.

Kaiser Karl hat den Schatz jedoch wieder versteckt, weil er bloß Zwietracht säte, hinterließ aber eine Rätselkette, auf dass ein Weiserer als er selbst dereinst den Reichtum finden möge; und jetzt geht die Handlung erst richtig los. Nach dem Tod seiner Frau hat Schatzsucher Eik Meiers (Benjamin Sadler) eigentlich allem Tand abgeschworen; einzig ein Amulett erinnert noch an die frühere Leidenschaft. Dann aber packt ihn das Fieber erneut, als sich herausstellt, dass just dieses Amulett die erste von vier Lösungen ist. Gemeinsam mit einer Archäologin (Bettina Zimmermann) und seinem Kumpel Justus (Fabian Busch) knackt er auch die anderen Rätsel, wobei sich das Trio einen Wettlauf mit den Schergen des Bösen liefert: Der schwerreiche Brenner (Hark Bohm) ist todkrank und hofft, das Drachenblut werde ihn unsterblich machen.

Entscheidenden Anteil an der Kurzweiligkeit des Films haben die Rätsel, deren Lösungen die Schatzjäger in immer wieder neue gruselige Katakomben und Felshöhlen führen. Schauplätze sind unter anderem die Kreidefelsen auf Rügen, der Kölner Dom, die imposanten Externsteine im Teutoburger Wald und schließlich Schloss Neuschwanstein. Schade nur, dass man kaum Zeit hat, die Plausibilität der Lösungen zu würdigen. Andererseits sprengt der Film mit einer Länge von netto knapp zwei Stunden ohnehin jede TV-Movie-Konvention, während er als Zweiteiler garantiert diverse Längen gehabt hätte. Wer das Genre mag, wird jede Minute genießen. tpg.

Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen

Darsteller:  Benjamin Sadler   als Eik Meiers
  Bettina Zimmermann   als Katharina Bertholdi
  Fabian Busch   als Justus
  Liv Lisa Fries   als Krimi
  Prof. Hark Bohm   als Roland Brenner
  Stephan Kampwirth   als André Cabanon
  Detlef Bothe   als Richter
  Milena Dreißig   als Maria
  Volker Heimsath   als Etzard
  Thomas Darchinger   als Lars
  Michael Abendroth   als Katharinas Chef
  Tanja Schleiff   als Museumsleiterin
 
Regie:  Ralf Huettner  
Drehbuch:  Derek Meister  
Produzent:  Stefan Raiser  
  Felix Zackor  
Kamera:  Hannes Hubach  
Schnitt:  Charles Ladmiral  
Musik:  Klaus Badelt  
Produktionsdesign:  Matthias Kammermeier  
Ton:  Michael Bartylak  
Casting:  Nicole Fischer  

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