Imbissbudenbesitzer Engelbrecht verliebt sich in die Hausmeisterin Marlene. Alles ist wunderbar, bis sie sich ein Schoßhündchen anschafft und Hundehasser Engelbrecht rot sieht. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto24/09240252/b150x150.jpg Die Hunde sind schuld

Filmdetails

Die Hunde sind schuld

Imbissbudenbesitzer Engelbrecht verliebt sich in die Hausmeisterin Marlene. Alles ist wunderbar, bis sie sich ein Schoßhündchen anschafft und Hundehasser Engelbrecht rot sieht.


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Kritik

Die Hunde sind schuld

"Ich bin kein schöner Mann, ich bin kein feiner Mann", trällert der Berliner Bulettenbrater Engelbrecht, und liegt damit völlig richtig. "Aber ich kenn' keine, die ich heut' nicht haben kann", geht der Schlager weiter, verlässt damit jedoch auch deutlich die Ebene der Realität. Haben könnte Engelbrecht zwar alle, doch nicht Frauen, sondern Hunde. Die haben es ausnahmslos auf ihn abgesehen; kein Wunder, wo er doch so lecker riecht. Dummerweise kann der Mann von der etwas traurigen Gestalt, der mit beiden Füßen fest in den fünfziger Jahren verwurzelt ist, Hunde nicht ausstehen. Buletten verteilt er trotzdem freigiebig; allerdings sind sie mit Strichnin versetzt.

"Die Hunde sind schuld" lautet der zwar treffende, aber auch etwas einfallslose Titel dieses Drehbuchdebüts der Comic-Zeichnerin Ziska Riemann. Eigentlich handelt ihre Geschichte jedoch von Liebe: Genau gegenüber von Engelbrecht lebt die verwitwete Walküre Marlene. Mag sie auch in vielerlei Hinsicht Engelbrechts exaktes Gegenteil sein, so eint die beiden doch die Liebe zum Schlager; Marlene erlangte singend einst sogar ein bisschen Starruhm. Obwohl die beiden also wie füreinander geschaffen sind, steht eine zwischen ihnen: Yorkshire-Terrier Susi.

Es dauert eine ziemliche Weile, bis einem dämmert, worauf Riemanns Drehbuch eigentlich hinaus will. Zu sehr gefällt sich der Film über weite Strecken darin, sein Personal einzuführen: Marlenes Tochter Daniela (Anna Loos) betrügt ihren Mann mit seinem Freund Frank (Dieter Landuris). Frank wiederum ist Engelbrechts Fleischlieferant, der seinerseits nach Feierabend eine junge Streunerin (Cordelia Wege) durchfüttert, die ihrerseits von einem Polizisten (Alexander Beyer) unter die Fittiche genommen wird; und der will nicht nur die Hundemorde aufklären, sondern ist auch Danielas Mann.

Der feste Vorsatz, die Kreise immer wieder zu schließen, lässt die von Andreas Prochaska inszenierte Geschichte mitunter ziemlich konstruiert wirken. Manchem Detail ist zudem das Bemühen um Originalität allzu sehr anzumerken, andere sollen als Zitat wohl auf große Vorbilder verweisen (Engelbrechts Zwiegespräche mit seiner "Mutter": eine Hommage an Alfred Hitchcock und "Psycho"). Getragen wird der Film in diesen Phasen von Tilo Prückner und Barbara Valentin, die ihre beiden Außenseiter mit viel Hingabe und spürbarer Zuneigung zu den kleinen Macken verkörpern. Eindrucksvoll ist auch die Arbeit von Kameramann Wolf Siegelmann, der gern mit unerwarteten Perspektiven überrascht. Seine gelbstichigen Bilder geben dem Filme eine ganz eigene, unwirkliche Thriller-Atmosphäre, die aber nicht so recht zu der im Grunde genommen doch ganz einfachen Geschichte passen will. Und "bissig", wie der Bayerische Rundfunk den Film etikettiert, ist die Komödie allenfalls im Wortsinn. tpg.

Die Hunde sind schuld

Darsteller:  Tilo Prückner   als Engelbrecht Korsinski
  Barbara Valentin   als Marlene Meiser
  Anna Loos   als Daniela
  Alexander Beyer   als Rainer
  Dieter Landuris   als Frank Lamprecht
  Stefanie Stappenbeck   als Marlies
  Tabea Rahel Germo   als Nina
  Jacob Burchard   als Kai
  Henry Schott   als Herr Wolbert
  Frau Stadermann   als Friseurin
  Kai Buth   als Polizist
  Dieter Dost   als Trödel-Verkäufer
  Holly Kämmer   als Kampfhund-Herrchen
  Ziska Riemann   als Flittchen aus dem 3. Stock
  Siamak Mohtachemi  
  Franziska Troegner   als Kassiererin
  Monika Maria Ullemeyer   als Pathologin
  Roswitha Dost  
  Donia Hamdami   als Ärztin
 
Regie:  Andreas Prochaska  
Drehbuch:  Ziska Riemann  
Produzent:  Uli Aselmann  
Ausf. Produzent:  Bettina Wente  
Kamera:  Wolf Siegelmann  
Schnitt:  Jochen Retter  
Musik:  Christoph Dienz  
Produktionsdesign:  Adrian Ochse  
Kostüme:  Eveline Stösser  
Ton:  Frank Tenge  

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Das Stehaufmännchen. Kaum einer beherrscht wie Tilo Prückner die Rolle des gegen jede Chance unbeirrbar weiter machenden Kauzes und...

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