Regie: Alexander Adolph
Verleih: Majestic
Sie sind Hochstapler, die andere um Millionen betrügen. Sich selbst nennen Torsten S., Marc Z., Peter G. und Jürgen H. Märchenerzähler. Die vier sind wahre Meister im Geldprellen, Unbedarfte manipulieren und Gefühle erschwindeln. Ihr Wissen ist exklusiv - auch darüber, was ihre Lügen mit ihren Opfern anstellen, wie sie ganze Existenzen - etwa die eines Familienvaters - ruinieren können. Oder wie man mit ungedeckten Schecks quer durch die Republik zieht, sich als Diplomat ausgibt und Anteile seines nicht vorhandenen Vermögens verkauft.
Die Doku des mehrfachen Grimme-Preisträgers Alexander Adolph erzählt durch Interviews die Lebensgeschichte von Menschen, die mit Raffinesse und Dreistigkeit zu Kriminellen wurden. Ein Lehrstück über Gier, von Tätern wie von Opfern.
Kinofilmdebüt des Drehbuchautors Alexander Adolph, der vier verurteilte Hochstapler dazu gebracht hat, vor laufender Kamera von ihren Gaunereien zu erzählen.
Ob der Hauptmann von Köpenick, Felix Krull oder William Abagnale Jr., der Steven Spielberg als Vorlage für "Catch Me If You Can" diente, Hochstapler genießen in Literatur und Film große Beliebtheit. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff?
Laut Wikipedia sind Hochstapler "Personen, die mehr scheinen wollen, als sie sind, indem sie einen höheren gesellschaftlichen Rang, eine bessere berufliche Position oder ein größeres Vermögen vortäuschen."
Von dieser Spezies Mensch handelt der Dokumentarfilm von Alexander Adolph. Ihm ist es tatsächlich gelungen, vier verurteilte Hochstapler dazu zu bringen, vor laufender Kamera von ihren Missetaten zu berichten.
Wenn etwa der 40-jährige Thorsten S. davon erzählt wie er als US-Major eine NATO-Sicherheitskonferenz organisiert hat, oder der fünf Jahre ältere Jürgen H. nicht ohne Stolz darauf zurückblickt, dass er von mindestens so betuchten wie naiven Managern Millionenbeträge für einen Mondflug kassiert hat, dann ist das manchmal komisch, meistens faszinierend und stets erschreckend.
| Regie: | Alexander Adolph | ||
|---|---|---|---|
| Drehbuch: | Alexander Adolph | ||
| Produzent: | Nicole Leykauf | ||
| Kamera: | Susanne Schüle | ||
| Estella Sanz Posteguillo | |||
| Schnitt: | Nina Ergang | ||
| Musik: | Dieter Schleip | ||
| Ton: | Max Vornehm | ||
| Uve Haussig | |||
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