Originaltitel: Hollywoodland
USA 2006
Adrien Brody
Ben Affleck
Diane Lane
Regie: Allen Coulter
Verleih: Walt Disney
Der erfolglose Mime George Reeves (Ben Affleck) wird von 1952-58 zum sehr beliebten ersten Darsteller des Superman. Am 16. Juni 1959 findet man seine Leiche. Selbstmord. Für die Polizei von L.A. ist der Fall erledigt. Mutter Helen (Lois Smith) will das nicht glauben und engagiert den abgehalfterten Privatdetektiv Louis Simo (Adrien Brody). Es stellt sich heraus, dass George eine Affäre mit Toni (Diane Lane) hatte, der Frau von Studioboss Eddie Mannix (Bob Hoskins). Wurde Reeves Opfer einer Gewalttat, die vertuscht werden sollte?
Nach Emmy-gekrönten Arbeiten für "The Sopranos" und "Six Feet Under" wagt der versierte TV-Regisseur Allen Coulter den Schritt ins Kino. Klasse Darsteller - vor allem Ben Affleck - veredeln die tragisch-stimmige Kombination aus True-Crime und Hollywood-Abgesang.
True-Crime-Thriller über die bis heute ungeklärten Umstände, unter denen "Superman"-Darsteller George Reeves 1959 ums Leben kam.
Von 1952 bis 1958 spielt George Reeves (Ben Affleck) für Warner Bros. im Fernsehen Superman und ist für Millionen Zuschauer ein Held. Am 16. Juni 1959 wird jedoch seine Leiche gefunden, ein vermeintlicher Selbstmord.
Privatdetektiv Louis Simo (Adrien Brody) will die offizielle Variante nicht glauben. Er ist überzeugt, dass Reeves Opfer einer Gewalttat wurde, die vertuscht werden sollte. Denn Gerüchte über eine Affäre, die Reeves mit der Frau eines Studiomanagers gehabt haben soll, kursieren.
Nach "Capote" und "Auto Focus" nimmt sich wieder ein engagierter Independent-Thriller mit Köpfchen und interessanten Überlegungen einer realen Bluttat mit Verbindungen zum Showbusiness an. Allen Coulter hat sich als versierter TV-Regisseur einen Namen gemacht.
Neben Oscar-Gewinner Adrien Brody, Bob Hoskins und Diane Lane konnte er auch Ben Affleck gewinnen, der sich nach beträchtlichem Karrieretief mit seiner einfühlsamen Darstellung des tragischen Schicksals des Mannes aus Stahls wieder zurückmeldet.
| Darsteller: | Adrien Brody | als Louis Simo | |
|---|---|---|---|
| Ben Affleck | als George Reeves | ||
| Diane Lane | als Toni Mannix | ||
| Bob Hoskins | als Eddie Mannix | ||
| Lois Smith | als Helen Bessolo | ||
| Robin Tunney | als Leonore Lemmon | ||
| Kathleen Robertson | als Carol Van Ronkel | ||
| Brad Henke | als Russell | ||
| Steve Adams | als Robert Maxwell | ||
| Jordan Barker | als Wag | ||
| Larry Cedar | als Chester Sinclair | ||
| Regie: | Allen Coulter | ||
| Drehbuch: | Paul Bernbaum | ||
| Produzent: | Glenn Williamson | ||
| Ausf. Produzent: | J. Miles Dale | ||
| Jake Myers | |||
| Joe Pichirallo | |||
| Kamera: | Jonathan Freeman | ||
| Schnitt: | Michael Berenbaum | ||
| Musik: | Marcelo Zarvos | ||
| Produktionsdesign: | Leslie McDonald | ||
| Kostüme: | Julie Weiss | ||
Allen Coulter, Regisseur von TV-Erfolgen wie "Sex and the City" und "Die Sopranos", untersucht in seinem Kinodebüt "Die Hollywood-Verschwörung" den Tod des Superman-Darstellers George Reeves.
» Haben Sie als Kind "Superman" geguckt?
ALLEN COULTER: Wie alle Kinder. Aber von der Geschichte selbst wusste ich nicht viel, nur dass der Held sich umgebracht hätte, so das Gerücht. Ich habe mich da ganz auf die Recherchen und die Fantasie von Drehbuchautor Paul Bernbaum verlassen und möchte auch niemandem eine Interpretation aufzwingen.
Was wirklich geschah in jener Nacht, bleibt ein Geheimnis. Über George Reeves' Tod schießen jede Menge Spekulationen ins Kraut. Es ist eines der Mysterien Hollywoods. Außerdem ist es doch viel spannender, wenn nach dem Film jeder seine eigene Theorie entwickelt, statt die Lösung auf dem Tablett serviert zu bekommen.
» Ist Hollywood heute weniger gefährlich als in den 50er Jahren?
Sex, Korruption und Besessenheit gibt es immer. Der Mensch ändert sich nicht, aber die Macht ist anders verteilt. Früher kungelten die Studios mit der Polizei, herrschten die Bosse auch über das Privatleben der Stars.
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